Lou Ferrigno überrascht mit 74 Jahren beim Comic Con

Mit 74 Jahren beweist Lou Ferrigno: Der Hulk steckt noch in ihm. Beim Niagara Falls Comic Con posierte der Bodybuilder-Schauspieler für Fotos und wirkte dabei deutlich jünger als sein Alter vermuten lässt. Für Fans der Kultserie von 1977 ist das ein lebendiger Beweis, dass Legenden nicht altern.
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Jugendlicher Auftritt beim Comic Con
Ferrigno spielte die Figur des sich in den grünen Superhelden verwandelnden Bruce Banner in der TV-Serie 'Der unglaubliche Hulk' von 1977 bis 1982. Das letzte Mal schlüpfte er 1990 im Fernsehfilm 'The Death of the Incredible Hulk' vollständig in die grüne Ganzkörperschminke.
Auch danach blieb er dem Charakter verbunden: In den Kinofilmen 'Hulk' (2003) und 'The Incredible Hulk' (2008) hatte er jeweils einen Kurzauftritt als Sicherheitsbeamter. Für letzteren lieferte er zudem die Synchronstimme des Hulk.
Wie Ferrigno die Rolle bekam
Der Weg zur Rolle war alles andere als vorgezeichnet. Ursprünglich sollte der Schauspieler Richard Kiel den Hulk verkörpern. Kiel war zwar groß, brachte aber nicht die geforderte Muskelmasse mit. Der Regisseur entschied am Set: Das ist nicht der Hulk.
Daraufhin folgte ein landesweites Casting in den USA. Ferrigno bestand einen Probeauftritt, bei dem er vor allem seine Fähigkeit zur Darstellung von Emotionen unter Beweis stellen musste. 'Ich machte einen Screentest, um Emotionen zu zeigen, und der Rest ist Geschichte', erklärte er in einem Interview mit Free Press Houston.
Der Einstieg in die Rolle markierte den Beginn einer jahrzehntelangen Verbindung zwischen dem Schauspieler und der Figur, die bis heute anhält.
Ferrignos persönliche Verbindung zum Hulk
Ferrigno beschreibt seine Beziehung zur Figur als zutiefst persönlich. 'Es geht um Kraft. Jeder von uns hat einen kleinen Hulk in sich', sagte er. Als Kind sei er introvertiert gewesen, wurde gehänselt und verprügelt, fühlte sich schwach und wehrlos.
'Ich dachte, wenn ich so mächtig wäre wie der Hulk, könnte ich mich verteidigen. Der Hulk ist nicht nur ein Monster, er ist sensibel, und damit habe ich mich identifiziert', so Ferrigno weiter. Diese emotionale Tiefe der Figur war für ihn von Anfang an der entscheidende Anknüpfungspunkt.
Die persönliche Geschichte hinter der Rolle erklärt auch, warum Ferrigno dem Charakter über Jahrzehnte treu geblieben ist, weit über das Ende der Originalserie hinaus.
Karriere nach dem grünen Riesen
Nach 'Der unglaubliche Hulk' bewies Ferrigno sein komödiantisches Talent in der Sitcom 'King of Queens'. Zwischen 2000 und 2007 spielte er in insgesamt 18 Folgen eine fiktionalisierte Version seiner selbst und wurde damit einem neuen Publikum bekannt.
Die Rolle in 'King of Queens' zeigte, dass Ferrigno sich nicht auf das Image des schweigsamen Muskelmanns festlegen ließ. Er spielte mit seiner eigenen Bekanntheit und lieferte dabei selbstironische Auftritte, die bei Fans und Kritikern gleichermaßen ankamen.
Die Originalserie 'Der unglaubliche Hulk' ist aktuell auf der Streaming-Plattform Tubi abrufbar. Ein Startdatum für Deutschland steht noch aus.
Ein Vermächtnis, das bleibt
Fast fünf Jahrzehnte nach seinem ersten Auftritt als Hulk ist Lou Ferrigno auf dem Comic-Con-Circuit nach wie vor eine gefragte Persönlichkeit. Sein Erscheinen in Niagara Falls zeigt, dass das Interesse an der Originalbesetzung ungebrochen ist.
Für viele Fans bleibt Ferrigno der definitive Hulk, ungeachtet aller späteren Filmversionen. Die körperliche Präsenz, die er in die Rolle einbrachte, war durch kein Special Effect zu ersetzen, was der Serie einen ganz eigenen, erdverbundenen Charakter verlieh.
Mit seinem Auftritt beim Comic Con lieferte Ferrigno erneut Beweis dafür, dass sein Lebenswerk als Bodybuilder und Schauspieler auch im Alter von 74 Jahren noch nachwirkt.
Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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