Mike Farrell verrät, was ihn am M*A*S*H-Set schockierte

·23.04.2026·3 Min
Bild: TMDB

Ein einziger Drehtag veränderte Mike Farrells Bild vom Schauspielern für immer. Der 87-Jährige stieg ab Staffel 4 als Captain B. J. Hunnicutt in M*A*S*H ein und erlebte dort eine Arbeitskultur, die ihn bis heute nicht loslässt. Was Gene Reynolds am Set etablierte, gilt Farrell noch immer als das Beste seiner gesamten Karriere.

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Farrells Einstieg nach Wayne Rogers Abgang

Als Wayne Rogers, der Darsteller von Trapper John McIntyre, M*A*S*H nach Staffel 3 verließ, musste die Produktion schnell Ersatz finden. Mike Farrell übernahm die Rolle des Captain B. J. Hunnicutt und trat damit in große Fußstapfen. Rogers Abgang hatte damals für Aufsehen gesorgt, doch Farrell etablierte sich rasch als fester Bestandteil des Ensembles.

Neben Farrell und Alan Alda als Hawkeye Pierce gehörten Loretta Swit als Major Hot Lips Houlihan, Jamie Farr als Klinger, William Christopher als Pater Mulcahy, Harry Morgan als Colonel Potter, Gary Burghoff als Radar O'Reilly und Larry Linville als Major Frank Burns zum Kerncast. Diese Konstellation machte M*A*S*H zu einer der beliebtesten Serien der Fernsehgeschichte.

Der schockierende Moment beim Skript-Durchlauf

Was Farrell an seinem ersten Drehtag so überraschte, war eine scheinbar kleine Geste mit großer Wirkung. Ausführender Produzent und häufiger Regisseur Gene Reynolds ließ das gesamte Ensemble das Skript zunächst komplett durchlesen. Als Reynolds danach ankündigte, wieder bei Seite eins zu beginnen, war Farrell zunächst verwirrt.

Farrell schilderte seine damalige Reaktion so: 'Gene sagte: Seite eins. Und ich dachte: War ich eingeschlafen? Haben wir das nicht gerade erst gemacht?' Erst dann erklärte Reynolds, dass dieser zweite Durchgang dazu diente, die Schauspieler nach ihren eigenen Gedanken, Ideen und Vorschlägen zu fragen. Farrell war schlicht sprachlos vor Begeisterung.

Kreative Gemeinschaft statt starrer Hierarchie

Farrells Reaktion auf Reynolds Erklärung war eindeutig: 'Ich dachte, ich wäre gestorben und in den Himmel gekommen. Wirklich? Ihr wollt von uns hören?' Diese Offenheit des Produktionsteams gegenüber den Ideen der Darsteller war für Farrell alles andere als selbstverständlich. In einem Podcast-Interview im April 2026 beschrieb er das Set als kreative Gemeinschaft, die ihn bis heute begeistert.

Farrell betonte, dass diese Arbeitsatmosphäre ihn nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Autor und Regisseur gefördert habe. Er übernahm bei M*A*S*H im Laufe der Jahre selbst Regie- und Drehbuchaufgaben, weil das Team ihn dazu ermutigte. Für ihn war und bleibt M*A*S*H das beste berufliche Erlebnis seines Lebens.

M*A*S*H: Elf Staffeln Fernsehgeschichte

M*A*S*H lief von 1972 bis 1983 und umfasste insgesamt elf Staffeln. Die Serie über ein mobiles Feldhospital im Koreakrieg wurde zu einem Kultklassiker und ist bis heute eine der meistdiskutierten Produktionen der amerikanischen Fernsehgeschichte. Das Serienfinale von 1983 zählte jahrelang zu den meistgesehenen Fernsehsendungen aller Zeiten.

Fans können M*A*S*H heute auf verschiedenen Streaming-Plattformen abrufen, darunter Hulu, Disney+ und FRNDLY TV. Die Serie hat nichts von ihrer Wirkung verloren und zieht auch neue Generationen von Zuschauern in ihren Bann.

Farrell blickt dankbar auf seine Karriere

Im Podcast 'Still Here Hollywood' sprach Farrell im April 2026 offen über seine Zeit bei M*A*S*H und die bleibenden Eindrücke vom Set. Mit 87 Jahren zieht er ein klares Fazit: Kein anderes Projekt habe ihm so viel gegeben wie diese Serie. Die Kombination aus kollegialem Respekt, kreativer Freiheit und dem gemeinsamen Engagement für Qualität sei einmalig gewesen.

Farrell lobte insbesondere Gene Reynolds für dessen Führungsstil, der auf Vertrauen und Zusammenarbeit basierte. Für einen jungen Schauspieler, der neu ins Ensemble kam und große Vorgänger ersetzen musste, war diese Willkommenskultur laut Farrell von unschätzbarem Wert. Seine Worte zeichnen ein Bild vom Set, das weit über das normale Fernsehgeschäft hinausging.

Zuletzt aktualisiert: 23.04.2026, 15:03 Uhr

Artikel geschrieben von:

Mia Braun
Autor
Mia Braun
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Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.

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