Peaky Blinders: Anya Taylor-Joy nennt Gina „schlimmste Rolle“

Anya Taylor-Joy hat ihre Peaky-Blinders-Figur Gina Gray öffentlich als „schlimmsten Charakter“ bezeichnet, den sie je gespielt habe. Die Aussage fällt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Gangster-Saga im Netflix-Programm wieder neue Aufmerksamkeit bekommt. Für Fans ist das ein selten klarer Blick der Schauspielerin auf eine der meistgehassten Figuren der Serie.
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Spoilerwarnung und Kontext
Achtung: Es folgen Spoiler zur gesamten Serie. „Peaky Blinders: Gangs of Birmingham“ war als britisches Drama ein großer Erfolg und setzte über sechs Staffeln auf einen prominent besetzten Cast.
Zum Ensemble gehören unter anderem Cillian Murphy als Tommy Shelby, Tom Hardy, Anya Taylor-Joy, Annabelle Wallis, Sam Claflin, Charlotte Riley, Stephen Graham, Sam Neill sowie die verstorbene Helen McCrory. In Birmingham nach dem Ersten Weltkrieg kämpfen heimkehrende Soldaten um ihren Platz in einer Stadt, die von kriminellen Banden geprägt ist.
Angeführt wird die Machtpyramide von Tommy Shelby, der Shelby-Familie und ihrer Gang, den Peaky Blinders. Vor diesem Hintergrund wirkt Taylor-Joys spätere Einordnung ihrer Figur umso deutlicher, und führt direkt zu ihrem TV-Auftritt.
Taylor-Joys deutliche Aussage
In der „Late Night with Seth Meyers“-Show sprach Taylor-Joy über frühere Rollen, und über eine Figur, für die ihre Familie besonders viel übrig hat. Dabei bezeichnete sie Gina Gray als „potenziell den schlimmsten Charakter“, den sie je gespielt habe.
Wörtlich sagte Taylor-Joy: „Peaky Blinders is huge in Argentina. That's potentially the worst character I've ever played. They love it.“ Die Bemerkung fällt auch deshalb auf, weil Gina in der Fanwahrnehmung ohnehin zu den unbeliebtesten Figuren der Serie zählt.
Dass die Schauspielerin ihre eigene Antagonistin so einordnet, bestätigt indirekt, wie konsequent die Serie Gina als Störfaktor im Shelby-Kosmos positioniert. Inhaltlich führt das direkt zu Ginas Rolle im Machtkampf gegen Tommy.
Gina Gray und der Plan
Anya Taylor-Joy spielte Gina Gray, die spätere (und inzwischen ehemalige) Ehefrau von Michael Gray (Finn Cole) und Mutter von Laurence Gray. Michael lernte Gina in den USA kennen, die beiden verliebten sich, doch in Birmingham wird daraus schnell ein politisches und geschäftliches Bündnis mit Agenda.
Gina verfolgt über weite Strecken das Ziel, die Geschäfte der Shelbys an sich zu ziehen. Ihr Plan: Tommy stürzen, Michael als Werkzeug nutzen und am Ende selbst die Kontrolle übernehmen.
Konkret setzt Gina darauf, dass Michaels Loyalität und Naivität ihn in die Eskalation treiben. Damit ist die Brücke zur Wahrnehmung vieler Fans geschlagen, die Gina als eine der zentralen Triebfedern des Konflikts sehen.
Folgen für die Shelbys
Ginas Vorhaben, Tommy Shelby zu töten, scheitert schließlich: allerdings mit gravierenden Folgen. Der Preis ist Michaels Leben, wodurch Ginas Zukunft und auch die Zukunft des Shelby-Imperiums ins Wanken geraten.
In Fan-Rankings wird Gina häufig unter den „schlimmsten“ Schurken der sechs Staffeln geführt: in einem Atemzug mit Sam Neill als Inspector Campbell, Adrien Brody als Luca Changretta und Sam Claflin als Oswald Mosley. In dieser Reihe wirkt Taylor-Joys Aussage weniger wie Selbstkritik, sondern wie ein bewusstes Anerkennen der Wirkung ihrer Figur.
Michael trägt zwar ebenfalls Verantwortung, doch ohne Ginas ständige Ermunterung hätte sich die Fehde mit Tommy womöglich nicht so schnell zugespitzt. Gerade im Kontrast zu Figuren wie Polly (Helen McCrory) (Helen McCrory) wird sichtbar, wie stark Gina als Gegenpol zur Shelby-Familienlogik angelegt ist.
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Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.
Alle Artikel von SophieSophie hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.