Fünf Staffeln lang dabei: Chace Crawford verlässt The Boys mit gemischten Gefühlen

The Deep ist tot, und Chace Crawford ist raus aus The Boys. Im Finale von Staffel 5 töten Meerestiere den aquatischen Supe, nachdem Starlight ihn ins Meer schleudert. Für Fans bedeutet das: Eine der polarisierendsten Figuren der Serie ist endgültig Geschichte.
Artikel-Inhalt
So stirbt The Deep im Finale
Im Serienfinale von The Boys, Staffel 5 Episode 8 mit dem Titel 'Blood and Bone', endet die Geschichte von The Deep auf brutalste Weise. Starlight, gespielt von Erin Moriarty, schleudert ihn ins Meer. Dort warten keine Verbündeten, sondern wütende Meerestiere, die ihn angreifen und töten.
Der Hintergrund: The Deep trägt Mitschuld an einem verheerenden Unterwasser-Pipeline-Leck, das die Meeresbewohner direkt trifft. Die Ironie ist kaum zu übersehen. Der einzige Supe der Gruppe The Seven, der mit Meereslebewesen kommunizieren kann, wird von eben diesen Tieren in den Tod gerissen.
Für Zuschauer, die The Deeps Vergehen über fünf Staffeln verfolgt haben, darunter wiederholte sexuelle Übergriffe, narzisstische Selbstbezogenheit und blinde Gefolgschaft gegenüber Homelander (Antony Starr) (Antony Starr), wirkte das Ende wie eine längst überfällige Abrechnung.
Crawford: 'Verdient und trotzdem schockierend'
Chace Crawford selbst sieht das Ende seines Charakters mit einer Mischung aus Erleichterung und Belustigung. Gegenüber Entertainment Tonight sagte er: 'Es ist absolut verdient. Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass ich es bis zur letzten Episode geschafft habe.'
Crawford ergänzte, dass Showrunner Eric Kripke ihn bereits vor Staffel 5 auf das mögliche Ende vorbereitet hatte. Kripke habe ihm erklärt, The Deep könnte es bis ans Ende von Episode 7 oder den Beginn von Episode 8 schaffen. Crawfords Reaktion: 'Ich bat ihn nur darum, mich wenigstens bis zum Ende zu lassen.'
Die Tatsache, dass er tatsächlich bis zum Finale dabei war, empfindet Crawford als kleinen persönlichen Sieg, auch wenn der Charakter selbst keinen Triumph erlebt.
Die Ironie eines perfekten Todes
Was Crawford an dem Ende besonders trifft, ist die dramaturgische Pointe. 'Die Idee, dass er aus dem Ozean verbannt wird, dem einzigen Ort, an dem er ein soziales Leben mit den Meerestieren führen kann, und dann von ihnen ermordet zu werden, war episch', sagte er. Auf Englisch fügte er hinzu, es sei schlicht 'verdammt nochmal zum Lachen'.
The Deep verliert also nicht nur sein Leben, sondern auch den letzten Rückzugsort, den er je hatte. Seine Beziehung zu den Meerestieren war über die Staffeln hinweg eine der wenigen echten emotionalen Verbindungen der Figur. Dass genau diese Verbindung ihn am Ende tötet, gibt dem Abgang eine fast tragische Note.
Crawford betont dennoch, dass er die Szene mit viel Spaß gespielt habe. Der Tod von The Deep sei kein trauriger Abschluss, sondern ein komödiantischer Höhepunkt in einer Serie, die stets die Grenze zwischen Satire und Horror ausgelotet hat.
Spin-off-Idee bleibt unerfüllt
Mit dem Tod von The Deep endet auch jede realistische Chance auf eine Fortsetzung der Figur. Crawford hatte bereits in einem Auftritt beim Podcast 'Armchair Expert' eine eigene Idee für ein Spin-off skizziert: The Deep als gescheiterten Schauspieler, der B-Movies dreht, irgendwo zwischen 'Tropic Thunder' und der HBO-Serie 'Barry'.
Crawford beschrieb das Konzept so: 'Was wäre, wenn er ein schlechter Schauspieler ist und rausgeworfen wird, ein D-Promi. Man sieht ihn bei Dreharbeiten zu einem miesen Film. Er muss nicht vollständig rehabilitiert werden, aber eine halbstündige Komödie wäre witzig.' Die Idee klingt nach einer Serie, die gut zu Crawfords komödiantischen Stärken gepasst hätte.
Der Tod im Finale macht dieses Konzept jedoch gegenstandslos. Crawford scheint seinen Abschied vom 'The Boys'-Universum akzeptiert zu haben, auch wenn die Spin-off-Fantasie reizvoll geblieben wäre.
Fünf Staffeln als unvergesslicher Bösewicht
The Deep gehörte von Beginn an zu den faszinierendsten Figuren von 'The Boys', verfügbar auf Prime Video. Der Charakter vereinte Lächerlichkeit und Bedrohlichkeit auf eine Weise, die Crawford über fünf Staffeln mit bemerkenswerter Konsequenz spielte.
Neben Antony Starr als Homelander war The Deep einer der wenigen Charaktere, bei denen Zuschauer nie sicher sein konnten, ob sie lachen oder erschaudern sollten. Diese Ambivalenz machte ihn zu einem Publikumsliebling trotz, oder vielleicht gerade wegen, seiner zahlreichen moralischen Tiefpunkte.
Crawford selbst hat die Figur nie verharmlost. Sein Kommentar, The Deep sei 'nicht zu retten', zeigt, dass er die Grenzen des Charakters klar gesehen hat. Das Finale gibt ihm nun einen Abgang, der diese Einschätzung bestätigt.
Mehr zu „The Boys"

Darick Robertson verlässt The Boys und startet sein nächstes Superhelden-Universum
Wie weit Crestar and the Knight Stallion wirklich kommt, ist noch offen. Robertson steigt als Co-Produzent und Autor ein, Exxodus Pictures plant Graphic Novels und eine Live-Action-Serie, doch konkrete Sendetermine fehlen. Für Zuschauer, die wissen wollen, was nach The Boys kommt, ist das Franchise zumindest der erste greifbare Hinweis.

Jetzt kann man das The Boys-Finale selbst lesen, und es lohnt sich
Ein Serienfinale, geschrieben ohne seinen eigentlichen Autor. Kripkes Haus brannte während der Arbeit am wichtigsten Skript der Serie ab, weshalb Neira und Reed die Federführung übernahmen. Das fertige Drehbuch trägt trotzdem Kripkes Handschrift, weil er rechtzeitig zurückkehrte.

Neuer Deal, zwei Großprojekte: Claudia Doumit startet nach The Boys richtig durch
Claudia Doumit hat jetzt vier Vertretungen gleichzeitig. Die Schauspielerin, bekannt als kopfexplodierende Supe-Politikerin Victoria Neuman aus The Boys, hat zusätzlich die Agentur Verve unter Vertrag genommen. Mit zwei Großprojekten in der Pipeline ist der Schritt ein klares Signal für eine Karriere im Aufwind.
Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
Alle Artikel von SarahSarah hat 3 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.