Überflutetes Set bremst A Knight of the Seven Kingdoms

·15.04.2026, 01:00 Uhr·3 Min
Überflutetes Set bremst A Knight of the Seven Kingdoms
Bild: HBO · TMDB

Die Produktion von Staffel 2 der HBO-Serie A Knight of the Seven Kingdoms steht vor einem unerwarteten Rückschlag: Ein Teil des Filmsets auf Gran Canaria ist überflutet und vorerst nicht nutzbar. Trotz des Hindernisses gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass sich der Veröffentlichungsplan für die zweite Staffel ändert.

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Überflutetes Set auf Gran Canaria

Ein Teil des geplanten Filmsets von A Knight of the Seven Kingdoms auf Gran Canaria liegt derzeit unter Wasser. Die Produktionsfirma ist dadurch gezwungen, ihre Drehpläne anzupassen und auf den ursprünglich reservierten Standort auf der Halbinsel vorerst zu verzichten.

Raúl García Brink, Umweltstadtrat des Inselrates von Gran Canaria, bestätigte, dass das Drehgelände vertraglich vom 23. Februar bis zum 15. Mai reserviert worden war. Die Überflutung macht eine Nutzung in diesem Zeitraum jedoch unmöglich.

Die Produktionsfirma ist nun verpflichtet, einen Aktionsplan zur Entfernung des Sets einzureichen, sobald es die Bedingungen erlauben. Zudem muss nach dem Absinken des Wasserspiegels eine umwelttechnische Reinigung des Geländes durchgeführt werden.

HBO schweigt über betroffenes Material

HBO hat bislang nicht bekanntgegeben, wie viel Drehmaterial ursprünglich an dem überfluteten Standort entstehen sollte. Es bleibt damit unklar, wie stark der Rückschlag die Gesamtproduktion der zweiten Staffel beeinträchtigt.

Ebenso gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass sich die Veröffentlichungspläne für Staffel 2 durch die Überflutung verschieben werden. Die Produktion scheint trotz des Zwischenfalls weiter voranzuschreiten.

Therese Lacson, die sich intensiv mit der Serie beschäftigt hat, wies darauf hin, dass Staffel 1 inhaltlich eher wie eine Beilage wirkt als wie ein vollständiges Hauptgericht: ein Umstand, der die Erwartungen an die zweite Staffel zusätzlich erhöht.

Martin begeistert von der Serie

George R.R. Martin gilt als besonderer Fan von A Knight of the Seven Kingdoms und hat die Serie wiederholt als sein liebstes Game-of-Thrones-Ableger bezeichnet. Die Adaption seiner Novellen-Trilogie über Ser Duncan den Großen und seinen Knappen Egg (Dexter Sol Ansell) liegt ihm erkennbar am Herzen.

Peter Claffey verkörpert in der Serie Ser Duncan 'Dunk (Peter Claffey)' den Großen, während Dexter Sol Ansell die Rolle des jungen Egg übernimmt. Beide Darsteller haben mit ihren Leistungen in der ersten Staffel bereits überzeugt.

HBO verlängerte die Serie noch vor dem Ende der ersten Staffel für eine zweite: ein deutliches Zeichen des Vertrauens in das Projekt und seine Zukunft im wachsenden Westeros-Universum.

Wohin führt die Serie inhaltlich?

Mit der bereits gesicherten zweiten Staffel stellt sich eine grundlegende Frage: Wie weit kann A Knight of the Seven Kingdoms überhaupt gehen? Martins Vorlage umfasst bislang lediglich drei Novellen, was die Serie in eine ähnlich schwierige Lage bringt wie Game of Thrones ab Staffel 5, als das Quellmaterial erschöpft war.

Damals begann Game of Thrones, über die Buchvorlage hinauszugehen: mit gemischten Ergebnissen. Sollte A Knight of the Seven Kingdoms einen ähnlichen Weg einschlagen, müssten Showrunner und Autoren eigenständiges Material entwickeln, das über Martins Novellen hinausgeht.

Diese Herausforderung ist keine kurzfristige, sondern eine strukturelle: Ohne neues Quellmaterial von Martin selbst muss die Serie früher oder später eigene Wege gehen: eine Aufgabe, die House of the Dragon ebenfalls beschäftigt.

Staffel 1 als Appetithappen

Kritiker und Zuschauer haben Staffel 1 von A Knight of the Seven Kingdoms als unterhaltsam, aber nicht vollständig befriedigend wahrgenommen. Die erste Staffel wirkt eher wie ein Einstieg in die Welt von Dunk und Egg als wie eine in sich geschlossene Geschichte.

Dieser Ansatz kann langfristig riskant sein: Wer eine Serie als fortlaufenden Appetithappen konzipiert, muss sicherstellen, dass das Hauptgericht folgt, und überzeugt. Die zweite Staffel trägt damit eine besondere Verantwortung.

Ob der Überflutungsrückschlag auf Gran Canaria die inhaltliche Qualität der zweiten Staffel beeinflusst, bleibt abzuwarten. Verfügbar ist die Serie beim Streaming-Anbieter HBO, der in Deutschland über entsprechende Partnerdienste zugänglich ist.

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Quelle: HBOZuletzt aktualisiert: 15.04.2026, 01:00 Uhr

Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann
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Clara Hoffmann
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Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.

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