Howard Storm hat 59 Folgen Mork vom Ork geprägt, kaum einer weiß das

59 Folgen einer Serie, und kaum jemand kannte den Namen dahinter. Howard Storm war der Mann hinter dem Rhythmus von Mork vom Ork, einem der prägendsten Sitcoms der Siebziger. Mit seinem Tod am 26. Mai 2026 verliert das amerikanische Fernsehen einen seiner stillen Architekten.
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59 Folgen Mork vom Ork
Howard Storm starb am 26. Mai 2026. Er wurde 94 Jahre alt und hinterließ ein Werk, das tief in die DNA des amerikanischen Sitcoms eingeschrieben ist. Allein bei Mork vom Ork verantwortete er 59 Episoden, eine Zahl, die selbst für langjährige Stammregisseure ungewöhnlich hoch ist.
Darüber hinaus führte Storm Regie bei Folgen von Rhoda, Valerie, ALF, Full House, Kenan und Kel sowie Alle lieben Raymond. Er arbeitete eng mit den Produzenten James L. Brooks und Garry Marshall zusammen und drehte Episoden ihrer Erfolgsserien Laverne und Shirley sowie Taxi.
Mit Brooks und Marshall verband Storm eine kreative Partnerschaft, die das Gesicht der amerikanischen Fernsehkomödie der Siebziger und Achtziger mitformte. Beide Produzenten gehörten damals zu den einflussreichsten Figuren der Branche.
Vom Komiker zum Regisseur
Storm begann seine Karriere nicht hinter der Kamera, sondern auf der Bühne: als Stand-up-Komiker. Er trat in Las Vegas auf, war das Vorprogramm von Andy Williams und erschien mehr als ein Dutzend Mal in der Merv Griffin Show.
Anfang der Sechziger wechselte er ins Fernsehen als Schauspieler, mit Auftritten in Serien wie The Untouchables sowie später in Love, American Style und That Girl. Parallel dazu begann er, Drehbücher zu schreiben, unter anderem für Die Partridge Familie, Happy Days und Die Bob Newhart Show.
Eine besondere kreative Verbindung entstand in dieser Zeit zu Woody Allen. Storm arbeitete als dessen Assistent und Mitarbeiter an den Filmen Bananas und Nimm das Geld und hau ab, zwei frühen Komödien, die Allens Ruf als Filmemacher begründeten.
Einziger Kinofilm mit Jim Carrey
Den Schritt zur Regie vollzog Storm im Jahr 1975. Zehn Jahre später inszenierte er seinen einzigen Kinofilm: Once Bitten aus dem Jahr 1985, eine Vampirkomödie mit Lauren Hutton in der Hauptrolle.
An ihrer Seite spielte ein damals noch weitgehend unbekannter Jim Carrey. Der Film gilt heute als frühes Zeitdokument aus Carreys Karriere, bevor er mit Ace Ventura und Die Maske zum Weltstar wurde.
Storm kehrte danach zum Fernsehen zurück, wo seine eigentliche Stärke lag. In den frühen 2000er Jahren übernahm er zudem das Amt des nationalen Vorsitzenden für die Auszeichnungen der Directors Guild of America.
Trauer in der Familie
Howard Storm hinterlässt seine Söhne Anthony und Casey Storm sowie seine Schwiegertochter Julia und seine Enkel Leo und Sidney. Seine Ehefrau Patricia starb vor ihm.
Die Familie hat sich bislang nicht öffentlich zu seinem Tod geäußert. Storm selbst lebte zurückgezogen und gab in seinen letzten Jahren kaum noch Interviews.
Ein Leben für die Komödie
Storms Karriere ist ein seltenes Beispiel für jemanden, der in nahezu jeder Disziplin des Showgeschäfts tätig war: als Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor und schließlich Regisseur. Dieser breite Erfahrungsschatz dürfte erklären, warum Produzenten wie Brooks und Marshall ihm über so viele Jahre vertrauten.
Mork vom Ork, die Serie, die seinen Namen am stärksten mit einem Titel verbindet, läuft heute auf Pluto TV und erreicht damit neue Generationen von Zuschauern. Storms Handschrift ist in diesen Folgen noch immer spürbar.
Mit 59 inszenierten Episoden einer einzigen Serie hinterließ Storm ein Erbe, das in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens kaum zu übersehen ist. Er gehörte zu jenen Regisseuren, die nicht durch Starauftritte auffielen, sondern durch konstante, präzise Arbeit.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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