Abgesetzt, aber nicht vergessen: Gen V taucht im The-Boys-Finale auf
Abgesetzt, aber trotzdem nicht fertig erzählt: Das ist der Widerspruch im The-Boys-Finale. Eric Kripke schickt die Gen-V-Charaktere in den letzten Episoden ab, ohne ihre Storylines aufzulösen. Für Fans bedeutet das: Das Ende der Spin-off-Serie war kein echtes Ende.
Artikel-Inhalt
Offene Enden statt Abschluss für Gen V
Eric Kripke macht kein Geheimnis daraus, dass das Finale von The Boys keine Auflösung für die Gen-V-Figuren bietet. Die Charaktere tauchen zwar in den letzten Episoden der Serie auf, doch ihre Handlungsstränge werden bewusst nicht zu Ende geführt. Kripke betont, das sei eine ganz gezielte Entscheidung gewesen.
Konkret heißt das: Die Gen-V-Figuren ziehen weiter und haben noch viele Abenteuer vor sich. Kripke formulierte es so: 'Ich hoffe, das ist nicht das letzte Mal, dass ihr sie seht, denn wir beenden ihre Geschichte in The Boys nicht.' Die Tür für weitere Erzählungen soll damit ausdrücklich offenbleiben.
Für Fans, die sich nach dem Serienfinale von The Boys einen vollständigen Abschluss für die Gen-V-Figuren erhofft hatten, ist das eine klare Botschaft: Geduld ist gefragt. Die Produzenten planen bereits, wie diese Charaktere zurückgebracht werden könnten.
Kripke kämpfte gegen die Absetzung
Gen V wurde nach zwei Staffeln abgesetzt, doch Kripke stellt klar, dass er alles dafür getan hat, die Serie zu retten. Er und die anderen Produzenten haben intensiv dafür gekämpft, die Produktion weiterzuführen. 'Manchmal laufen diese Dinge nicht so, wie man es sich wünscht', sagte Kripke, 'aber ich habe wirklich hart gekämpft, um die Absetzung zu verhindern.'
Kripke betonte außerdem ausdrücklich, dass die Entscheidung zur Absetzung nicht bei ihm lag: 'Ich war nicht derjenige, der die Serie abgesetzt hat. Ich habe wirklich hart darum gekämpft, die Absetzung zu stoppen.' Damit positioniert er sich klar auf der Seite der Fans, die über das Ende von Gen V enttäuscht waren.
Trotz der Absetzung geben die Produzenten die Hoffnung nicht auf. Aktuell werden bereits Ideen entwickelt, wie die Charaktere aus Gen V in einer möglichen neuen Form zurückkehren könnten. Kripke: 'Wir fangen an, Ideen zu sammeln und zu schauen, wie wir diese Charaktere zurückbringen können.'
Jaz Sinclairs Charakter braucht Training
Eine der zentralen Figuren aus Gen V ist Marie Moreau, gespielt von Jaz Sinclair. Ihr Charakter verfügt über enorme Kräfte, ist aber noch weit davon entfernt, diese kontrolliert einzusetzen. Kripke erklärt, warum Marie im Finale von The Boys nicht einfach gegen Homelander (Antony Starr) antritt: 'Sie ist ein 19-jähriges Kind! Sie hat keine Ahnung, wie sie ihre Kräfte verantwortungsvoll und kontrolliert einsetzen soll.'
Kripke verweist auf eine klassische Heldenreise, die Marie noch vor sich hat. Eine mögliche weitere Staffel von Gen V wäre seiner Vorstellung nach ihre Trainings-Saison, in der sie lernt, den nächsten Schritt zu gehen. Die bloße Tatsache, mächtig zu sein, bedeute eben nicht, automatisch für jeden Konflikt bereit zu sein.
Diese Begründung nimmt auch die Kritik aus der Online-Community auf, die sich fragt, warum Marie nicht längst gegen Homelander vorgeht. Kripke sieht darin kein Versäumnis des Drehbuchs, sondern einen bewusst angelegten Entwicklungsbogen: 'Was nützen all diese Kräfte, wenn man sie nicht kontrollieren kann?'
The Boys Finale ab 20. Mai auf Prime Video
Das lang erwartete Serienfinale von The Boys ist ab dem 20. Mai 2026 auf Prime Video abrufbar. Die fünfte und letzte Staffel bringt die Geschichte rund um Erin Moriarty als Annie (Erin Moriarty) January und den Rest der Truppe zu einem Abschluss. Gleichzeitig hält sie, was die Gen-V-Figuren betrifft, bewusst Raum für Zukünftiges offen.
Einige Charaktere aus Gen V sind in den letzten Episoden von The Boys präsent und spielen eine Rolle im großen Finale. Ihre Handlungsstränge werden dabei jedoch nicht vollständig aufgelöst. Das ist kein Versehen, sondern Programm: Die Produzenten wollen die Möglichkeit behalten, mit diesen Figuren weiterzuarbeiten.
Prime Video bietet das Finale sowohl im regulären Abo als auch in einer Version mit Werbung an. Für Fans in Deutschland ist die Serie damit auf Amazon Prime Video zugänglich.
Hoffnung auf Rückkehr der Figuren
Trotz der Absetzung von Gen V nach zwei Staffeln ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Kripke und sein Produktionsteam arbeiten bereits daran, Konzepte zu entwickeln, wie die beliebten Charaktere in irgendeiner Form zurückkehren könnten. 'Es gibt mehr Geschichte, die wir erzählen wollen', sagte Kripke unmissverständlich.
Ob das eine neue Staffel von Gen V, ein anderes Spin-off oder eine andere Erzählform bedeutet, ist noch offen. Klar ist: Die Produzenten betrachten die Geschichten dieser Figuren nicht als abgeschlossen. Jaz Sinclair als Marie Moreau steht dabei besonders im Fokus, da ihr Charakter noch den größten Entwicklungsbogen vor sich hat.
Für Fans von Gen V ist das Serienfinale von The Boys damit kein Abschied, sondern allenfalls eine Pause. Kripke selbst gibt sich optimistisch: 'Ich bin hoffnungsvoll, dass das nicht das letzte Mal ist, dass ihr sie seht.'
Mehr zu „The Boys"

Homelander übernimmt das Weiße Haus: The Boys dreht im Finale nochmal auf
Frenchie stirbt, bevor das Finale überhaupt richtig beginnt. Die letzte Folge der fünften Staffel eröffnet mit der Gruppe, die seinen Tod durch Uraniumverseuchung betrauert. Dass einer der beliebtesten Charaktere als emotionaler Auftakt geopfert wird, dürfte selbst hartgesottene Fans kalt erwischen.

Kripke bereut nichts, doch The Boys macht ihm in Staffel 5 echte Sorgen
Niemand high-fivt im Writers Room von The Boys. Obwohl Homelanders religiöser Machtanspruch in Staffel 5 die Gegenwart punktgenau trifft, beschreibt Kripke die Stimmung als kollektive Erschöpfung. Dass ein Superhelden-Showrunner die Realität als zu verrückt für Satire empfindet, ist ein Zeichen der Zeit.

Sieben Jahre, ein letztes Mal: The Boys sendet sein Finale
Prime Video verliert am 20. Mai seine brutalste Waffe. Das Serienfinale von The Boys beendet sieben Jahre Superhelden-Satire mit Karl Urban und Jack Quaid in ihren letzten gemeinsamen Szenen. Showrunner Eric Kripke hat das Ende von Anfang an geplant, was das Finale zu einem der wenigen echten Abschlüsse im Streaming-Zeitalter macht.
Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
Alle Artikel von NinaNina hat 3 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.