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The Testaments zeigt Gileads Elite: Bruce Miller erklärt den Blickwechsel | serien.de
The Handmaid's Tale - Der Report der Magd ... mehr
Zu The Handmaid's Tale - Der Report der Magd

The Testaments zeigt Gileads Elite: Bruce Miller erklärt den Blickwechsel

Anna Schneider
Anna Schneider,
23.03.2026, 00:00 Uhr

Mit „The Testaments“ bekommt „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ ein Sequel, das Gilead aus einer Perspektive zeigt, die die Originalserie bewusst ausspart. Statt der Unterdrückten am Rand rückt das Leben der Privilegierten in den Fokus – und bleibt trotzdem beklemmend. Serienmacher Bruce Miller erklärt, warum dieser Blickwechsel so wichtig ist.

Artikel-Inhalt

Vom Roman zur TV-Serie

Die Vorlage stammt von Margaret Atwood: Ihre Romanwelt wurde 2017 als TV-Serie adaptiert und machte Gilead für ein breites Publikum sichtbar. Im Zentrum stand June (Elisabeth Moss), gespielt von Elisabeth Moss, die in einer dystopischen Zukunft als Magd zur Geburt von Kindern gezwungen wird.

Weitere News zu The Handmaid's Tale - Der Report der Magd auf serien.de

Junes Wunsch nach Freiheit und der Rückkehr zu ihrer Tochter prallt immer wieder auf die brutal durchgesetzten Regeln des fundamentalistischen Gottesstaats. Gerade weil die Zukunft der Frauen in Gilead unsicher bleibt, wirkt jede erkämpfte Hoffnung in der Serie zerbrechlich.

Genau an diesem Punkt setzt das Nachfolgeprojekt an – mit einem Schauplatzwechsel, der das System von oben beleuchtet.

Miller über Gileads Oberschicht

Nach der Weltpremiere von „The Testaments“ beim französischen Fest Series Mania sprach Bruce Miller mit Variety darüber, wie das Sequel die Ereignisse von „The Handmaid’s Tale“ aufgreift und zugleich eine „ganz neue und furchteinflößende Seite“ von Gilead zeigt. Damit folgt die Serie auf Elisabeth Moss’ verstörende Darstellung des Lebens als Magd – ohne deren Blick zu kopieren.

Miller fasste den Perspektivwechsel so zusammen: „Es war sehr aufregend, diese andere Seite von Gilead zu sehen, mit all diesen privilegierten Menschen. ‘The Handmaid’s Tale’ handelte von denen ganz unten in der sozialen Struktur. Hier sind die Frauen, die absolut ganz oben sind. Und es ist immer noch irgendwie unerquicklich.“

Das Sequel macht damit klar: Auch privilegierte Rollen schützen nicht vor ideologischer Kontrolle – nur die Form der Kontrolle verändert sich.

Aunt Lydia im Zentrum

Eine Schlüsselrolle übernimmt erneut Aunt Lydia, gespielt von Ann Dowd. Das Sequel verlagert den Fokus auf ihr Umfeld: eine Elite-Vorbereitungsschule, in der zukünftige Ehefrauen und die Töchter der Commanders auf ihre „Zuteilung“ vorbereitet werden – faktisch auf ihre Ehemänner.

Dowd beschrieb bei der Premiere, Lydia komme am Ende von „The Handmaid’s Tale“ aus einem „sehr zerschmetterten“ Zustand. „Wie Bruce sagte, es ist eine völlig andere Welt. Und Lydia ist ein anderer Mensch. Sie wurde auf die Knie gezwungen, buchstäblich, in tiefer und grundlegender Reue.“

Diese innere Zäsur ist entscheidend für den Ton von „The Testaments“ – denn sie öffnet Raum für Konsequenzen, nicht nur für Wiederholung.

