This Is Not a Murder Mystery bricht, was das Genre jahrelang schützte
Salvador Dali und René Magritte als Serienfiguren, und das funktioniert wirklich. Die flämische Produktion von Panenka wurde bereits in fast 20 Territorien verkauft. Dass ausgerechnet ein belgischer Surrealistenkrimi die europäische Serienlandschaft aufmischt, hat niemand vorhergesehen.
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Die größte flämische Serie aller Zeiten
This Is Not a Murder Mystery hat sich zur größten Serie entwickelt, die je in Flandern produziert wurde. Die Macher hinter dem Projekt sprechen offen davon, dass es die ambitionierteste Produktion in der Geschichte des flämischen Fernsehens ist.
Die Serie lief bereits zur Primetime auf VRT und gleichzeitig auf der Streamingplattform VRT MAX. Diese Doppelstrategie sorgte für maximale Reichweite und brachte ein breites Publikum aus jüngeren und älteren Zuschauern zusammen.
Auf dem Cannesseries-Festival zählte die Serie zu den meistgefragten Titeln überhaupt: Kein anderes Projekt verzeichnete dort mehr Gesprächsanfragen, was die internationale Aufmerksamkeit für die Produktion eindrucksvoll unterstreicht.
Dali, Magritte und europäisches Kulturerbe
Das Besondere an This Is Not a Murder Mystery liegt in seiner kulturellen Verankerung: Die Handlung dreht sich um die Surrealistenlegenden Salvador Dali und René Magritte, die in einen Kriminalfall verwickelt werden. Kunst und Spannung verbinden sich hier auf eine Weise, die selten gelingt.
Die Serie knüpft direkt an das europäische Kulturerbe an und schafft es, dieses Erbe unterhaltsam und zugänglich zu machen. Dass Kunstgeschichte durch eine packende Krimihandlung einem Massenpublikum vermittelt werden kann, gilt als einer der größten Erfolge der Produktion.
Charaktere wie Kristoffel Mertens, Elly Vervloet und Benjamin Gaessler bewegen sich in einer Welt, in der die großen Meister des Surrealismus plötzlich mitten im Geschehen stehen. Auch Elisabeth Moss gehört zur Besetzung und verleiht dem Projekt zusätzliche internationale Strahlkraft.
Team hinter dem Projekt
Die Grundidee stammt von Matthias Lebeer und Christophe Dirickx, die gemeinsam ein Konzept entwickelten, das Kunstwelt und Krimigenre auf originelle Weise verknüpft. Das Drehbuch schrieben Christophe Dirickx und Paul Baeten.
Regie führte Hans Herbots, der bereits mit der BBC-Produktion 'The Serpent' international auf sich aufmerksam gemacht hatte. Seine Erfahrung mit aufwendigen, atmosphärischen Stoffen kam der Serie sichtbar zugute.
Produziert wurde die Serie vom belgischen Produktionshaus Panenka, das mit diesem Projekt seinen bislang größten internationalen Durchbruch verbucht. Die Dreharbeiten fanden sowohl in Belgien als auch in Irland statt.
Internationaler Verkaufserfolg mit Studiocanal
This Is Not a Murder Mystery wurde bereits in fast 20 Länder verkauft, darunter alle New8-Territorien. Studiocanal übernimmt den internationalen Vertrieb und verhandelt derzeit weitere Abschlüsse, die kurz vor dem Abschluss stehen.
Insgesamt sind 10 Sender aus verschiedenen Ländern an Bord, was für eine flämische Produktion außergewöhnlich ist. Die Verkaufszahlen zeigen, dass europäische Serien mit starkem kulturellen Fundament auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind.
Studiocanal zeigte sich zuversichtlich, die laufenden Verhandlungen zeitnah abschließen zu können. Weitere Territorien dürften in den kommenden Wochen offiziell bestätigt werden.
Kunst als Publikumsmagnet im Fernsehen
Einer der zentralen Erfolge der Serie liegt darin, dass sie Kunst einem breiten Fernsehpublikum nahebringt. Was in anderen Formaten oft elitär wirkt, funktioniert hier als zugängliche Unterhaltung für Jung und Alt.
Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen kulturellen Auftrag: Europäisches Erbe lebendig zu halten, ohne dabei auf Einschaltquoten zu verzichten. This Is Not a Murder Mystery beweist, dass beides zusammengeht.
Für die flämische Serienbranche markiert dieser Erfolg einen Wendepunkt. Die Produktion zeigt, dass regional verwurzelte Stoffe mit internationaler Ambition und dem richtigen Team globale Reichweite erzielen können.
Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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