Kripke erklärt die Marvel & DC-Regel in The Boys

Showrunner Eric Kripke hat im Vorfeld von The Boys Staffel 5 eine der wenigen unverbrüchlichen Regeln der Serie enthüllt: Marvel und DC dürfen in der Welt von The Boys schlicht nicht existieren. Die Serie setzt stattdessen auf maximalen Realismus: mit Superhelden als einziger Ausnahme. Staffel 5 startet am 8. April 2025 mit drei Folgen auf Prime Video.
Artikel-Inhalt
Kripkes goldene Regel: Kein Marvel, kein DC
Eric Kripke, der Schöpfer von The Boys, hat in einem Interview eine der zentralen kreativen Leitlinien der Serie offengelegt. Die einzige wirklich strenge Regel lautet: Marvel und DC dürfen in der Welt der Serie nicht referenziert werden.
Kripke begründet dies mit dem Weltenbau der Serie. In der Realität von The Boys gibt es keine anderen Superhelden außer denen der Vought-Marke. Marvel-Filme, DC-Comics oder Figuren wie Superman existieren in dieser Welt schlicht nicht.
Diese Entscheidung soll die Immersion stärken und die Einzigartigkeit der Vought-Superhelden unterstreichen. Nur durch die vollständige Abwesenheit konkurrierender Superhelden-Franchises wirkt die Welt glaubwürdig in sich geschlossen.
Realismus als oberstes Gebot
Neben der Marvel-und-DC-Regel verfolgt Kripke einen konsequenten Realismus-Ansatz. 'So absolut real wie möglich zu sein, ist die Antwort", erklärte er. Die Welt von The Boys soll in jeder Hinsicht unsere Welt sein: mit Superhelden als einziger, alles auf den Kopf stellender Ausnahme.
Für Kripke und sein Team bedeutet das: Nahezu alle anderen Popkultur-Referenzen sind erlaubt und werden aktiv genutzt. The Boys ist bekannt für seine dichte Anspielungskultur, die von Politik über Medien bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten reicht.
Liam Crowley, der ebenfalls zum kreativen Umfeld der Serie gehört, und Hauptdarsteller wie Karl Urban und Jack Quaid profitieren von dieser klaren Regel, da sie die Grenzen der fiktiven Welt eindeutig absteckt.
Die Tücken der Popkultur-Referenzen
Kripke räumt ein, dass die No-Marvel-No-DC-Regel im Alltag der Produktion durchaus Herausforderungen mit sich bringt. Gerade weil so viele moderne Popkultur-Referenzen auf Superman oder andere Comic-Ikonen verweisen, müssen Autoren und Darsteller wie Jack Quaid ständig aufpassen.
'Manchmal wird es knifflig, weil man so viele Popkultur-Referenzen macht und so viele davon heutzutage über Superman handeln", so Kripke. Solche Anspielungen sind schlicht verboten, auch wenn sie im Kontext naheliegen würden.
Außerhalb dieser einen Einschränkung greifen die Macher jedoch auf alles zurück, was die Popkultur zu bieten hat. Das verleiht The Boys seinen charakteristischen, bissig-zeitgeistigen Ton.
James Gunn und die Superhelden-Konkurrenz
Interessant ist die Regel auch vor dem Hintergrund, dass James Gunn: bekannt als Regisseur von Guardians of the Galaxy und aktuell Chef des DC Studios: zu den Personen gehört, die The Boys aufmerksam verfolgen. Gunn hat sich öffentlich als Fan der Serie gezeigt.
Dass ausgerechnet Figuren aus Gunns kreativen Universen in The Boys nicht vorkommen dürfen, ist eine bewusste kreative Entscheidung und kein Zeichen von Konkurrenzdenken. Kripke betont, dass es rein um den Weltenbau geht.
Die Abgrenzung zu Marvel und DC schützt die Eigenständigkeit von The Boys und verhindert, dass die Serie als bloßer Kommentar zu bestehenden Franchises wahrgenommen wird.
Staffel 5: Start, Folgen und Plattform
The Boys Staffel 5 ist die finale Staffel der Serie und startet am 8. April 2025 auf Prime Video. Zum Auftakt werden die ersten drei Episoden gleichzeitig veröffentlicht, danach folgen neue Folgen wöchentlich.
Karl Urban als Billy Butcher (Karl Urban) und Jack Quaid als Hughie Campbell stehen erneut im Mittelpunkt der Handlung. Die finale Staffel verspricht, die Geschichte um Vought und die Supes zu einem Ende zu bringen.
Fans können die neue Staffel ausschließlich auf Prime Video streamen. Eric Kripke hat angekündigt, dass Staffel 5 alle offenen Handlungsstränge abschließen und der Serie ein würdiges Finale bereiten soll.
Mehr zu „The Boys"

Darick Robertson verlässt The Boys und startet sein nächstes Superhelden-Universum
Wie weit Crestar and the Knight Stallion wirklich kommt, ist noch offen. Robertson steigt als Co-Produzent und Autor ein, Exxodus Pictures plant Graphic Novels und eine Live-Action-Serie, doch konkrete Sendetermine fehlen. Für Zuschauer, die wissen wollen, was nach The Boys kommt, ist das Franchise zumindest der erste greifbare Hinweis.

Jetzt kann man das The Boys-Finale selbst lesen, und es lohnt sich
Ein Serienfinale, geschrieben ohne seinen eigentlichen Autor. Kripkes Haus brannte während der Arbeit am wichtigsten Skript der Serie ab, weshalb Neira und Reed die Federführung übernahmen. Das fertige Drehbuch trägt trotzdem Kripkes Handschrift, weil er rechtzeitig zurückkehrte.

Neuer Deal, zwei Großprojekte: Claudia Doumit startet nach The Boys richtig durch
Claudia Doumit hat jetzt vier Vertretungen gleichzeitig. Die Schauspielerin, bekannt als kopfexplodierende Supe-Politikerin Victoria Neuman aus The Boys, hat zusätzlich die Agentur Verve unter Vertrag genommen. Mit zwei Großprojekten in der Pipeline ist der Schritt ein klares Signal für eine Karriere im Aufwind.