Gestrichen, verschoben, jetzt geliefert: House of the Dragon holt die Seeschlacht nach

·22.06.2026, 04:01 Uhr·4 Min
Gestrichen, verschoben, jetzt geliefert: House of the Dragon holt die Seeschlacht nach
Bild: HBO · TMDB

Budget gestrichen, Seeschlacht gestrichen: jetzt kommt sie trotzdem. Showrunner Ryan Condal musste die Schlacht am Schlund aus Staffel 2 herausschneiden, in Staffel 3 eröffnet sie nun die erste Episode. Was damals als Sparverzicht galt, entpuppt sich als einer der härtesten Momente der gesamten Serie.

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Jaces Tod in der Seeschlacht

Die Staffel-3-Premiere von House of the Dragon beginnt dort, wo Staffel 2 aufgehört hat: mitten im Krieg zwischen den Blacks und den Greens. In der sogenannten Schlacht am Schlund wird Jace Velaryon, gespielt von Harry Collett, zusammen mit seinem Drachen Vermax getötet. Ein Ballistageschoss trifft Vermax und reißt Jace ins Wasser. Er befreit sich zwar von seinem Reittier und taucht auf, wird dann aber von drei Pfeilen eines feindlichen Schiffes durchbohrt.

Rhaenyra Targaryen, verkörpert von Emma D'Arcy, verliert damit ihren ältesten Sohn. Zuvor hatte sie bereits ihren jüngsten Sohn Lucerys im Staffel-1-Finale verloren. Mit Jace stirbt nun der Erbe, auf den sie im Krieg gegen König Aegon II. (Tom Glynn-Carney) und seine Mutter Alicent Hightower (Olivia Cooke) gesetzt hatte.

Die Seeschlacht ist eine der aufwendigsten Sequenzen der gesamten Serie. Showrunner Ryan Condal hatte sie ursprünglich für Staffel 2 geplant, musste sie jedoch aus Budgetgründen streichen. In Staffel 3 setzt das Team nun alles auf eine Karte und liefert die volle Wucht dieser Szene.

Collett über die schwierigste Szene

Harry Collett beschreibt die Wassersterbeszene als eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die er als Schauspieler je bewältigt hat. 'Es war wirklich schwer, tot zu spielen, es ist tatsächlich eines der schwierigsten Dinge, die ich je in meinem Leben gespielt habe', sagt er.

Das Problem lag im Detail: 'Es hat wirklich Spaß gemacht, war aber auch sehr herausfordernd, die Augen im Wasser offen zu halten und gleichzeitig über Wasser zu bleiben, ohne Wasser in die Nase zu bekommen. Sonst hätte ich husten müssen, und offensichtlich bin ich nicht tot, wenn ich huste.' Die Szene erforderte also nicht nur körperliche Ausdauer, sondern absolute Kontrolle über jeden Reflex.

Trotz dieser Schwierigkeiten zeigt sich Collett dankbar für den Abgang. Dass die Szene in Staffel 3 und nicht schon früher kam, empfindet er als Geschenk.

Collett kannte sein Schicksal früh

Harry Collett wusste bereits seit Staffel 1, dass seine Zeit in der Serie begrenzt ist. Ihm wurde damals mitgeteilt, dass seine Rolle nur für zwei Staffeln geplant sei. 'Ich kannte mein Schicksal bereits und nahm die Tage, wie sie kamen, genoss mich und war einfach dankbar, überhaupt in dieser Serie zu sein', erklärt er.

Als er das Drehbuch zu Staffel 2 las, rechnete er damit, den Anruf von Showrunner Ryan Condal zu erhalten, in dem dieser ihm sein Ende mitteilen würde. Dieser Anruf blieb aus. 'Normalerweise ruft Ryan an, um dir zu sagen, was in dieser Staffel passieren wird. Ich bekam keinen Anruf und dachte mir: Wartet er bis zur Skriptlektüre? Aber nein, es wurde in Staffel 2 übersprungen, wofür ich sehr dankbar bin.'

Collett freut sich, dass sein Abgang nun der erste große Moment ist, den das Publikum in Staffel 3 zu sehen bekommt. Als Auftakt einer neuen Staffel hat der Tod von Jace ein anderes Gewicht als als Staffel-2-Finale.

Das Kräftegleichgewicht nach Jaces Tod

Mit Jace verliert Rhaenyra nicht nur einen Sohn, sondern auch einen ihrer wichtigsten Drachen und einen erfahrenen Kämpfer. Ihre verbliebenen Söhne Joffrey, Aegon III. und Viserys II. sind noch zu jung, um in den Krieg einzugreifen.

Gleichzeitig gewinnt die Schwarze Seite in anderen Bereichen an Boden. Corlys Velaryon (Steve Toussaint) und sein Bastard-Sohn Addam of Hull (Abubakar Salim) bekämpfen die Triarchie, eine Piratenallianz unter Sharako Lohar (Abigail Thorn), die den Greens die Treue geschworen hat. Addam rettet seinem Vater das Leben und tötet Lohar im Nahkampf.

Auf dem Eisernen Thron sitzt derweil Aemond (Ewan Mitchell), nachdem Aegon II. mit Larys Strong geflohen ist. Rhaenyras Weg nach Königsmund ist damit theoretisch frei, doch ihre geschwächte Flotte macht einen Angriff riskanter denn je.

Staffel 3 setzt auf Spektakel

Die Entscheidung, die Schlacht am Schlund als Eröffnungssequenz von Staffel 3 zu platzieren, ist ein klares Signal: House of the Dragon will nach der vergleichsweise ruhigeren zweiten Staffel zurück zur großen Erzählung. Regisseur Loni Peristere inszenierte die Premiere und ließ dabei keine Kosten scheuen.

Neben den Hauptfiguren rücken in dieser Staffel auch Charaktere wie Baela (Bethany Antonia) und Rhaena (Phoebe Campbell) stärker in den Vordergrund. Rhaena hat sich mit dem wilden Drachen Sheepstealer verbunden, kann ihn aber kaum kontrollieren, was in der Seeschlacht fast zur Katastrophe führt.

Daemon (Matt Smith) führt die Armee der Blacks an, während Alicent Hightower (Olivia Cooke) im Hintergrund die Fäden zieht. Die neue Staffel verspricht, die Spannungen aller Figuren auf ein neues Niveau zu treiben.

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Quelle: HBOZuletzt aktualisiert: 22.06.2026, 04:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Julia Fischer
Autor
Julia Fischer
Sci-Fi & FantasyMysteryComedy-Serien

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.

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