Nach Rocky Carrolls Tod: NCIS: Origins denkt über nächsten Gastauftritt nach
Ein junger Vance klingt verlockend, doch die Canon macht es kompliziert. Das Prequel spielt in den 1990ern und jede neue Figur muss zwingend zur bekannten NCIS-Chronologie passen. Showrunner North weiß: Ein falscher Schritt und die Glaubwürdigkeit des gesamten Franchise steht auf dem Spiel.
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Die Idee hinter einem jungen Vance
Nach dem Abgang von Rocky Carroll in seiner Gastrolle hat Showrunner David J. North ein offenes Gespräch mit dem Schauspieler geführt. Dieser Austausch hat in North die Idee geweckt, einen jungen Leon Vance in die Serie zu integrieren. Die Chemie zwischen den Figuren und die emotionale Tiefe des Moments hätten ihn auf diesen Gedanken gebracht.
Noch ist nichts beschlossen. North betonte, dass er zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau wisse, ob ein solcher Auftritt in der dritten Staffel realisiert werde. Dennoch denke er ständig darüber nach, wie sich solche Möglichkeiten sinnvoll in die Seriengeschichte einfügen ließen.
Die Figur Vance ist im NCIS-Universum eine der prägendsten Persönlichkeiten. Ein Blick auf seine Anfänge würde Fans eine ganz neue Perspektive auf den späteren Direktor bieten.
Fornell und Callahan als Vorbilder
NCIS: Origins hat bereits gezeigt, wie gut junge Versionen bekannter Figuren beim Publikum ankommen. David J. North schwärmt besonders vom Darsteller des jungen Fornell, gespielt von Kyle Schmid, der die Essenz der Originalfigur auf beeindruckende Weise einfange. North betonte, er würde diesen Charakter gerne erneut sehen.
Auch die Einführung eines jungen Gary Callahan war für North ein persönliches Herzensprojekt, das bereits umgesetzt wurde. Diese Erfahrungen zeigen, dass das Prequel-Format reichlich Spielraum bietet, um das NCIS-Universum mit neuen Facetten zu füllen.
Das Publikum reagiert auf diese Verbindungen zur Mutterserie mit großer Begeisterung, was die Macher darin bestärkt, weiter in diese Richtung zu denken.
Canon-Probleme rund um Fornell
Trotz aller Begeisterung für den jungen Fornell gibt es eine entscheidende Hürde. Eine Begegnung zwischen Fornell und Gibbs, dargestellt von Austin Stowell, würde die Serienchronologie in Schwierigkeiten bringen. Im NCIS-Universum ist umstritten, wann die beiden Figuren sich tatsächlich zum ersten Mal begegnet sind.
North erklärte, dass man sich bei einer solchen Szene für eine bestimmte Version des Kanons entscheiden müsste, was unweigerlich Teile der Fangemeinde verärgern würde. Dieses Risiko will die Produktion vermeiden.
Die Herausforderung zeigt, wie sorgfältig das Kreativteam mit dem bestehenden NCIS-Erbe umgehen muss, um glaubwürdig zu bleiben.
Mark Harmons Rückkehr als Maßstab
Als Beweis dafür, was möglich ist, gilt die Rückkehr von Mark Harmon, der in NCIS: Origins als älterer Gibbs zu sehen war. Diese Entscheidung fiel spontan und unter großem Zeitdruck. North beschrieb, wie er Harmon drei Tage vor Beginn der Vorbereitungen anrief und fragte, ob er dabei sein wolle.
Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. North betonte, Harmon verkörpere wie kein anderer, wofür NCIS stehe, und er würde ihn gerne erneut in der Serie sehen. Ob das gelingt, sei aber noch offen.
Der Erfolg dieses Moments hat die Messlatte für künftige Gastauftritte hochgelegt und zeigt, dass die Fans solche Überraschungen mit großer Wärme aufnehmen.
Gina Monreal verlässt die Serie
Während über neue Gesichter nachgedacht wird, steht ein Abgang bereits fest. Gina Lucita Monreal, dargestellt von Diany Rodriguez, wird in der dritten Staffel nicht mehr Teil der Serie sein. Damit verliert das Ensemble eine seiner prägenden Figuren.
Welche Konsequenzen das für die Geschichte und die Dynamik der Gruppe rund um den jungen Gibbs hat, bleibt abzuwarten. Die Macher haben bisher keine Details zu den Umständen des Abschieds bekanntgegeben.
Das Ensemble umfasst neben Diany Rodriguez auch Schauspieler wie Muse Watson, Roma Maffia und Lucas Dixon, die die Welt des frühen NCIS lebendig halten.
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Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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