Erst abgelehnt, jetzt Triumph: Netflix feiert BEEF-Erfolg
Aus der Miniserie wird ein Anthologie-Hit. Nach Steven Yeuns und Ali Wongs Emmy-Triumph 2023 übernehmen Oscar Isaac und Carey Mulligan die zweite Staffel. Netflix wiederholt damit das White Lotus-Erfolgsrezept mit komplett neuem Ensemble.
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Vom Geheimtipp zum Emmy-Gewinner
Beef debütierte 2023 auf Netflix und entwickelte sich sofort zu einem kritischen Erfolg. Die erste Staffel mit Steven Yeun und Ali Wong erreichte auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes einen nahezu perfekten Wert von 98 Prozent. Beide Hauptdarsteller wurden bei den Emmy Awards mit Schauspielpreisen ausgezeichnet, während die Serie selbst sowohl bei den Golden Globes als auch bei den Emmys in der Kategorie Limited Series triumphierte.
Geschaffen wurde die Serie von Lee Sung Jin, der damit einen bemerkenswerten Coup landete. Netflix hatte zuvor bekanntlich Taylor Sheridans Yellowstone abgelehnt, mit Beef gelang dem Streaming-Dienst jedoch ein eigener Prestigeerfolg. Die Serie wird von Jake Schreier inszeniert, der als Regisseur von Thunderbolts* bekannt ist und bei beiden Staffeln mehrere Episoden übernahm.
Anthologie-Format wie The White Lotus
Ähnlich wie The White Lotus, das ursprünglich als Miniserie konzipiert war, entwickelte sich auch Beef zu einer Anthologie-Serie. Jede Staffel erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte mit neuem Cast und neuer Thematik. Die zweite Staffel verzichtet vollständig auf die Besetzung der Debütstaffel und setzt stattdessen auf Oscar Isaac, Carey Mulligan, Cailee Spaeny und Charles Melton als Hauptdarsteller.
Die neue Staffel wird von einem Oscar-prämierten Team unterstützt. Finneas O'Connell, der für seine Arbeit mit Billie Eilish bekannt ist, komponierte die Originalmusik. Die Kamera führte James Laxton, der für seine Arbeit am Oscar-Film Moonlight eine Nominierung erhielt.
Ambitioniert aber überladen
Die zweite Staffel hält auf Rotten Tomatoes aktuell eine Bewertung von 88 Prozent und trägt das Prädikat Certified Fresh. Trotz der positiven Resonanz vermerken Kritiker, dass die neue Staffel an Überladeung leidet. Von der wachsenden sozioökonomischen Kluft über unmögliche Schönheitsstandards bis hin zu Diskussionen über Rasse und Identität versucht die Serie zu viel in acht Episoden zu packen.
Das Ergebnis ist eine ambitionierte, aber aufgeblähte zweite Staffel, die nicht ganz an die Perfektion der ersten heranreicht. Dennoch bleibt Beef eine der gefeiertsten Serien auf Netflix und beweist, dass das Anthologie-Format auch jenseits von The White Lotus funktioniert.
Sofortiger Erfolg in den Charts
Beef verpasste bei der Rückkehr keinen Schritt und sprang nach dem Debüt der zweiten Staffel sofort in die Top 10 der inländischen Zuschauer-Charts von Netflix. Die Serie beweist damit, dass sie auch ohne die Emmy-Gewinner Steven Yeun und Ali Wong ein Publikumsmagnet bleibt. Das neue Ensemble um Oscar Isaac und Carey Mulligan zieht offenbar genauso viele Zuschauer an wie die Originalbesetzung.
Der unmittelbare Chart-Erfolg unterstreicht die Stärke der Marke Beef und zeigt, dass Netflix mit der Serie einen langfristigen Hit geschaffen hat. Die Anthologie-Struktur ermöglicht es, jede Staffel frisch zu halten und neue Geschichten zu erzählen, ohne an vorherige Handlungsstränge gebunden zu sein.
Hochkarätige Besetzung und Produktion
Die zweite Staffel von Beef setzt auf ein Star-Ensemble, das dem der ersten Staffel in nichts nachsteht. Oscar Isaac und Carey Mulligan, beide mehrfach Oscar-nominiert, übernehmen die Hauptrollen. Sie werden von Cailee Spaeny, die kürzlich für ihre Rolle in Priscilla gefeiert wurde, und Charles Melton unterstützt, der durch seine Arbeit in May December Anerkennung fand.
Die Produktionswerte der Serie bleiben auf höchstem Niveau. Mit Regisseur Jake Schreier, Komponist Finneas O'Connell und Kameramann James Laxton vereint die Serie Oscar-Gewinner und Oscar-Nominierte hinter der Kamera. Diese Kombination aus erstklassigem Cast und technischer Exzellenz macht Beef zu einer der ambitioniertesten Produktionen auf Netflix.
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Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.
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