Harry Collett weint bei House of the Dragon Staffel 3 Premiere in New York

Wie viel von Jacaerys Velaryon steckt noch in Staffel 3, wenn er gleich im Auftakt stirbt? Harry Collett war beim New Yorker Premiere-Event dabei, DJte, weinte und sagte, er habe die Folge fünfmal gesehen. Was ihn trotzdem bewegt, könnte erklären, warum die Gullet-Episode bereits jetzt als Serienhistorie gilt.
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DJ-Set und Tränen in New York
Beim sogenannten Dragon Solstice Event auf dem Pier 17 in New York City feierte 'House of the Dragon' am 21. Juni die Premiere von Staffel 3 mit einer Outdoor-Vorführung der ersten Episode. Harry Collett, der Darsteller von Prinz Jacaerys Velaryon, legte dabei gemeinsam mit DJ Marc Kinchen, bekannt als MK, auf. Collett beschreibt Kinchen als engen Freund, der ihm in seiner Musikkarriere geholfen hat.
Nach seinem Set setzte sich Collett in die hinterste Reihe des Publikums, um die Reaktionen der Fans live zu beobachten. 'Es war absolut verrückt. Ich wurde etwas emotional', sagte er gegenüber TV Insider. 'Ich habe die Folge schon fünfmal gesehen, dreimal mit Publikumsreaktionen, und das war das Beste bisher.'
Vor der Filmvorführung startete der Abend mit einer Flusskreuzfahrt auf einem Segelboot mit Targaryen-Segeln. Auf dem Pier warteten ein nachgebauter Eiserner Thron für Fotos, exklusives Serien-Merchandise und weitläufige Liegestühle auf dem Rasen.
Jaces Tod schockt selbst Eingeweihte
Der Staffelauftakt brachte die Seeschlacht am Schlund, die tödlichste Seeschlacht in der Geschichte Westeros aus George R.R. Martins 'Fire & Blood', auf den Bildschirm. Jacaerys kämpft stellvertretend für Rhaenyra (Emma D'Arcy) und befiehlt, sie in ihrem Zimmer einzusperren. Gemeinsam mit seiner Verlobten Baela (Bethany Antonia) zieht er in die Schlacht, wird jedoch vom unkontrollierbaren Drachen Sheepstealer, den Rhaena (Phoebe Campbell) zu zähmen versucht, indirekt in den Tod getrieben.
Jace befreit sich zwar aus seinem Sattel, bevor Vermax versinkt, doch als er aus dem Wasser auftaucht, treffen ihn drei Pfeile. Selbst Tom Glynn-Carney, der Aegon II. spielt und das Drehbuch kennt, war laut Collett erschüttert: 'Er hat die Episode gesehen und gesagt: Es ist schockierend, selbst wenn man die Folge schaut.'
Collett war überrascht, wie das Publikum auf bestimmte Szenen reagierte. Am meisten verblüfften ihn die Jubelrufe, die aufkamen, als Sheepstealer versehentlich Velaryon-Schiffe in Brand setzte. 'Ich glaube, es hat sich in ihren Köpfen noch nicht eingerastet, was da gerade passiert', lachte er.
Colletts Abschiedsworte an Jace
Backstage formulierte Collett einen persönlichen Abschied, der direkt an seine Figur gerichtet war: 'Danke, dass du fünf Jahre lang Teil meines Lebens warst. Es war ein absoluter Traum, dich zu spielen, und was für eine Freude wir hatten. Wir haben auf dieser Serie Freundschaften fürs Leben geschlossen, und die Fans stehen auf deiner Seite.'
Seinen besten Drehtag über alle drei Staffeln hinweg erlebte Collett nach eigenen Angaben an seinem letzten. Matt Smith, Emma D'Arcy und fast alle anderen Darstellerinnen und Darsteller kamen extra ans Set, obwohl viele in anderen Studios drehten. 'Es war wie ein letztes Geleit, und das war so ein wunderschöner Moment', erinnerte er sich.
Für Collett war es der erste Mal, dass er die Todesszene seiner Figur mit einem so großen Publikum erlebt hat. 'Das wird nie alt', sagte er schlicht.
Staffel 3 verspricht weiteres Chaos
Trotz des frühen Todes seiner Figur gibt Collett Entwarnung für den weiteren Verlauf der Staffel. Jaces Tod sei kein Tiefpunkt, sondern ein Auslöser: 'Es öffnet die Schleusen des Chaos. Die Fans werden nicht enttäuscht sein. Es geht von hier aus nur noch aufwärts.'
Die kommenden Episoden bauen also auf dem brutalen Auftakt auf, den Regisseur und Autorenteam mit der Seeschlacht am Schlund gesetzt haben. Was mit Rhaenyra, Baela und den übrigen Targaryen-Fraktionen geschieht, bleibt Colletts Worten nach genauso unerbittlich.
Ob Collett in Rückblenden oder anderen Erzählformen noch einmal zu sehen sein wird, ließ er offen. Sein Auftritt als DJ beim Premiere-Event dürfte für viele Fans jedenfalls eine unerwartete letzte Begegnung mit dem Darsteller des gefallenen Prinzen gewesen sein.
Musik als persönliches Dankeschön
Für Collett hatte der DJ-Auftritt eine persönliche Bedeutung. Er nutzte die Bühne, um seinem Freund und Mentor Marc Kinchen öffentlich Danke zu sagen: 'Ich habe ihn ein paar Songs später eingeführt. Er hat mir in meiner Musikkarriere geholfen, also wollte ich mich bedanken. Und er ist ein großer Fan der Serie, also habe ich ihn mitgenommen.'
Beim Set selbst passte Collett seinen Stil dem Anlass an. Normalerweise bevorzuge er zuhause härtere Klänge, für den Abend wählte er jedoch bewusst zugänglichere, mitsingbare Tracks. 'Ich finde das ganze Konzept ziemlich komisch, dass ich die Leute aufheize und dann natürlich so eine wirkungsvolle Episode folgt', sagte er lachend.
Was er vom Blick in die tanzende Menge mitnimmt, fasste Collett knapp zusammen: Menschen, die Freude haben, ohne sich darum zu scheren, was andere denken. 'Das hat mein Jahr gemacht, ehrlich gesagt.'
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Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
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