For All Mankind entwirft ein faszinierendes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn die Sowjetunion 1969 als erste Nation den Mond betreten hätte? In dieser alternativen Zeitlinie treibt der Kalte Krieg das Weltraumrennen bis weit ins 21. Jahrhundert voran. Im Zentrum stehen NASA-Astronauten und ihre Familien, die zwischen persönlichen Opfern und historischen Weichenstellungen navigieren. Joel Kinnaman verkörpert als Astronaut Ed Baldwin einen der tragenden Charaktere dieser Ensembleserie, während Krys Marshall als Danielle Poole eine der vielschichtigsten Figuren der gesamten Laufzeit darstellt.
Was die Serie von anderen Science-Fiction-Produktionen abhebt, ist ihr konsequenter Blick auf das Menschliche hinter der großen Geschichte. Statt reiner Weltraumspektakel liefert Showrunner Ronald D. Moore ein ernsthaftes Gesellschaftsdrama, das Fragen zu Gleichberechtigung, Nationalismus und technologischem Fortschritt verhandelt. Kritiker lobten insbesondere die sorgfältig konstruierte Alternativgeschichte, die in jeder Staffel einen neuen Zeitsprung wagt und dabei erstaunlich kohärent bleibt. Vergleiche mit Mad Men oder The Americans sind nicht übertrieben.
For All Mankind ist exklusiv bei Apple TV+ zu sehen und gilt dort als einer der Vorzeigetitel des Streamingdienstes. Wie aktuelle Berichte auf serien.de zeigen, ist die Serie inzwischen abgeschlossen, obwohl sie trotz anhaltenden Erfolgs zu Ende geführt wurde. Die genaue Staffelanzahl war bei Redaktionsschluss noch nicht final bestätigt. Wer hochwertige Science-Fiction mit dramatischer Tiefe sucht, sollte diese Serie unbedingt auf dem Radar haben.