Warum das Finale von The Way Home so nicht geplant war

·22.06.2026, 05:01 Uhr·4 Min
Warum das Finale von The Way Home so nicht geplant war
Bild: Hallmark Channel · TMDB

Ein Serienfinale, das eigentlich anders enden sollte. The Way Home schloss vier Staffeln ab, doch die letzte Szene, Kat und Alice springen gemeinsam in den Teich, verrät nicht, wohin sie gelangen. Was als Abschluss geplant war, wurde zu einem offenen Ende.

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Das Finale und seine offenen Fäden

The Way Home endete nach vier Staffeln mit einem Finale, das absichtlich nicht alle Fragen beantwortet. Elliot (Evan Williams) überlebte den Schuss von 1926, kehrte mit Kat (Chyler Leigh) in die Gegenwart zurück und machte ihr einen Heiratsantrag. Alice (Sadie Laflamme-Snow) blickt in eine Zukunft, die möglicherweise Max (Dale Whibley) einschließt, während Del (Andie MacDowell) nach einer letzten Begegnung mit Colton (Jefferson Brown) am Teich bereit ist, ihre Beziehung mit Sam (Rob Stewart) voranzutreiben.

Jacob (Spencer MacPherson) heiratete Abby (Holly Deveaux), und K.C. (Vaughan Murrae) entpuppt sich als ihr Kind aus der Zukunft. Die letzte Szene zeigt Kat und Alice beim gemeinsamen Sprung in den Teich, doch wohin sie gelangen, bleibt offen. Genau dieser Cliffhanger wäre laut Clarke und Conkie in Staffel 4 anders ausgefallen, hätte es eine fünfte Staffel gegeben.

Clarke erklärte gegenüber TV Insider: 'Wenn wir Staffel 5 gehabt hätten, wären wir in Staffel 4 mit der Frage geendet, ob Elliot lebt oder tot ist.' Die Entscheidung, Elliot definitiv zu retten, fiel also erst, als klar war, dass die Serie endet.

Staffel 5 war fest eingeplant

Eine fünfte Staffel war kein vages Wunschdenken, sondern Teil des ursprünglichen Plans. Clarke bestätigte, dass das Produktionsteam eine konkrete Vorstellung davon hatte, wie die Geschichte weitergehen sollte. Das bewährte Muster der Serie sah vor, die in Staffel 4 eingeführte Ära der 1920er Jahre in Staffel 5 als Nebenhandlung weiterzuführen, ohne eine völlig neue Zeitebene zu eröffnen.

Heather Conkie hätte sich vor allem mehr Raum für die Liebesgeschichten gewünscht. 'Ich hätte gerne mehr Zeit mit der Jacob-Liebesgeschichte verbracht und gesehen, wie sie wächst', sagte sie. Dasselbe galt für die Romanze zwischen Alice und Max sowie für Kat und Elliot. Auch Del und Sams Beziehung, die nun endlich ohne innere Blockaden möglich ist, hätte mehr Entfaltung verdient.

Clarke wiederum interessierte sich besonders für Griffin (Charles Vandervaart) und Tessa (Kelsey Falconer): Wie verlief ihr Weg zum Teich, und was erwartete sie nach dem Sprung? Da Susanna (Watson Rose) in dieser Ära bereits verstorben ist, hätte Staffel 5 gezeigt, wie Tessa in die nächste Generation der Landrys aufgenommen wird.

Ungezeigte Ären und gestrichene Ideen

Neben den geplanten Staffel-5-Inhalten gab es auch Ideen, die bereits während der Produktion von Staffel 4 gestrichen wurden. Clarke nannte als konkretes Beispiel die junge Rita in den 1980er Jahren. Del erwähnt im Finale beiläufig, dass sie Rita an der Kunstschule kennengelernt habe, doch eine ausgewachsene Szene mit der jungen Version dieser Figur fiel dem Zeitdruck zum Opfer.

Conkie hätte außerdem gerne die junge Fern mit Cassandra gezeigt und deren Freundschaft verfolgt. Dazu gesellten sich Ideen rund um einen jungen, machtgierigen Grayson. Clarke fasste es treffend zusammen: 'Diese Welt ist so reich, es gibt so viele schöne Ären.' Das offene Ende der Serie ist damit auch ein Hinweis auf das schiere Potenzial, das ungenutzt blieb.

Die Frage, ob Alice identisch mit Claire ist, ließ das Team bewusst offen. Conkie erklärte, das sei 'ein bisschen frech' von ihnen gewesen, weil es tatsächlich Zuschauer gibt, die diese Theorie vertreten. Clarke ergänzte, man wolle nie 'nie' sagen.

Wo die Figuren heute stehen

Auf die Frage, was die Figuren nach dem Finale erleben, zeichneten Clarke und Conkie ein klares Bild. Alice wird laut Conkie zur Musikerin: 'Already Home' soll die Charts erklimmen. Jacob führt den Landry-Hof gemeinsam mit Danny (Peyson Rock) und kommt abends zu Abby nach Hause. Kat und Elliot leben ihr Leben in Elliots Haus, kehren aber immer wieder zum Teich zurück.

Del und Sam verdienen sich nach allem, was sie durchgemacht haben, eine Auszeit. Clarke stellte sich die beiden auf einer Flusskreuzfahrt vor. 'Del verdient Urlaub', sagte sie. Conkie fügte hinzu, sie hätte sich gewünscht, Kat erneut schwanger zu sehen, da Elliot das Thema einmal angesprochen hatte.

Clarke sieht Kat außerdem in der Rolle einer modernen Susanna: als diejenige, die die Geschichte des Teiches aufschreibt und das Wissen innerhalb der Familie offen zugänglich macht. Dass K.C. in ihrer Zeit ganz selbstverständlich über den Teich spricht, ist für Clarke der Beweis, dass Kat genau diese Aufgabe erfüllt hat.

Revival möglich? Das sagen die Macher

Die Tür für eine Rückkehr ist nicht endgültig geschlossen. Clarke und Conkie betonten mehrfach, dass sie das Wort 'nie' nicht in den Mund nehmen wollen. Der Cast selbst fragt aktiv nach Möglichkeiten und bringt eigene Ideen ein. Die emotionale Resonanz der Serie bei den Zuschauern, die sich in sozialen Medien und persönlichen Nachrichten äußert, bestärkt die Macher in ihrer Haltung.

Conkie beschrieb, wie persönlich das Publikum die Serie nimmt: Menschen, die mit Depressionen kämpften, Angehörige verloren oder sich in einer neuen Stadt einsam fühlten, schrieben der Produktion. Clarke erklärte, die Serie sei auch für sie selbst und ihre Mutter Conkie in schwierigen Momenten ein Anker gewesen.

Ob ein Revival, eine Fortsetzung oder ein Ableger mit anderen Landry-Generationen realistisch ist, hängt von Gesprächen ab, die noch nicht abgeschlossen sind. Fest steht: Das Universum der Serie bietet genug Material für weitere Geschichten, und der finale Teichsprung von Kat und Alice lässt sich erzählerisch jederzeit aufgreifen.

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Quelle: Hallmark ChannelZuletzt aktualisiert: 22.06.2026, 05:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sarah Becker
Autor
Sarah Becker
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Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.

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