Noah Schnapp über Stranger Things: Diese Szene geht ihm stündlich durch den Kopf

Eine einzige Szene bleibt dem gesamten Cast unauslöschlich im Gedächtnis. Noah Schnapp, Natalia Dyer und die Duffer Brothers sprachen nach einer FYSEE-Vorführung der finalen Stranger-Things-Episode in Los Angeles über diesen Moment. Das letzte Dungeons-and-Dragons-Spiel im Wheeler-Keller ist für sie alle mehr als nur TV-Geschichte.
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Abschlussszene bewegt Cast und Crew
Auf dem Hollywood Forever Cemetery in Los Angeles, nach einer FYSEE-Vorführung der finalen Episode 'The Rightside Up', versammelten sich die Macher und Darsteller von Stranger Things 5, um über die Staffel zu sprechen. Matt und Ross Duffer, Executive Producer und Regisseur Shawn Levy sowie Jamie Campbell Bower, Noah Schnapp, Natalia Dyer und David Harbour nahmen an der Runde teil.
Gefragt nach der Szene, die ihnen am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, fiel die Antwort fast einhellig aus: die letzte Szene der gesamten Serie, in der die 'Kids', wie die Duffers ihre Hauptdarsteller liebevoll nennen, noch einmal gemeinsam Dungeons and Dragons im Wheeler-Keller spielen.
Noah Schnapp beschrieb den Drehtag mit ungewohnter Klarheit: 'Das war die Krönung von zehn Jahren. Ich habe das schlechteste Gedächtnis, ich vergesse alles, aber diese Szene geht mir nicht aus dem Kopf, jede Stunde dieses Tages.' Für Schnapp, der Will Byers seit Kindheitstagen spielt, war es ein Moment, der sich von allen anderen abhob.
Dyer und Duffer: Emotionen am Set
Natalia Dyer, die Nancy Wheeler verkörpert, erlebte ihren letzten Drehtag auf dem Dach des fiktiven Radiosenders WSQK. Sie bezeichnete diesen Moment als 'eine Kernerinnerung für den Rest meines Lebens', was zeigt, wie stark die emotionale Bindung der Darsteller an ihre Figuren bis zum Schluss blieb.
Matt Duffer ergänzte aus Sicht der Autoren: 'Es war die bewegendste Szene, die wir je geschrieben haben, weil es die letzte Szene war, die wir für diese Figuren überhaupt schreiben würden, und definitiv die bewegendste beim Drehen.' Zehn Jahre Arbeit an einer Welt, die nun endgültig abgeschlossen ist, hinterließen auch hinter der Kamera sichtbare Spuren.
Shawn Levy, der die Serie als Executive Producer und Regisseur maßgeblich mitgeprägt hat, war ebenfalls Teil der Diskussion. Die Atmosphäre des Abends auf dem Friedhof passte dabei zur Thematik der Serie, die seit ihrer ersten Staffel das Übernatürliche in den Mittelpunkt stellt.
Harbour wollte mehr Hopper-Szenen
David Harbour, der Polizist Jim Hopper spielt, blickte mit einem Hauch Wehmut auf die letzte Staffel zurück. Er hätte sich mehr Szenen mit Hopper und Eleven gewünscht, mehr Momente zwischen Hopper und Mike, und sogar noch eine gemeinsame Szene mit Joe Keery, der Steve Harrington spielt.
Harbour formulierte es direkt: 'Ich wollte sogar eine Szene mit Joe Keery. Aber Geschichten müssen auf eine bestimmte Weise enden, und sie können nicht einfach weitergehen und das Fan-Fiction-Skript umsetzen, das ich in meinem Kopf schreibe.' Eine ehrliche Aussage, die zeigt, wie sehr er in seiner Figur aufgegangen ist.
Joe Keery selbst war bei der Veranstaltung nicht anwesend, doch Harbours Worte unterstreichen, welche Dynamik zwischen den Charakteren im Laufe der Jahre entstanden ist und wie viel ungenutztes Potenzial die Macher bewusst zurückgelassen haben, um der Geschichte einen klaren Abschluss zu geben.
Bower hätte Vecna gern weitergeführt
Jamie Campbell Bower, der den Antagonisten Vecna spielt, nahm die Frage nach Dingen, die er gerne anders gemacht hätte, mit einem Schmunzeln: 'Ich hätte wahrscheinlich gerne alle als Vecna beendet.' Der Satz war halb Scherz, halb ehrliches Bekenntnis zu einer Figur, in die er enorm viel investiert hat.
Bower hatte in Stranger Things 5 eine der körperlich und emotional anspruchsvollsten Rollen. Vecnas Präsenz zog sich durch die gesamte letzte Staffel, und Bowers Aussage spiegelt, wie sehr er die Möglichkeiten dieser Figur noch nicht ausgeschöpft sah.
Dass ausgerechnet der Darsteller des Hauptschurken den Wunsch äußert, noch weiter zu machen, zeigt, wie viel Energie das gesamte Ensemble in diese finale Staffel gesteckt hat. Für die Zuschauer auf Netflix endet damit eine der prägendsten Antagonisten-Performances der Seriengeschichte.
Geistergeschichten vom Set
Passend zum Veranstaltungsort, einem echten Friedhof, kamen die Gespräche auch auf das Thema Geister und Paranormales. Matt und Ross Duffer gaben zu, nicht vollständig von der Existenz von Geistern überzeugt zu sein, wollen aber Ouija-Bretter sicherheitshalber meiden.
Jamie Campbell Bower hatte eine eigene Geschichte beizutragen, die direkt mit der Serie zusammenhängt. Während er sich in Großbritannien für eine Vecna-Kostümanprobe aufhielt, übernachtete er in einem ehemaligen Kloster, das angeblich von den Geistern zweier kleiner Kinder heimgesucht wird. Um 2 Uhr nachts hörte er Schritte auf dem Flur und nahm an, es seien Mitarbeiter des Tonstudios im Gebäude.
Am nächsten Morgen fragte er das Personal danach. Die Antwort war knapp und eindeutig: 'Ach, Sie haben sie also gehört.' Bower erzählte die Geschichte sichtlich amüsiert, doch der Moment passt zu einer Serie, die seit einem Jahrzehnt das Übernatürliche mit dem Alltäglichen verwebt, und zwar auch abseits der Kamera.
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Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
Alle Artikel von EmmaEmma hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.