Wer war Skeletor wirklich? William Shatner beantwortet das in Masters of the Universe: Revolution

·17.06.2026, 19:33 Uhr·3 Min
Wer war Skeletor wirklich? William Shatner beantwortet das in Masters of the Universe: Revolution
Bild: Netflix · TMDB

Captain Kirk spricht den Mann, der Skeletor wurde. William Shatner leiht Keldor seine Stimme in Masters of the Universe: Revolution auf Netflix. Dass ausgerechnet ein Star-Trek-Veteran die dunkelste Ecke der He-Man-Lore ausleuchtet, hat niemand kommen sehen.

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Keldor: Der Mensch hinter dem Totenkopf

Masters of the Universe: Revolution setzt die Geschichte der originalen He-Man-Serie von 1983 fort und taucht tiefer in die Mythologie von Eternia ein als jede Produktion zuvor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer Skeletor war, bevor er zum knochigen Schrecken wurde. Die Antwort: Keldor, Halbbruder von König Randor, gesprochen von William Shatner.

In Rückblenden zeigt die Serie, wie Keldors Gesicht zerstört wurde. Hordak, gesprochen von Keith David, überreichte ihm den Havoc-Stab, und die Folgen waren verheerend: Das Feuer fraß Keldors Züge weg und hinterließ den Schädel, der fortan als Skeletor bekannt werden sollte. Mark Hamill leiht dem erwachsenen Skeletor seine Stimme, Diedrich Bader spricht König Randor.

Diese Herkunftsgeschichte war in den Mini-Comics der 1980er-Jahre angedeutet worden und tauchte auch in der He-Man-Animationsserie von 2002 kurz auf. Niemals zuvor wurde sie jedoch so ausführlich und dramatisch ausgearbeitet wie in Masters of the Universe: Revolution.

Shatner über seine ungewöhnliche Rolle

William Shatner war sich bei der Vorbereitung auf die Rolle zunächst unsicher. Gegenüber der Los Angeles Times sagte er: 'I didn't know what to do about it, an ancient animated character. How do you look for some way to do it in a new fashion, add some character to it? I didn't know how to make choices so I just sort of intuitively went along.'

Shatner verließ sich also auf sein Instinkt, anstatt die Figur analytisch zu erarbeiten. Für einen Schauspieler, der Jahrzehnte mit Captain Kirk verbracht hat, war Keldor eine völlig andere Herausforderung: kein Held, sondern ein gefallener Aristokrat auf dem Weg zur absoluten Finsternis.

Das Ergebnis ist eine Figur, die mehr Tiefe besitzt als viele Animationsschurken. Keldor wirkt nicht böse aus Prinzip, sondern aus Schmerz und Verrat, was die gesamte Skeletor-Mythologie neu beleuchtet.

Kevin Smiths Traum vom Popkultur-Duell

Kevin Smith hatte beim Casting eine sehr konkrete Vision. Gegenüber dem SFX Magazine erklärte er seine Motivation: 'When we were talking about casting the role, his was the first name that came up. I said, if we do this, then Captain Kirk and Luke Skywalker will act opposite each other. And for an old-school pop culture junkie from the '70s like myself, that would be worth the journey alone.'

Damit verwandelt Masters of the Universe: Revolution die Animationsserie in ein inoffizielles Aufeinandertreffen zweier Science-Fiction-Welten. William Shatner als Gesicht von Star Trek und Mark Hamill als Ikone von Star Wars teilen hier erstmals gemeinsam die Bühne, auch wenn beide Franchises offiziell getrennte Universen bleiben.

Für Zuschauer, die mit beiden Serien aufgewachsen sind, hat dieses Casting eine eigene emotionale Qualität. Smith nutzte Masters of the Universe bewusst als Spielwiese für genau diese Art von popkulturellem Kurzschluss.

Star Trek trifft Star Wars: ein Novum

Ein echter Crossover zwischen Star Trek und Star Wars gilt als nahezu unmöglich. Die Franchises gehören verschiedenen Unternehmen, pflegen unterschiedliche Philosophien und haben kaum Berührungspunkte. Masters of the Universe: Revolution schafft diesen Moment dennoch, wenn auch auf indirektem Weg.

Shatner und Hamill spielen keine Kirk- oder Skywalker-Varianten, sondern eigenständige Figuren aus dem He-Man-Universum. Trotzdem transportiert ihre gemeinsame Präsenz eine Symbolik, die über die Serie hinausweist. Für Fans der 1970er- und 1980er-Jahre Popkultur ist dieses Zusammentreffen ein seltenes Ereignis.

Kevin Smith hat mit dieser Casting-Entscheidung gezeigt, dass Animationsserien für erwachsene Zuschauer mehr sein können als Nostalgie-Produkte. Sie können popkulturelle Momente schaffen, die im Realfilm aus rechtlichen und logistischen Gründen undenkbar wären.

Masters of the Universe auf Netflix

Masters of the Universe: Revolution ist auf Netflix verfügbar, auch in Deutschland über Netflix Standard mit Werbung. Die Serie knüpft direkt an Masters of the Universe: Revelation an, Kevin Smiths erste Staffel der Neuinterpretation, die bereits 2021 für Diskussionen sorgte.

Die Produktion legt besonderen Wert auf die Erweiterung des Lore, das in der Originalserie von 1983 aus Zensurgründen stark eingeschränkt war. Gewalt, moralische Grautöne und komplexe Charaktergeschichten waren damals kaum möglich. Revolution nutzt das Animationsformat ohne diese Beschränkungen.

Das Ensemble ist prominent besetzt: Neben Shatner, Hamill, Bader und Keith David als Hordak trägt die Serie eine Reihe weiterer bekannter Stimmen. Die Kombination aus Nostalgie, ernsthafter Mythologie und bewusstem Casting macht Masters of the Universe: Revolution zu einer der ambitionierteren Animationsproduktionen auf der Plattform.

Quelle: NetflixZuletzt aktualisiert: 17.06.2026, 19:33 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann
Autor
Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.

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