Staffel 6 bis 8: Als Teddy Altman Grey's Anatomy noch prägte
Ausgerechnet die klügste Ärztin wurde zur umstrittensten Figur. Kim Raver gab Teddy Altman in den frühen Staffeln eine Würde, die kaum eine andere Grey's-Figur erreichte. Dass dieselben Autoren sie später so schrieben, überrascht Fans bis heute.
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Glanzzeit in den frühen Staffeln
In den Staffeln 6 bis 8 war Dr. Teddy Altman für viele Fans schlicht unantastbar. Kim Raver verkörperte die Herzchirurgin mit einer Mischung aus Präzision, Wärme und professioneller Autorität, die der Figur eine eigene Würde verlieh.
Besonders ihre Dynamik mit Dr. Cristina Yang, gespielt von Sandra Oh, zählte zu den Highlights dieser Ära. Teddy war Mentorin, Rivalin und Vertraute zugleich, eine Figur mit echtem Gewicht in der Welt des Grey Sloan Memorial Hospital.
Fans erinnern sich noch heute an Sätze wie: 'Drape his face. Don't show her the chart. Give her a verbal history. You put a bronchoscope and a laser in her hand, she's not gonna ask for the guy's name and a family photo.' Solche Momente zeigten eine Frau, die ihren Beruf über alles stellte.
Die Rückkehr und der Absturz
Als Teddy in Staffel 14 nach Grey Sloan zurückkehrte, hatten viele Fans gehofft, an die starken Jahre anzuknüpfen. Stattdessen begann eine Entwicklung, die die Figur in immer neue Krisen stürzte und dabei wenig von ihrer früheren Stärke bewahrte.
Im Staffel-15-Finale gebar Teddy die gemeinsame Tochter mit Dr. Owen Hunt (Kevin McKidd), gespielt von Kevin McKidd, und nannte das Baby Allison, in Erinnerung an ihre verstorbene beste Freundin. Ein emotionaler Moment, der jedoch bald von neuen Verwicklungen überschattet wurde.
Viele Zuschauer zogen ein ernüchterndes Fazit: 'Großartige Figur, erstaunliche Schauspielerin, ahnungslose Autoren.' Das Gefühl, dass das Schreibteam nicht wusste, wohin es die Figur führen wollte, begleitete die späteren Staffeln wie ein roter Faden.
Das dunkle Geheimnis aus der Vergangenheit
Staffel 16 brachte eine der dramatischsten Enthüllungen der gesamten Serie. In der Episode 'Love of My Life' wurde aufgedeckt, dass Teddy vor 20 Jahren eine geheime Liebesbeziehung mit Allison Robin Brown geführt hatte, während Allison gleichzeitig in einer Beziehung mit Teddys Kollegin Claire Williams war.
Diese Storyline, in der Sherri Saum als Allison und Rya Kihlstedt als Claire zu sehen waren, gab der Figur eine neue Tiefe. Sie erklärte Teddys lebenslange emotionale Bindung an den Namen Allison und warf ein neues Licht auf ihre Entscheidungen.
Für viele Fans war es jedoch zu wenig, zu spät. Die Enthüllung kam inmitten einer Phase, in der das Vertrauen in die Autoren bereits erschüttert war, und konnte den Gesamteindruck der Figur nur bedingt retten.
Die Voicemail-Katastrophe mit Owen
Einer der meistdiskutierten Tiefpunkte der Figur ereignete sich, als Dr. Owen Hunt versehentlich eine Voicemail auf Lautsprecher im Operationssaal abspielte, auf der Teddy in einem intimen Moment mit Tom Koracick, gespielt von Greg Germann, zu hören war.
Owen hatte zuvor alles versucht, um die Situation zu retten, doch der Schaden war angerichtet. Die Szene wurde von Fans als Wendepunkt wahrgenommen, nach dem die Beziehung zwischen Teddy und Owen kaum noch zu reparieren war.
Teddys eigene Worte hatten das Ende bereits vorweggenommen: 'I can't leave with you. I'm marrying Owen. This was goodbye.' Dass sie dennoch eine Affäre begann, werteten viele als charakterlichen Bruch, der schwer zu verzeihen war.
Staffel 18 und kein Ende in Sicht
Auch in Staffel 18 blieb Teddy nicht von Kritik verschont. Als Owens Sohn Leo sich entschied, ein Elsa-Kostüm zu tragen, reagierte Teddy mit Unbehagen statt Unterstützung, was Fans und Kritiker gleichermaßen enttäuschte.
Die Szene aus der Episode 'Some Kind of Tomorrow' wurde als weiteres Beispiel dafür gesehen, wie die Autoren die Figur in eine Richtung lenkten, die weder mit ihrer früheren Stärke noch mit einer nachvollziehbaren Entwicklung vereinbar war.
Scott Foley als Henry Burton hatte einst dazu beigetragen, Teddy als verletzliche, aber aufrechte Figur zu etablieren. Was aus dieser Version der Figur geworden ist, beschreiben viele Fans mit einem schlichten Satz: 'Teddy 1.0 ist eine Figur für die Ewigkeit. Teddy 2.0 existiert für mich nicht.'
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Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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