Peaky Blinders: The Immortal Man: Ende erklärt

·21.03.2026, 19:20 Uhr·3 Min
Bild: BBC One · TMDB

„Peaky Blinders: The Immortal Man“ verschiebt den Fokus vom Nachkriegs-Birmingham in den Ausnahmezustand des Zweiten Weltkriegs. Der Film zeigt, wie sich das Imperium ohne Tommy Shelby radikalisiert, und zwingt ihn, trotz Rückzug und Schuld, wieder einzugreifen. Das Finale stellt seine moralische Hinterlassenschaft auf die härteste Probe.

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Krieg und falsches Geld

Unter der Regie von Tom Harper setzt „Peaky Blinders: The Immortal Man“ auf vertraute Motive, aber in einer Welt, die nicht mehr so funktioniert wie früher. Der Film eröffnet in einem Konzentrationslager in Deutschland, in dem Gefangene gezwungen werden, massenhaft britische Pfundnoten zu drucken.

Die Strategie ist klar: Mit Hunderten Millionen Pfund Falschgeld soll die britische Wirtschaft destabilisiert und damit der deutsche Kriegsverlauf beeinflusst werden. Damit der Plan aufgeht, braucht es jedoch Hilfe aus dem Inneren, und genau hier wird die Unterwelt zum politischen Werkzeug.

An dieser Schnittstelle tritt John Beckett auf den Plan, der organisierte Kriminelle für seine Ziele einspannen will. Von dort führt die Spur direkt zurück nach Birmingham und zu den Peaky Blinders, deren aktuelle Führung längst eigene Regeln schreibt.

Fünf Jahre ohne Tommy

Seit Tommy Shelby die Führung an seinen Sohn Duke übergeben hat, sind fünf Jahre vergangen, und die Lage ist eskaliert. Er lebt als Zurückgezogener, praktisch isoliert, mit Johnny Dogs als einzigem dauerhaften Vertrauten an seiner Seite.

Statt Geschäfte zu führen, schreibt Tommy, doch Ruhe findet er dabei nicht. Immer wieder wird er von traumartigen Visionen unterbrochen, besonders von Ruby, deren Erscheinen den Ton für seinen brüchigen mentalen Zustand setzt.

Während der Krieg jede Sicherheit im Land auffrisst, bleibt Tommy kaum Zeit, sich zu verstecken. Genau diese innere Unruhe bereitet den Boden dafür, dass er überhaupt wieder erreichbar wird, als Birmingham endgültig kippt.

Dukes Deal mit Beckett

Ada bringt den entscheidenden Impuls: Sie hat dringende Gründe, Tommy zurückzuholen, weil die Peaky Blinders in seiner Abwesenheit nicht nur zu alter Dekadenz zurückkehren, sondern sie übertreffen. Duke als Anführer plündert nationale Ressourcen ohne Zögern, und Ada sieht in seinem Kurs ein sicheres Todesurteil.

Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Duke hat längst mit John Beckett verhandelt und dem Fälschungsplan zugestimmt. Konkret geht es um den Transport von 70 Millionen Pfund in falscher Währung: ein Coup, der nicht nur kriminell, sondern kriegsentscheidend gedacht ist.

So entsteht das zentrale Dilemma des Films: Der Sohn setzt auf Größenwahn und politische Protektion, während der Vater die Konsequenzen kennt. Dieser Konflikt zwingt Tommy, die Grenze zwischen Familie, Loyalität und nationaler Gefahr neu zu ziehen.

Kaulo öffnet alte Wunden

In dieser Phase trifft Tommy auf Kaulo, eine Romni-Frau, die sich als Zeldas Zwillingsschwester vorstellt und als echte Hellseherin auftritt. Ihr Auftauchen trifft ihn unvorbereitet und wirkt wie ein Katalysator für alles, was er jahrelang verdrängt hat.

Kaulo konfrontiert ihn nicht mit vagen Andeutungen, sondern mit konkreten Wahrheiten über sein Leben. In dem Prozess legt sie seine dunkelsten Geheimnisse frei: darunter, dass er Arthur getötet und den Mord als Suizid inszeniert hat, bevor er die Peaky Blinders verließ.

Der Bruch, den diese Tat in ihm hinterlassen hat, erklärt, warum Ruby ihn so beharrlich heimsucht und warum sein Schreiben nie zur Befreiung wird. Kaulo bietet ihm einen Handel an: Er soll seine Pflicht erfüllen und Duke vor dem Untergang bewahren: im Gegenzug verspricht sie ihm echten Frieden.

Finale prüft sein Vermächtnis

Am Ende spitzt der Film alles auf Tommy Shelbys „graues“ Vermächtnis zu: Was bleibt von einem Mann, der Familie schützt, aber Grenzen ständig überschreitet? Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs wird aus einem Gangsterkonflikt eine Frage nach Verantwortung, weil Dukes Geschäft mit dem Falschgeld reale Folgen für ein ganzes Land haben kann.

Tommy kehrt deshalb in das Leben zurück, das er verlassen wollte: nicht als Triumph, sondern als Konsequenz. Seine Entscheidungen stehen nun zwischen Schadensbegrenzung und Selbstaufgabe, während Johnny Dogs als Verbindung zur alten Welt zeigt, wie wenig Normalität es noch gibt.

Der Film endet als Belastungstest für alles, was Tommy aufgebaut und zerstört hat: Familie, Gang und Schuld. Und genau deshalb wirkt der Schluss weniger wie ein klassischer Abschluss, sondern wie ein Urteil über die Shelby-Ära, das sich aus den Taten von Vater und Sohn speist.

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Quelle: BBC OneZuletzt aktualisiert: 21.03.2026, 19:20 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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Sophie hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.

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