Schule, Töchter und Agnes

In der neuen Perspektive stehen junge Figuren im Vordergrund, die Gilead als Normalität beigebracht bekommen sollen. Dazu gehört Agnes, die als Teil dieser Generation mit einem System aufwächst, das viele Kinder von ihren leiblichen Eltern getrennt hat.

Zum Hauptcast von „The Testaments“ zählen Ann Dowd, Chase Infiniti und Lucy Halliday. Zusätzlich ist Rowan Blanchard als weiterer Neuzugang Teil der Besetzung und erweitert den Blick auf das Leben innerhalb der streng kuratierten Elitestrukturen.

So verschiebt sich der Konflikt von der Flucht aus Gilead hin zur Frage, wie Gilead seine Zukunft formt – und welche Risse dabei entstehen.

Farben als Machtinstrument

Wie schon in „The Handmaid’s Tale“ ist Farbcode ein zentrales Erzählinstrument: Er markiert Rollen, Rang und Autorität. Rot war untrennbar mit June und den Mägden verbunden – ein visuelles Symbol für Zwang und Ausbeutung.

„The Testaments“ führt neue Gruppen ein, darunter die Pear Girls: Sie tragen Weiß, während andere Schülerinnen in Rosa- und Violetttönen auftreten. Damit wird die soziale Ordnung nicht nur erzählt, sondern permanent im Bild verankert.

Der Starttermin steht ebenfalls fest: „The Testaments“ ist ab dem 8. April bei Hulu verfügbar.

Alle Entwicklungen zur Serie The Handmaid's Tale - Der Report der Magd

Weitere Artikel zur Serie:

  • The Handmaid’s Tale Staffel 5: Start, Trailer, Handlung (06.09.2021)
  • Wo wird „The Handmaid’s Tale“ gedreht? (02.09.2021)
Quelle: HuluZuletzt aktualisiert: 23.03.2026, 00:00 Uhr

Fragen zur Handlung

Worum geht es in „The Testaments“ im Vergleich zu „The Handmaid’s Tale“?

„The Testaments“ zeigt Gilead aus einer neuen Perspektive: dem Umfeld privilegierter Frauen und einer Elite-Schule für Commander-Töchter und künftige Ehefrauen. Damit ergänzt das Sequel den Blick der Originalserie, die vor allem die Unterdrückung „ganz unten“ bei den Mägden um June zeigte.

Was hat Bruce Miller zur neuen Seite von Gilead gesagt?

Bruce Miller betonte, es sei „sehr aufregend“, die privilegierte Seite Gileads zu zeigen, nachdem „The Handmaid’s Tale“ die unteren Schichten fokussiert hatte. Gleichzeitig stellt er klar: Auch „ganz oben“ sei das Leben in Gilead weiterhin unerquicklich.

Welche Rolle spielt Aunt Lydia im Sequel?

Aunt Lydia (Ann Dowd) steht im Zentrum und ist laut Dowd am Ende der Originalserie aus einem „sehr zerschmetterten“ Zustand heraus in tiefem Bedauern. Diese Veränderung prägt, wie Lydia in „The Testaments“ agiert und wie das System aus ihrer Nähe sichtbar wird.

Wer gehört zum Cast von „The Testaments“?

Zum Hauptcast gehören Ann Dowd, Chase Infiniti und Lucy Halliday. Außerdem ist Rowan Blanchard als Neuzugang dabei; Agnes zählt zu den zentralen jungen Figuren im neuen Setting.

Anna Schneider
Autor
Anna Schneider
Science FictionFantasy-SerienMystery

Anna Schneider analysiert Serien mit einem besonderen Fokus auf Erzählstruktur, Figurenentwicklung und Tonalität – von düsteren Mystery-Stoffen bis…

Alle Artikel von Anna

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Wann und wo startet „The Testaments“?

„The Testaments“ ist ab dem 8. April bei Hulu verfügbar. Die Aussagen von Bruce Miller und Ann Dowd stammen aus Gesprächen rund um die Premiere bei Series Mania, berichtet von Variety.

Wo wird die Serie gestreamt?

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