Eine der bekanntesten Requisiten der Fallout-Serie auf Prime Video hat die Produktionsteams weit länger beschäftigt als viele Fans vermuten würden. Fünf Monate intensiver Arbeit steckten hinter der T-60 Powerrüstung, die bereits in den Videospielen Kultstatus genoss. Cary Gunnar Lee, der als leitender Spezialist an der Umsetzung beteiligt war, gibt nun Einblicke in den aufwendigen Entstehungsprozess.
Fallout: Die Serie und ihre Welt
Prime Video's Fallout ist eine postapokalyptische Fernsehserie, die auf der gleichnamigen, seit Jahrzehnten erfolgreichen Videospielreihe basiert. Die Handlung spielt mehr als zwei Jahrhunderte nach einem verheerenden Atomkrieg, der die Welt in eine gefährliche Ödnis verwandelt hat.
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Im Mittelpunkt steht Lucy, gespielt von Ella Purnell, die gezwungen ist, die verstrahlte Außenwelt zu betreten, nachdem ihr Vater entführt wurde. An ihrer Seite agieren Charaktere wie der von Walton Goggins verkörperte Ghul und Aaron Moten als Maximus, der selbst Träger einer Powerrüstung ist.
Die Serie verbindet den düsteren Humor und die detailreiche Weltgestaltung der Spielvorlage mit einer eigenständigen Geschichte und hat sich seit ihrem Start zu einem der meistdiskutierten Serienhits auf Prime Video entwickelt.
Fünf Monate für eine Rüstung
Die Herstellung der T-60 Powerrüstung begann bereits im Februar des entsprechenden Produktionsjahres. Damit startete ein Prozess, der insgesamt rund fünf Monate in Anspruch nehmen sollte und weit über das bloße Bauen einer Requisite hinausging.
Cary Gunnar Lee, der als leitender Spezialist an dem Projekt mitwirkte, betont, dass es von Anfang an darum ging, nicht nur etwas optisch Überzeugendes zu schaffen, sondern eine Requisite, die auch unter den Bedingungen eines echten Drehs funktioniert. Das bedeutete monatelange Planung, Experimente und enge Zusammenarbeit zwischen zahlreichen Fachteams.
Die frühe Entwicklungsphase drehte sich vor allem um Attrappen und Prototypen, mit denen das Team Proportionen, Gewichtsverteilung und Beweglichkeit testen konnte. Nur so ließ sich sicherstellen, dass Schauspieler wie Aaron Moten die schwere Rüstung auf dem Set tatsächlich tragen und sich darin bewegen konnten.
Digitale Modelle und 3D-Druck
Parallel zu den physischen Prototypen arbeiteten digitale Modellbauer an präzisen computergestützten Versionen der Rüstung, die später als Grundlage für den Druck und die Fertigung der einzelnen Bauteile dienten. Diese digitale Vorarbeit war entscheidend, um Maßhaltigkeit und Wiederholbarkeit bei der Produktion mehrerer Exemplare zu gewährleisten.
Die Druckteams übernahmen anschließend die Herstellung der ersten Komponenten, die dann an Modellwerkstätten weitergegeben wurden. Dort wurden die Teile nachbearbeitet, gesäubert und für die weiteren Produktionsschritte vorbereitet.
Formenbauer erstellten daraufhin Abgüsse der Bauteile, während Lackierer die abschließenden Farbschichten aufbrachten, die der Rüstung ihren charakteristischen, abgenutzten und verwitterten Look verleihen. Gerade diese Patina ist es, die die T-60 Powerrüstung so authentisch wirken lässt.
Mechaniker sorgten für Funktion
Neben dem optischen Erscheinungsbild spielten Maschinenbauingenieure eine entscheidende Rolle im Entstehungsprozess. Ihre Aufgabe war es, komplexe mechanische Funktionen zu integrieren, darunter ein Helmvisier, das auf Kommando öffnen und schließen kann.
Solche Details mögen für Außenstehende wie Kleinigkeiten wirken, sind aber für die Glaubwürdigkeit der Darstellung auf dem Bildschirm unverzichtbar. Ella Purnell und Walton Goggins, deren Charaktere in der Serie regelmäßig mit Trägern der Rüstung interagieren, profitieren direkt von diesen technischen Lösungen.
Nach rund vier Monaten Entwicklungsarbeit erreichte das Team schließlich die Phase der Kameratests. Diese Tests, die einige Wochen vor dem eigentlichen Drehbeginn stattfanden, dienten dazu, letzte Anpassungen vorzunehmen und eventuelle Probleme zu identifizieren, bevor die Rüstung erstmals unter echten Produktionsbedingungen eingesetzt wurde.
Staffeln 1 und 2 auf Prime Video
Der enorme Aufwand hinter der Kulisse hat sich offensichtlich ausgezahlt: Die T-60 Powerrüstung ist zu einem der visuell prägendsten Elemente der Fallout-Serie geworden und wird von Fans der Spiele wie der Serie gleichermaßen als gelungene Umsetzung gelobt.
Sowohl Staffel 1 als auch Staffel 2 der Serie sind derzeit auf Prime Video abrufbar. Wer die postapokalyptische Welt von Lucy, dem Ghul und Maximus noch nicht kennengelernt hat, kann beide Staffeln dort in voller Länge streamen.
Mit dem Wissen um den fünfmonatigen Entstehungsprozess der Powerrüstung dürften viele Szenen beim erneuten Anschauen in einem neuen Licht erscheinen. Die Arbeit von Cary Gunnar Lee und seinem Team steckt buchstäblich in jedem Detail des ikonischen Kostüms.
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