Spider-Noir zeigt im finalen Trailer das 1930er New York von Nicolas Cage

Nicolas Cage bringt Marvel in die 1930er, und das verändert alles. Der finale Trailer zu Spider-Noir zeigt Cage als Ben Reilly alias The Spider bei Amazon Prime Video. Wer die Spider-Verse-Filme kennt, trifft hier eine dunklere, härtere Version derselben Figur.
Artikel-Inhalt
Nicolas Cage als Ben Reilly
In Spider-Noir schlüpft Nicolas Cage nicht in die Rolle des klassischen Peter Parker, sondern spielt Ben Reilly, der in dieser Version des Marvel-Universums unter dem Namen 'The Spider' operiert. Die Serie siedelt ihre Geschichte in den 1930er Jahren an und verpasst dem bekannten Superhelden einen deutlich grimmigeren, von Noir-Ästhetik geprägten Ton.
Cage hatte die Figur des Spider-Man Noir bereits als Sprecher in der animierten Spider-Verse-Reihe zum Leben erweckt. Spider-Noir markiert damit eine Rückkehr zu einem Charakter, mit dem der Schauspieler schon vertraut ist, diesmal jedoch in einer Live-Action-Produktion.
Ein besonderes Merkmal der Serie: Sie wird sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe verfügbar sein und unterstreicht damit die bewusste Anlehnung an klassische Noir-Ästhetik aus der Entstehungszeit der Handlung.
Wiedersehen mit Lord und Miller
Hinter der Serie stehen Phil Lord und Chris Miller als ausführende Produzenten. Die beiden hatten bereits die Spider-Verse-Animationsfilme mitverantwortet und arbeiten damit erneut mit Nicolas Cage zusammen.
Als Serienschöpfer und Showrunner fungiert Oren Uziel, der die Serie entwickelt hat. Ihm zur Seite steht Steven Lightfoot, bekannt als Showrunner der Marvel-Serie The Punisher. Das Duo bringt damit sowohl kreative Originalität als auch Erfahrung mit dem Marvel-Universum in das Projekt ein.
Starkes Ensemble rund um Cage
Die Besetzung von Spider-Noir liest sich eindrucksvoll: Brendan Gleeson übernimmt die Rolle des Schurken Silvermane, während Abraham Popoola als Lonnie Lincoln, bekannt als Tombstone, zu sehen ist. Jack Huston ist gleich in zwei Funktionen besetzt: Er spielt sowohl Flint Marko, den Sandman, als auch Chief McNamara.
Andrew Lewis Caldwell ist in einer wiederkehrenden Rolle als Dirk Leydon, alias Megawatt, zu sehen. Lamorne Morris vervollständigt das Ensemble als Robbie Robertson, eine Figur, die aus dem klassischen Spider-Man-Kosmos bekannt ist.
Start kurz vor Tom Hollands Rückkehr
Spider-Noir erscheint zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt im Marvel-Kalender: Die Serie startet rund zwei Monate bevor Tom Holland als Peter Parker in Spider-Man: Brand New Day ins Marvel Cinematic Universe zurückkehrt.
In Brand New Day wird Marvin Jones III die Rolle des Tombstone übernehmen, dieselbe Figur, die in Spider-Noir von Abraham Popoola gespielt wird. Die zeitliche Nähe beider Produktionen dürfte das Interesse an der Figur und dem gesamten Spider-Man-Universum zusätzlich befeuern.
Für Marvel-Fans bieten sich damit innerhalb weniger Wochen zwei sehr unterschiedliche Zugänge zum Spinnen-Helden: die düstere Noir-Variante der 1930er Jahre auf der einen Seite und das moderne MCU-Spektakel auf der anderen.
Deutschland wartet noch auf Starttermin
Spider-Noir ist eine Amazon-Prime-Video-Produktion. Wann die Serie in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein wird, ist bislang nicht bekannt. Ein offizielles Startdatum für den deutschsprachigen Raum steht noch aus.
Der finale Trailer gibt jedoch einen ausführlichen Vorgeschmack auf Ton und Stil der Serie: dunkle Gassen, harte Männer und ein Held, der in einer von Korruption und Verbrechen geprägten Welt für Gerechtigkeit kämpft. Fans können den Trailer bereits jetzt sichten und sich auf die Premiere vorbereiten.
Mehr zu „Spider-Noir"

Spider-Noir zeigt Sucht ohne Verurteilung: Das spaltet das Publikum
Spider-Noir spaltet Zuschauer mit einer Darstellung, die Sucht nicht verurteilt. Nicolas Cage spielt Ben Reilly, einen PTSD-geplagten Superhelden im New York der frühen 1930er-Jahre auf Amazon Prime. Die Serie zwingt ihr Publikum, Sucht als Trauma-Reaktion zu verstehen statt als moralisches Versagen.

Warum Spider-Noir gerade so stark ankommt, hat mit Nicolas Cages Figur zu tun
Mehr Spinne als Mensch, und trotzdem lernt Ben Reilly sprechen wie Bogart. Cages Figur in Spider-Noir wechselt über acht Folgen hinweg ständig den Akzent, weil Ben sich Menschlichkeit aus alten Filmen abgeschaut hat. Das macht aus einem Superhelden-Konzept eine unerwartete Charakterstudie.

Fast ein Jahr Nachdrehs: Spider-Noir hatte ein massives Produktionsproblem
Die Sets von Spider-Noir waren pink und grün gestrichen, weil Farbe nie geplant war. Crewmitglied K.C. Lauf enthüllte, dass alle Kulissen ausschließlich für Schwarz-Weiß-Kontraste gestaltet wurden. Dass die Serie bei Prime Video trotzdem in Farbe erschien, war eine nachträgliche Studioentscheidung.
Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
Alle Artikel von NinaNina hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.