Trackers Finale bricht mit allem, was Zuschauer über die Shaw-Familie glaubten
Was genau passierte in der Alaska-Anlage, und wer trägt die Verantwortung? Tracker hat nach 53 Folgen das Netz aus Lügen um Ashton Shaw aufgedeckt, doch das Chrono Stasis Institute und seine Experimente werfen neue Fragen auf. Für Zuschauer auf Disney+ bedeutet das: Die Geschichte der Shaw-Familie ist noch längst nicht abgeschlossen.
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Ashtons Weg vom Professor zum Geheimagenten
Ashton Shaw, gespielt von Lee Tergesen, begann sein Leben als angesehener Professor an der Universität Berkeley, gemeinsam mit seiner Frau Mary, gespielt von Wendy Crewson. Beide galten als respektierte Akademiker, bevor Ashtons Forschungsarbeit ihn in gefährliche Kreise zog.
Seine Arbeit brachte ihn schließlich in Kontakt mit Regierungsauftragnehmern und einer dubiosen Organisation namens Chrono Stasis Institute. Diese Verbindungen sollten das Schicksal der gesamten Familie Shaw für immer verändern.
Besonders brisant: Ashton war an einer geheimen Forschungseinrichtung in Alaska beteiligt, die angeblich vom US-Verteidigungsforschungsprojekt DARPA finanziert wurde. Dort fanden Experimente mit ungeklärten Phänomenen statt, bevor ein katastrophaler Zwischenfall den Betrieb beendete.
Der Unfall in Alaska und seine Folgen
Buck Avery, dessen Familie einst Land in der betreffenden Region an Regierungsauftragnehmer verpachtete, bestätigte, dass Ashton Shaw beim Unfall in der Alaska-Einrichtung anwesend war. Was genau dort geschah, blieb lange im Dunkeln.
Nach dem Vorfall zog Ashton seine Familie aus Berkeley fort und siedelte sie in einer abgelegenen Anlage nahe dem Sierra National Forest an, weit weg von der Zivilisation. Dieser radikale Schritt deutete darauf hin, dass er etwas fürchtete, oder vor jemandem floh.
Mary Shaw wusste offenbar mehr über die Hintergründe des Umzugs als sie ihren Kindern Colter, Russell und Dory je verriet. Selbst Jahrzehnte später hielt sie entscheidende Informationen zurück.
Die Nacht am Devils Notch im Jahr 2003
Im Jahr 2003 floh Ashton in die Wälder, was Colter damals als einen weiteren paranoidem Anfall seines Vaters deutete. Russell Shaw, gespielt von Jensen Ackles, folgte ihm nach.
Eine Stunde später fand Colter, gespielt von Justin Hartley, seinen Vater tot am Fuß des Devils Notch. Jahrzehntelang glaubte Colter, sein älterer Bruder Russell habe Ashton in die Tiefe gestoßen.
Diese Überzeugung vergiftete das Verhältnis der Brüder über viele Jahre. Erst später gestand Russell, dass er in jener Nacht nicht allein mit Ashton war: Ein dritter Mann war im Wald, jemand, den Russell zuvor bereits im Gespräch mit Mary gesehen hatte.
Otto Waldron gesteht die entscheidende Tat
Das Finale der zweiten Staffel identifizierte diesen dritten Mann als Otto Waldron. Er gestand, Ashton Shaw während einer Auseinandersetzung gestoßen zu haben, was dessen Tod verursachte.
Otto ließ jedoch offen, ob Mary Shaw seinen Einsatz ausdrücklich angeordnet hatte. Die Möglichkeit bleibt bestehen, dass die Ereignisse jener Nacht außer Kontrolle gerieten und sich anders entwickelten als ursprünglich geplant.
Damit bleibt Marys genaue Schuld eine offene Frage. Klar ist aber: Sie schwieg über Ottos Anwesenheit, über Russells Unschuld und über die wahren Umstände von Ashtons Tod, all das jahrzehntelang.
Was die Shaw-Familie danach zerbrach
Nach Ashtons Tod zerstreute sich die Familie vollständig. Dory Shaw, gespielt von Melissa Roxburgh, zog zu Verwandten. Russell verließ das Elternhaus auf Drängen von Mary, und Colter blieb als einziger bei seiner Mutter zurück.
Russell räumte später ein, dass auch er von Mary belogen worden war. Die Frau, die ihre Kinder schützen wollte, hatte alle drei mit ihrem Schweigen beschädigt.
Nach 53 Folgen zeichnet Tracker nun ein vollständiges Bild dieser Familientragödie: Ein Vater, der in staatliche Machenschaften verstrickt war, eine Mutter mit dunklen Geheimnissen und drei Kinder, die jahrzehntelang die Wahrheit nicht kannten.
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Artikel geschrieben von:

Marie Weber berichtet über Action-, Drama- und Mystery-Serien mit besonderem Fokus auf Spannungsdramaturgie und Figurenzeichnung.
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