Paul W. Downs gesteht: Diese Hacks-Szene brachte ihn fast zum Weinen

Die emotionalste Zeile des Hacks-Finales stand nie im Drehbuch. Hannah Einbinder improvisierte gegenüber Paul W. Downs: 'Danke, dass du uns zusammengebracht hast.' Dass ausgerechnet dieser ungeplante Satz Downs fast zum Weinen brachte, verrät er jetzt erstmals öffentlich.
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Die improvisierte Zeile, die alles veränderte
Im letzten Gespräch zwischen Jimmy (Paul W. Downs) und Ava (Hannah Einbinder) sagt Jimmy: 'Ich glaube, du hast ihr Leben einmal gerettet, also macht es Sinn, dass du es wieder tust.' Darauf improvisierte Hannah Einbinder spontan die Zeile: 'Danke, dass du uns zusammengebracht hast.' Ein Satz, der Paul W. Downs sichtlich berührte.
Downs erklärte gegenüber dem US-Magazin, er sei beim Sprechen darüber fast in Tränen ausgebrochen: 'Es war so ein süßes Ding zu improvisieren, aber es machte diese letzten Momente zu sehr über Jimmy, dabei sollte es um Deborah und Ava gehen.' Die Szene blieb deshalb im Schneideraum.
Tatsächlich war es Jimmy, der Deborah Vance (Jean Smart) (Jean Smart) und Ava Daniels (Hannah Einbinder) ursprünglich zusammenbrachte. Ohne ihn hätte die zentrale Freundschaft der Serie nie existiert, was Einbinders Improvisation umso treffender macht.
Jimmys Aufstieg war lange geplant
Das Ende der Serie, in dem Jimmy gemeinsam mit Kayla (Megan Stalter) (Megan Stalter) die Führung der Talentagentur Latitude übernimmt, war von Anfang an grob vorgesehen. Downs bestätigte, dass das Kreativteam bereits beim ersten Pitch wusste, wohin die Reise für Jimmy und Kayla führen sollte: zurück an die Schreibtische, an denen ihre Väter einst die Firma aufgebaut hatten.
Die konkrete Route dorthin wurde jedoch erst in der letzten Staffel ausgearbeitet. Jimmys Abstieg in die Poststelle von Latitude und seine Entdeckung, dass Firmenchef Michael (Earl Brown) Klientenrechte an KI-Unternehmen verkaufte, entstanden als dramaturgischer Weg erst im Verlauf der Produktion der fünften Staffel.
Für Downs schloss sich damit ein Kreis: Seine allererste Szene in der Serie zeigte Jimmy genau an jenem Schreibtisch, gemeinsam mit Ava und Kayla. Am Ende sitzt er wieder dort, diesmal als Mitinhaber des Unternehmens.
Deborah, Krebs und Jimmys besondere Rolle
Dass Jimmy vor Ava von Deborahs Krebsdiagnose und deren Plan zum assistierten Suizid erfuhr, war eine bewusste Entscheidung der Autoren. Jemand musste Ava in diesem Moment auffangen können, erklärt Downs, und dafür war es wichtig, dass Jimmy die Information bereits verarbeitet hatte.
Die Storyline rund um Deborahs Krankheit und ihren Wunsch, selbstbestimmt zu sterben, war für das Kreativteam um Jen Statsky und Lucia Aniello eine der zentralen thematischen Aussagen der Staffel. Downs beschrieb es als typisch für Hacks, eine gesellschaftliche Debatte durch eine zutiefst persönliche Geschichte zu erzählen.
Jimmy übernahm dabei die Rolle des Anwalts für Deborahs Entscheidung, auch wenn er selbst darunter litt. Diese Spannung zwischen persönlichem Schmerz und dem Respekt vor dem Willen eines anderen Menschen war laut Downs das Herzstück dieser Handlungslinie.
Philosophie hinter Latitude und der Serie
Als Jimmy und Kayla Latitude übernehmen, formulieren sie eine klare Vision: Das Unternehmen soll guten Geschichten dienen. Downs betonte, dass diese Haltung nicht nur die der Figuren, sondern auch die seiner eigenen Arbeitsweise als Autor und Produzent widerspiegelt.
Gemeinsam mit Showrunnerin Lucia Aniello und Co-Schöpferin Jen Statsky stehe er für die Überzeugung, dass Geschichten gerade jetzt, in politisch und gesellschaftlich aufgewühlten Zeiten, eine besondere Kraft haben. Die Satire auf die Unterhaltungsindustrie, die Hacks über fünf Staffeln betrieb, war stets von einer echten Zuneigung zur Branche getragen.
Auch die Versöhnung zwischen Jimmy und dem Studioboss Bob Lipka (Tony Goldwyn), der Jimmys Fatty-Arbuckle-Film zur Verteilung annimmt, obwohl die beiden sich einst körperlich stritten, folgt dieser Logik: Wenn die Arbeit gut genug ist, überwiegt am Ende das Werk.
Film oder Spin-off: Downs ist offen
Ob Hacks in Form eines Films oder Spin-offs weiterlebt, lässt Downs bewusst offen. Das Finale fühle sich vollständig an, weil das Team das Ende von Anfang an kannte und konsequent darauf hingearbeitet habe. Trotzdem schließt er eine Fortsetzung nicht aus.
Downs sagte, er liebe die Figuren so sehr und trauere ihrem Abschied so intensiv nach, dass er jederzeit wieder mit ihnen arbeiten würde. Gleichzeitig räumte er ein, dass eine Fortsetzung eine grundlegend andere Serie wäre, da alle zentralen Figuren nun an einem Punkt angekommen seien, der kaum mehr Raum für die alten Konflikte lasse.
Für deutsche Zuschauer sind alle fünf Staffeln von Hacks auf Netflix abrufbar. Wer den Abschluss der Serie noch einmal nacherleben möchte, findet dort auch das Serienfinale, das Jimmys langen Weg zurück an den Schreibtisch seines Vaters zeigt.
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Jimmy und Kayla bekommen keine eigene Serie: Das ist endgültig. Die Hacks-Macher Paul W. Downs, Lucia Aniello und Jen Statsky schlossen einen Spin-off gegenüber Deadline aus. HBO produziert grundsätzlich keine Ableger, und daran wird sich so schnell nichts ändern.

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Das Hacks-Finale verändert rückwirkend, wie man Staffel 1 sieht. Production Designer Rob Tokarz baute die Eröffnungsszene der Pilotfolge Schritt für Schritt nach, diesmal mit Ava in Deborahs Rolle. Wer die erste Folge noch einmal schaut, wird die Serie mit anderen Augen sehen.

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Ausgerechnet Lisa Rinna ist Einbinders politischer Kompass. Die Hacks-Darstellerin Hannah Einbinder stellte sich beim Critics Choice Empfang öffentlich hinter Rinna und gegen Reality-Star Spencer Pratt. Dass eine Serienschauspielerin Reality-TV-Logik nutzt, um Kommunalpolitik zu erklären, hat niemand erwartet.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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