6 Regisseurinnen beim Emmy-Talk, eine davon formte The Bear: King of the Kitchen
The Bear-Fans bekommen endlich Antworten auf das große Wie. Janicza Bravo sprach beim Variety High Tea erstmals über die Komplexität hinter den Kulissen der Serie. Wer wissen will, was diese Küchenserie so anders macht, findet hier den direkten Draht zur Quelle.
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Sechs Stimmen, ein Podium
Das Variety High Tea brachte zwei Gesprächsrunden unter einem Dach zusammen. Janicza Bravo, Lesli Linka Glatter und Lisa Joy tauschten sich über die Vielschichtigkeit des Regieführens in episodischen Serien aus und beleuchteten, wie unterschiedlich jede Produktion auf die Handschrift einer Regisseurin reagiert.
In der zweiten Runde sprachen Lucia Aniello, Susanna Fogel und Christina Alexandra Voros über den kollaborativen Charakter des Serienfernsehens. Besonders im Fokus stand die Frage, welche Führungsverantwortung Regisseurinnen tragen, die nicht als Showrunnerinnen fungieren, aber dennoch den Ton einer Episode maßgeblich prägen.
Auch Ryan Robinson, Marina Zenovich, Pamela Romanowsky und Kate Herron gehörten zu den geladenen Gästen und Kolleginnen der sechs Podiumsteilnehmerinnen. Zahlreiche Mitglieder der Directors Guild of America nutzten das Event zum Netzwerken und fachlichen Austausch.
Emmy-Saison im Blickpunkt
Das High Tea markierte den offiziellen Startschuss für Varietys TV-Woche, die gezielt auf die laufende Emmy-Saison ausgerichtet ist. Die Veranstaltungsreihe beleuchtet die kreative Spitzenleistung des Jahres und soll Impulse für die Abstimmungen der Akademie setzen.
Mit Produktionen wie 'The Bear: King of the Kitchen' bei Disney+, 'Imperfect Women' bei Apple TV+ und 'Fallout' bei Amazon Prime Video vertraten die Podiumsteilnehmerinnen ein breites Spektrum an Plattformen und Genres. Dass gleich sechs Regisseurinnen mit Emmy-relevanten Projekten auf einem Podium sitzen, unterstreicht die wachsende Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen der Branche.
Die Emmy-Diskussion dreht sich in diesem Jahr besonders um die Frage, wie Regie im episodischen Fernsehen bewertet wird, wenn Regisseurinnen oft nur einzelne Folgen einer Staffel verantworten. Bravo, Glatter und Joy setzten sich genau mit dieser strukturellen Herausforderung auseinander.
Bravo, Glatter und Joy im Gespräch
Janicza Bravo, bekannt für ihre Arbeit an 'The Bear: King of the Kitchen', beschrieb die Komplexität, als Regisseurin in eine bereits laufende Serienproduktion einzusteigen. Man müsse die visuelle Sprache einer Serie verstehen und gleichzeitig den eigenen Stil einbringen, ohne den Gesamtton zu brechen.
Lesli Linka Glatter, die zuletzt für 'Imperfect Women' bei Apple TV+ tätig war, betonte die Bedeutung von Vertrauen zwischen Regie und Autorenraum. Nur wenn beide Seiten offen kommunizieren, entstehe die Kohärenz, die eine Staffel zusammenhält.
Lisa Joy, Mitschöpferin von 'Fallout' bei Amazon Prime Video, sprach über die Besonderheit, eine Welt zu inszenieren, die auf einem bekannten Franchise basiert. Die Erwartungen des Publikums seien dabei sowohl Inspiration als auch Verpflichtung.
Aniello, Fogel und Voros über Teamarbeit
Lucia Aniello, Showrunnerin von 'Hacks' bei Max, erklärte, wie sie als Regisseurin und Autorin gleichzeitig denkt. Für sie sei die Regie kein separater Schritt, sondern die konsequente Fortsetzung des Schreibens mit anderen Mitteln.
Susanna Fogel, die für 'Ponies' bei Peacock arbeitet, hob hervor, dass Regisseurinnen in Serienproduktionen oft als Vermittlerinnen zwischen Gewerken fungieren. Die Führungsrolle gehe weit über den Dreh selbst hinaus und umfasse Vorbereitung, Kommunikation und Nachbearbeitung.
Christina Alexandra Voros, tätig für 'The Madison' bei Paramount+, betonte die emotionale Intelligenz, die episodisches Fernsehen von Regisseurinnen verlange. Jede Figur, jede Szene müsse im Kontext der gesamten Staffel gedacht werden, auch wenn man nur für eine einzelne Folge verantwortlich ist.
Frauen hinter der Kamera stärken
Das Variety High Tea war bewusst als Feier weiblicher Regie konzipiert. Die Auswahl der sechs Teilnehmerinnen spiegelt die Vielfalt der aktuellen Fernsehlandschaft wider, von Comedy über Drama bis hin zu Science-Fiction und Thriller.
Ryan Robinson, Marina Zenovich und Pamela Romanowsky brachten als Gäste zusätzliche Perspektiven ein. Kate Herron, bekannt für ihre Arbeit an internationalen Großproduktionen, ergänzte die Runde mit Erfahrungen aus dem Bereich der Blockbuster-Serien.
Das Event sendet ein klares Signal in Richtung Emmy-Akademie: Regisseurinnen sind nicht nur präsent, sie prägen den Ton des modernen Serienfernsehens. Mit 'The Bear: King of the Kitchen', der zweiten Staffel bei Disney+, steht eine der begehrtesten Produktionen der Saison im Zentrum dieser Debatte.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von LauraLaura hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.
