Rebecca Gethings zeigt, warum Call the Midwife nicht zu ersetzen ist
Nonnatus House verliert seine stärkste Kraft, und niemand weiß warum. Rebecca Gethings' Sister Veronica zieht in Staffel 15 von Call the Midwife zu einem Mann, obwohl sie noch ihren Gelübden verpflichtet ist. Dieser Abgang erschüttert die Gemeinschaft so tief, dass die Zukunft des gesamten Hauses in Frage steht.
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Glaubenskrise treibt Veronica fort
Staffel 15, Episode 6 von Call the Midwife lässt die Sorgen um die Zukunft von Nonnatus House weiter wachsen. Im Mittelpunkt steht Sister Veronica, gespielt von Rebecca Gethings, die sich im Urlaub befindet und mit einer tiefen inneren Zerrissenheit kämpft: dem Wunsch nach einem eigenen Kind und der Pflicht, Gott zu dienen.
Jenny Agutter als Sister Julienne erklärt gegenüber Catherine, dass Veronica ausdrücklich um Diskretion gebeten habe. Mehr könne sie nicht verraten, außer dass Veronica mit ihren Gelübden ringe und daher Urlaub erhalten habe. Diese Zurückhaltung trifft Catherine tief und hinterlässt sie verwirrt und verletzt.
Catherine kämpft mit dem Schweigen
Molly Vevers als Sister Catherine findet kaum Worte für ihren Schmerz. 'Allein? Ohne jemanden, den sie kennt, ohne Freunde, die sie unterstützen? Von uns allen strahlt Sister Veronica am meisten Liebe aus. Sie braucht am meisten Liebe', sagt Catherine in einer der berührendsten Szenen der Episode.
Was Catherine in diesem Moment besonders belastet, ist das Geheimnis selbst. Die Schwesternschaft von Nonnatus House versteht sich als Familie, und das Schweigen fühlt sich wie ein Verrat an diesem Band an. Gleichzeitig bleibt Catherines eigene Überzeugung unerschütterlich: Sie ist sich ihrer Berufung vollkommen sicher.
Geoffrey Franklin taucht wieder auf
Im Urlaub wird Sister Veronica, bürgerlich Beryl, von Geoffrey Franklin besucht, gespielt von Christopher Harper. Die beiden verbinden sich neu, als sie ihm von ihrem Alltag erzählt. Es ist eine zarte, aber bedeutungsvolle Begegnung, die die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen lässt.
Geoffrey macht ihr einen unerwarteten Vorschlag: 'Komm und wohne bei mir.' Veronicas Reaktion ist unmittelbar: 'Ich bin technisch gesehen noch immer Nonne! Ich kann nicht mit einem Mann zusammenleben!' Doch am Ende der Episode nimmt sie das Angebot an, eine Entscheidung, die das Schicksal von Nonnatus House grundlegend verändern könnte.
Eisverkäufer kämpft gegen Brustkrebs
Parallel dazu verfolgt die Episode die Geschichte von Eisverkäufer Tony Bianchi, gespielt von Steffan Rizzi, und seiner schwangeren Frau Tina, gespielt von Charlotte Beaumont. Als Tony anfängt, aus seinen Brustwarzen zu bluten, ist die Bestürzung groß. Stephen McGann als Dr. Patrick Turner vermutet zunächst eine Zyste, doch die Diagnose lautet Brustkrebs.
'Das ist eine Frauenkrankheit', sagt Tony fassungslos. 'Ich kann das nicht haben. Ich bin ein Mann.' Die Szene beleuchtet mit großer Sensibilität ein Tabuthema und zeigt, wie tief verwurzelte Vorstellungen von Männlichkeit die Bereitschaft behindern, Hilfe anzunehmen.
Tony bringt seinen Sohn zur Welt
Trotz allem beweist Tony in einer entscheidenden Situation außergewöhnliche Stärke: Als die Wehen einsetzen, muss er die Geburt seines Sohnes selbst leiten. Als Emma Symmonds als Rosalind eintrifft, hat Tony bereits alles allein bewältigt und hält seinen Neugeborenen in den Armen.
Die emotionale Schlussszene, in der Helen George als Trixie und Taylor Sullivan als weiteres Mitglied des Teams Tony beistehen, gipfelt in einem bewegenden Satz: 'Du bist das Beste von uns, kleiner Bruder, und wir werden dich nicht gehen lassen.' Diese Worte fassen den Geist der Serie in einem einzigen Atemzug zusammen.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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