Beruht Clickbait auf einer wahren Geschichte?
"Clickbait" ist eine Mystery-Drama-Miniserie, die sich mit den dunklen Impulsen befasst die das Internet in den unerwartetsten Menschen hervorbringt.
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Die Geschichte dreht sich um eine düstere Entführung, die umso erschreckender ist, als das Leben des Opfers davon abhängt, ob ein Video von ihm viral geht oder nicht.
Die Anonymität sozialer Websites sorgt für ein komplexes Geflecht, in dem man sich nie sicher sein kann, wer die Person ist, mit der man interagiert, und die Serie liefert eine brisante Enthüllung nach der anderen und lässt die Zuschauer über die wahren Motive hinter dem Verbrechen rätseln.
Identitätsdiebstahl ist ein weithin bekanntes Phänomen im digitalen Zeitalter, aber könnte etwas so Bizarres wie das, was wir in „Clickbait“ sehen, tatsächlich passiert sein? Lasst es uns herausfinden.
Basiert Clickbait auf einer wahren Geschichte?
Nein, „Clickbait“ basiert nicht auf einer wahren Geschichte. Die Serie wird von Tony Ayres und Christian White mitgestaltet, die beide das Drehbuch der Serie nach einer Idee geschrieben haben, die anscheinend von Ersterem stammt.
White ist ein australischer Autor und Drehbuchautor, der auch als Co-Autor des Films „Relic“ bekannt ist. Ayres, der auf eine beeindruckende Liste von Projekten verweisen kann, an denen er als Autor mitgewirkt hat, beschrieb „Clickbait“ als ein leidenschaftliches Projekt, von dem er hofft, dass es weitreichende Auswirkungen haben wird.
In Anbetracht des Themas der Show (wie sich unser heutiges Zeitalter der Online-Persönlichkeiten auf uns als Individuen und als Gesellschaft auswirkt), scheint sein Ziel sicherlich sehr passend zu sein.
Sein ursprüngliches Konzept bestand darin, eine Show zu machen, in der er dem Publikum verschiedene Perspektiven desselben Verbrechens durch die Sichtweisen verschiedener Charaktere vermittelt.
In seiner vor vielen Jahren produzierten Sendung „The Slap“ verwendete er eine ähnliche Erzähltechnik. Mit „Clickbait“ wollte Ayers sehen, was passiert, wenn er den Einsatz erhöht und das zentrale Rätsel zu einem explosiven, durch das Internet verbreiteten Verbrechen macht.
Die verschiedenen Perspektiven machen das zentrale Verbrechen noch spannender, das sich laut Ayres von einem „Whodunnit“ zu einer tieferen Studie darüber entwickelt, warum das Verbrechen überhaupt begangen wird.
Um dem zentralen Verbrechen (oder der Verschwörung) einen Hauch von Authentizität zu verleihen, haben die Autoren der Serie angeblich umfangreiche Recherchen zu zwei realen Verbrechen angestellt.
Eines davon scheint das Thema des Dokumentarfilms „Catfish“ aus dem Jahr 2010 zu sein, in dem sich die Hauptfigur auf eine romantische Online-Beziehung mit einer Frau einlässt, die er im echten Leben nie getroffen hat.
Die Beziehungen zwischen realen und virtuellen Persönlichkeiten sind das zentrale Thema von Clickbait“, denn die Serie versucht, daran zu erinnern, dass Online-Interaktionen, die scheinbar unter dem Schleier der Anonymität stattfinden, erhebliche Auswirkungen auf das reale Leben haben.
Laut Ayres dient die Serie als Warnung, dass im Internet nichts wirklich anonym ist und alles irgendwann zurückverfolgt werden kann.
Die andere übergreifende Botschaft der Serie, die auch in „Catfish“ eine zentrale Rolle spielt, ist die Frage, wie wir überprüfen können, ob eine Person, mit der wir online kommunizieren, tatsächlich die ist, die sie vorgibt zu sein.
Ayres erläuterte, wie das Internet eine völlig neue Art von Kriminellen hervorgebracht hat: eine Art, die menschliche Auslöser sehr gut versteht und sie für eine Vielzahl von Gründen ausnutzen kann.
Im Laufe der Zeit ist auch klar geworden, dass Social-Media-Plattformen sich ebenfalls stark auf Strategien stützen, die die Nutzer an ihre Telefone fesseln und dann die Aufmerksamkeit, die ihre Apps und Plattformen erhalten, zu Geld machen.
In seiner Serie hat Ayers das Bewusstsein für dieses Problem und seine Auswirkungen durch eine Metaerzählung über die Produktion und den Konsum von Verbrechen als Form der Unterhaltung auf eine höhere Ebene gehoben.
Das zentrale Rätsel der Show beginnt mit einem Online-Video des Opfers, das Plakate hält, auf denen unter anderem steht: „Bei 5 Millionen Aufrufen sterbe ich“.
Das beängstigende Dilemma besteht darin, dass die Internetnutzer nicht anders können, als sich das Video anzusehen, obwohl möglicherweise das Leben einer Person auf dem Spiel steht, und es so überraschend schnell seinem ominösen Ziel näher bringt.
Vielleicht ist die Sendung auf einer höheren Ebene auch ein Kommentar dazu, wie wir als Zuschauer nicht anders können, als Serien zu schauen, die sich um solche Verbrechen drehen.
Natürlich ist das in „Clickbait“ zu sehende Verbrechen fiktiv, aber Ayers scheint uns damit die Frage stellen zu wollen ob wir, wenn es wahr wäre, in der Lage wären uns davon abzuhalten den Videoclip anzusehen. Dadurch fühlen sich die Sendung und ihre Botschaft unheilvoll wahr an.
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Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
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