Fans quittieren das The Boys Finale mit schlechten Wertungen

59 Prozent auf Rotten Tomatoes für das Finale einer Kultserie. The Boys Staffel 5 beendete mit dem Tod von Homelander und einem letzten Duell zwischen Butcher und Hughie sieben Jahre Seriengeschichte auf Prime Video. Dass ausgerechnet das lang ersehnte Finale die Fans so spaltet, war kaum vorherzusehen.
Artikel-Inhalt
Vom Hoch zum Tief in Wochen
The Boys Staffel 5 startete auf Rotten Tomatoes mit einem Publikumsscore von 85 Prozent, getragen von der Begeisterung rund um die Premierenfolgen. Doch im Verlauf der Staffel fiel die Bewertung kontinuierlich ab und landete am Ende bei 59 Prozent.
Damit ist Staffel 5 zwar nicht die am schlechtesten bewertete Staffel der Serie, denn diesen zweifelhaften Titel hält Staffel 4 mit 54 Prozent. Trotzdem markiert der Einbruch eine deutliche Ernüchterung nach einem vielversprechenden Beginn.
Der Abfall zeigt, wie gespalten das Publikum auf die Entscheidungen der Macher reagierte, besonders was die Gewichtung der einzelnen Handlungsstränge im Finale betrifft.
Homelander fällt, Butcher und Hughie enden
Das Finale von The Boys brachte nach sieben Staffeln und 40 Folgen den lang erwarteten Showdown: Homelander (Antony Starr), verkörpert von Antony Starr, wird besiegt, und Billy Butcher (Karl Urban) sowie Hughie (Jack Quaid) Campbell, gespielt von Karl Urban und Jack Quaid, stehen sich ein letztes Mal gegenüber.
Einer der schockierendsten Momente des Finales war Homelanders brutale Ermordung von A-Train, die viele Zuschauer unvorbereitet traf. Die Szene zählt zu den emotional aufwühlendsten des gesamten Serienabschlusses.
Trotz dieser starken Einzelmomente und überzeugender Leistungen von Karl Urban und Antony Starr reichte das Gesamtpaket für einen Großteil des Publikums nicht aus, um vollständige Zufriedenheit zu erzeugen.
Kritik am Spinoff-Fokus im Finale
Ein zentraler Kritikpunkt vieler Zuschauer: Das Finale nutzte wertvolle Erzählzeit, um das kommende Spinoff Vought Rising vorzubereiten, anstatt die Hauptfiguren der Serie angemessen zu verabschieden. Billy Butcher, Hughie Campbell und die anderen Kerncharaktere rückten dadurch in den Hintergrund.
Fans, die jahrelang den Abenteuern von Butcher und Hughie gefolgt waren, empfanden es als Verrat, dass ihr Abschluss zugunsten von Werbung für ein neues Projekt geopfert wurde. Diese Kritik zog sich durch zahlreiche Reaktionen nach dem Finale.
Das Spinoff Vought Rising scheint damit einen schwierigen Start zu haben, da es bereits vor seiner Ausstrahlung mit negativen Assoziationen belastet ist, die aus der Unzufriedenheit mit dem Hauptserien-Finale stammen.
Gen V spielte letztlich kaum eine Rolle
Auch das Schicksal von Gen V, dem Jugend-Spinoff zu The Boys, sorgte für Gesprächsstoff. Zeitweise schien das Spinoff entscheidend für Homelanders Niederlage zu sein, doch im finalen Verlauf der Geschichte spielte es kaum noch eine Rolle.
Für Zuschauer, die Gen V verfolgt hatten und auf eine bedeutungsvolle Verknüpfung gehofft hatten, war das eine weitere Enttäuschung. Die erzählerische Relevanz des Spinoffs wurde im Abschluss weitgehend zurückgefahren.
Diese Entscheidung verstärkte das Gefühl, dass das kreative Team des Finales Prioritäten setzte, die nicht mit den Erwartungen des Publikums übereinstimmten.
Starke Momente trotz Kritik
Trotz des Wertungseinbruchs war Staffel 5 nicht ohne Qualitäten. Karl Urban lieferte als Billy Butcher eine seiner eindringlichsten Darstellungen der gesamten Serie ab, und Antony Starr spielte Homelander bis zur letzten Szene mit beängstigender Intensität.
Besonders die Ermordung von A-Train durch Homelander wurde als schauspielerisch und inszenatorisch starker Moment hervorgehoben, der die Brutalität und Skrupellosigkeit des Hauptschurken noch einmal auf den Punkt brachte.
The Boys bleibt damit eine Serie, die in ihrer Gesamtheit als wichtiges Kapitel der Streaming-Ära gilt, auch wenn ihr Abschluss das Publikum gespalten zurückließ.
Mehr zu „The Boys"

Jetzt kann man das The Boys-Finale selbst lesen, und es lohnt sich
Ein Serienfinale, geschrieben ohne seinen eigentlichen Autor. Kripkes Haus brannte während der Arbeit am wichtigsten Skript der Serie ab, weshalb Neira und Reed die Federführung übernahmen. Das fertige Drehbuch trägt trotzdem Kripkes Handschrift, weil er rechtzeitig zurückkehrte.

Neuer Deal, zwei Großprojekte: Claudia Doumit startet nach The Boys richtig durch
Claudia Doumit hat jetzt vier Vertretungen gleichzeitig. Die Schauspielerin, bekannt als kopfexplodierende Supe-Politikerin Victoria Neuman aus The Boys, hat zusätzlich die Agentur Verve unter Vertrag genommen. Mit zwei Großprojekten in der Pipeline ist der Schritt ein klares Signal für eine Karriere im Aufwind.

Eric Kripke bereut das The Boys-Finale nicht, egal was Fans sagen
Kripke liest jeden Hate-Kommentar zum The Boys-Finale, und bereut trotzdem nichts. Der Serienschöpfer gibt gegenüber TVLine zu, die Online-Reaktionen genau zu verfolgen. Dass jemand so tief im Shitstorm sitzt und dennoch keinerlei Kurs ändert, ist selten.
Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von LauraLaura hat 3 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.