Homelander übernimmt das Weiße Haus: The Boys dreht im Finale nochmal auf
Frenchie stirbt, bevor das Finale überhaupt richtig beginnt. Die letzte Folge der fünften Staffel eröffnet mit der Gruppe, die seinen Tod durch Uraniumverseuchung betrauert. Dass einer der beliebtesten Charaktere als emotionaler Auftakt geopfert wird, dürfte selbst hartgesottene Fans kalt erwischen.
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Frenchies Tod eröffnet das Finale
Die letzte Folge beginnt mit Trauer: Die Gruppe beweint Frenchie, der sich einer Uraniumverseuchung ausgesetzt hat, um Kimiko zu schützen, und daran gestorben ist. Sein Opfer setzt den emotionalen Grundton für alles, was danach folgt.
Frenchies Tod ist dabei kein bloßes Handlungsdetail, sondern der Auftakt einer Kettenreaktion. Kimiko trägt die Last dieses Verlusts mit sich, während sie gleichzeitig unwissentlich selbst zur Schlüsselfigur im finalen Konflikt wird.
Die Trauer um Frenchie verbindet die Gruppe in einem Moment der Ruhe, bevor das Chaos des Finales losbricht. Es ist einer der wenigen ruhigen Momente in einer Folge, die laut Leaks zu den spektakulärsten der gesamten Serie zählen soll.
Homelander erklärt sich zum Gott Amerikas
Homelander (Antony Starr) übernimmt das Weiße Haus und präsentiert sich live im Fernsehen als neuer Gott Amerikas. Die Sequenzen dort sollen zu den aufwendigsten der gesamten Seriengeschichte gehören, mit massiver Zerstörung und einer Zurschaustellung roher Macht, die keine Grenzen mehr kennt.
Auf Live-Sendung tötet Homelander erschrockene Journalisten, in seinem bislang öffentlichsten und brutalsten Verbrechen. Als Oh Father seine Handlungen in Frage stellt, schneidet Homelander ihn kurzerhand in zwei Hälften. Eine entsetzt zurückbleibende Ashley verlässt daraufhin Vought für immer und flieht nach Frankreich.
Auch Butchers Hund Terror überlebt das Finale nicht: Homelander tötet ihn mit seinen Laserstrahlen, in einem Moment, der die persönliche Dimension des Konflikts zwischen ihm und Butcher auf die Spitze treibt.
Kimiko und das tödliche Virus
Im Kampf infiziert sich Kimiko heimlich mit dem Virus, der gegen Supes eingesetzt werden soll. Als Homelander sie angreift, überträgt sich der Erreger auf ihn, was ihn schließlich seiner Kräfte beraubt. Dieser Moment markiert den Wendepunkt des finalen Gefechts.
Butcher plant, das Virus nicht nur gegen Homelander einzusetzen, sondern gegen alle Supes, unabhängig davon, auf welcher Seite sie stehen. Damit geraten auch Kimiko, Annie (Erin Moriarty) und Ryan ins Visier seiner rücksichtslosen Ausrottungsstrategie.
Butchers Bereitschaft, selbst Verbündete zu opfern, macht ihn in diesen Momenten zum zweiten Monster des Finales. Die Grenze zwischen Held und Täter, in 'The Boys' ohnehin nie klar gezogen, löst sich hier vollständig auf.
Butcher stirbt durch Hughies Hand
Hughie (Jack Quaid) ist es schließlich, der Butcher tötet, um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Butcher leistet keinen Widerstand. Stattdessen soll er in diesem Moment erleichtert wirken, als hätte er auf genau dieses Ende gewartet.
Dieser Abschluss für Butcher ist konsequent und erschütternd zugleich. Ein Mann, der sein Leben dem Hass auf Supes gewidmet hat, findet seinen Frieden nicht im Sieg, sondern im Loslassen, getötet von dem Menschen, dem er am nächsten stand.
Dass ausgerechnet Hughie diese Entscheidung treffen muss, schließt einen Bogen, der sich über fünf Staffeln aufgebaut hat. Aus dem überforderten Hinterbliebenen der ersten Folge wird am Ende derjenige, der das letzte Wort hat.
Homelander stirbt durch Butchers Brecheisen
Bevor Butcher selbst fällt, erledigt er das, wofür er jahrelang gelebt hat. Der durch das Virus kraftlose Homelander wird von Butcher mit einem Brecheisen getötet. Kein Laserstrahl, keine übernatürliche Kraft, nur rohe, menschliche Gewalt.
Der Titel 'Blood and Bone' ist dabei kein Zufall: Er ist eine direkte Anspielung auf Homelanders berühmte Rede, die er einst an Butcher gerichtet hat. Das Finale dreht diesen Moment um und macht aus Homelanders Drohung Butchers Triumph.
Der finale Kampf findet im Oval Office statt, dem symbolischen Zentrum amerikanischer Macht. Dass Homelander dort, wo er sich als gottgleicher Herrscher inszeniert hat, durch einen gewöhnlichen Mann mit einem Brecheisen endet, ist die dunkelste Pointe, die 'The Boys' je erzählt hat.
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Kripke bereut nichts, doch The Boys macht ihm in Staffel 5 echte Sorgen
Niemand high-fivt im Writers Room von The Boys. Obwohl Homelanders religiöser Machtanspruch in Staffel 5 die Gegenwart punktgenau trifft, beschreibt Kripke die Stimmung als kollektive Erschöpfung. Dass ein Superhelden-Showrunner die Realität als zu verrückt für Satire empfindet, ist ein Zeichen der Zeit.

Sieben Jahre, ein letztes Mal: The Boys sendet sein Finale
Prime Video verliert am 20. Mai seine brutalste Waffe. Das Serienfinale von The Boys beendet sieben Jahre Superhelden-Satire mit Karl Urban und Jack Quaid in ihren letzten gemeinsamen Szenen. Showrunner Eric Kripke hat das Ende von Anfang an geplant, was das Finale zu einem der wenigen echten Abschlüsse im Streaming-Zeitalter macht.

Gerade reden alle über diesen Gastauftritt in The Boys Staffel 5
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Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.
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