Abbott Elementary spielt an einer chronisch unterfinanzierten Grundschule im Herzen von Philadelphia und begleitet ein bunt gemischtes Lehrerkollegium durch den täglichen Wahnsinn des amerikanischen Bildungssystems. Im Mittelpunkt steht die idealistische Nachwuchslehrerin Janine Teagues, gespielt von Serienschöpferin Quinta Brunson, die trotz aller Hindernisse brennend an ihre Berufung glaubt. Ihr zur Seite stehen unter anderem die erfahrene Veteranin Barbara Howard, der Sheryl Lee Ralph unvergleichliche Würde und trockenen Witz verleiht, sowie eine chaotisch-liebenswerte Schuldirektorin, die mehr für sich selbst als für die Schüler da zu sein scheint.
Was Abbott Elementary von der Masse der Network-Comedys abhebt, ist die seltene Kombination aus echtem Herz und beißender Gesellschaftskritik. Im Mockumentary-Format, das unweigerlich an The Office erinnert, gelingt es der Serie, strukturelle Missstände im öffentlichen Bildungswesen zu beleuchten, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Die Figuren wirken nie wie Klischees, sondern wie Menschen mit echten Widersprüchen. Kein Wunder, dass die Serie seit ihrem Start 2021 von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert wird und mehrere Emmy-Auszeichnungen einheimsen konnte.
Aktuell läuft Abbott Elementary beim amerikanischen Sender ABC bereits in der fünften Staffel, insgesamt wurden bislang 88 Episoden produziert. In Deutschland ist die Serie über verschiedene Streaming-Anbieter verfügbar. Mit einer soliden Bewertung von 7,4 von 10 Punkten gehört sie zu den beständigsten Comedys des laufenden Jahrzehnts.