Oscar-Preisträger Macdonald dreht All or Nothing at All neu

26 Spiele ungeschlagen, dann sechs Niederlagen in Folge: Guardiola wirkte plötzlich ratlos. Kevin Macdonald fängt genau diesen Bruch in einer neuen vierteiligen Dokuserie ein. Was als Abschied eines Triumphators geplant war, wurde zur Chronik eines Absturzes.
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Guardiola verlässt City nach Ära-Ende
Pep Guardiola hat Manchester City nach dieser Saison verlassen. Der Spanier holte in seiner Zeit an der Etihad sechs Premier-League-Meisterschaften und zahlreiche weitere Titel, gilt vielen als einer der erfolgreichsten Trainer der englischen Fußballgeschichte. Sein Abgang markiert das Ende einer Ära für den Klub.
Den krönenden Abschluss verpasste Guardiola knapp: Arsenal sicherte sich im Mai 2026 den Premier-League-Titel und ließ Manchester City am Ende der Saison hinter sich. Für die Doku-Macher ist genau diese Dramatik das erzählerische Herzstück der Produktion.
Die vierteilige Serie setzt ein, als Citys beeindruckende Serie von 26 ungeschlagenen Spielen abrupt endet. Eine Niederlagenserie im Herbst 2024 zeigt Guardiola sichtlich erschüttert vor der Kamera.
Kevin Macdonald inszeniert das Abschiedsdokument
Hinter der Kamera steht Oscar-Preisträger Kevin Macdonald, der gemeinsam mit John De Caux von City Studios Regie führt. Produziert wurde die Serie von Macdonald für seine Produktionsfirma Plan B/KM Films sowie von Gavin Johnson und Ged Doherty für City Studios, das hausinterne Produktionsstudio des Klubs.
Macdonald ist kein Unbekannter im Sport-Dokumentar-Genre. Die Zusammenarbeit mit Plan B und City Studios bündelt Erfahrung aus Spiel- und Dokumentarfilm unter einem Dach und verleiht dem Projekt eine ungewöhnliche Tiefe.
Bereits 2024 schloss Manchester Citys Mutterkonzern eine strategische Partnerschaft mit Sony Pictures Television, um gemeinsam Serien, Dokumentationen und Kinderprogramme zu entwickeln und zu produzieren. Die neue Guardiola-Doku ist ein direktes Ergebnis dieser Zusammenarbeit.
Abgang von De Bruyne im Fokus
Die Serie begleitet nicht nur Guardiolas persönlichen Abschied, sondern auch den emotionalen Abgang von Kevin De Bruyne. Der belgische Mittelfeldspieler verlässt den Klub nach jahrelanger Schlüsselrolle, seine Verabschiedung wird in der Doku als eigenes Kapitel behandelt.
Parallel dazu zeigt die Serie, wie Manchester City einen umfangreichen Kaderumbau einleitet. Neue Spieler kommen, der Klub sucht nach einer neuen Identität. Aus dem Schock der Niederlagenserie entsteht laut Serienkonzept schrittweise ein neues Mannschaftsgefüge.
Diese Mischung aus persönlichem Abschied, sportlichem Einbruch und institutionellem Neustart macht die Produktion zu mehr als einer reinen Erfolgsgeschichte. Der Fokus liegt bewusst auf dem Bruch, nicht auf dem Triumph.
Rückkehr zur 'All or Nothing'-Reihe
Die neue Produktion knüpft direkt an das 'All or Nothing'-Format von Prime Video an. Die erste Manchester-City-Staffel dieser Reihe dokumentierte bereits die Meistersaison 2017/18 und machte das Format international bekannt. Seitdem hat 'All or Nothing' zahlreiche weitere Sportteams begleitet.
Rund acht Jahre nach dem ersten City-Kapitel kehrt das Format nun an die Etihad zurück, diesmal allerdings nicht als Triumphgeschichte. Das macht den Unterschied zur ersten Staffel aus: Statt Meisterjubel stehen Krise, Abschied und Neuanfang im Mittelpunkt.
Prime Video hat sich mit dem 'All or Nothing'-Strang als feste Adresse für hochwertige Sport-Dokumentationen etabliert. Ob und wann die neue City-Produktion in Deutschland abrufbar sein wird, ist bislang nicht bekannt.
Startdatum für Deutschland offen
Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für die vierteilige Doku steht noch nicht fest. Auch für den deutschsprachigen Raum gibt es bislang keine offizielle Ankündigung, wann die Serie auf Prime Video verfügbar sein wird.
Angesichts der internationalen Reichweite von Prime Video ist eine Ausstrahlung in Deutschland, Österreich und der Schweiz wahrscheinlich, ein bestätigter Termin fehlt jedoch. Interessierte sollten die Ankündigungen des Streamingdienstes im Blick behalten.
Die Produktion liegt vollständig vor: Regie, Schnitt und Postproduktion sind abgeschlossen. Der nächste Schritt ist die offizielle Terminankündigung durch Prime Video.
Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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