Gerade reden wieder viele über X-Men - The Animated Series, und das hat Gründe

·10.06.2026, 23:16 Uhr·4 Min
Gerade reden wieder viele über X-Men - The Animated Series, und das hat Gründe
Bild: YTV · TMDB

Logan erinnert sich an eine Liebe, die nie existiert haben könnte. In 'Weapon X, Lies & Videotape' deckt Staffel 4 auf, dass Weapon X seine Erinnerungen gefälscht hat. Silver Fox weist ihn trotzdem zurück, was die Wahrheit noch grausamer macht.

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Wolverine verliert seine Erinnerungen

In der Episode 'Weapon X, Lies & Videotape' aus Staffel 4 trifft Logan (Cal Dodd) auf Silver Fox (Shannon Lawson), seinen alten Teamkollegen Sabretooth (Don Francks) und Maverick. Gemeinsam müssen sie erkennen, dass ihre Erinnerungen von der Weapon-X-Einrichtung manipuliert und gefälscht wurden.

Was diesen Moment so schmerzhaft macht, ist nicht die Entdeckung der Manipulation selbst, sondern die Frage, die danach bleibt: War die Liebesbeziehung zwischen Logan und Silver Fox jemals echt? Beide trauern um eine Vergangenheit, die vielleicht nie existiert hat. Silver Fox weist Wolverine (Cal Dodd) am Ende der Episode zurück, unabhängig davon, ob ihre gemeinsame Zeit real war oder nicht.

Wolverines Leben war selten von Glück geprägt. Diesem Charakter auch noch die letzte Erinnerung an Wärme und Zuneigung zu nehmen, ist eine der grausamsten Wendungen der gesamten Serie.

Beast zahlt den Preis seiner Andersartigkeit

Beast (George Buza) kann sich nicht verstecken. Sein blau-pelziges Äußeres macht ihn unübersehbar als Mutanten, und genau das wird ihm in der Episode 'Beauty & the Beast' zum Verhängnis. Er behandelt die blinde Carly Crocker (Caroly Larson) im Krankenhaus und verliebt sich in sie, doch ihr Vater lehnt die Verbindung wegen Beasts Mutantentum ab.

Als die Miliz 'Friends of Humanity' das Krankenhaus angreift und Carly entführt, rettet Beast sie gemeinsam mit den X-Men. Der eigentliche Schmerz folgt danach: In der Schlussszene beendet Beast die Beziehung, bevor sie überhaupt beginnen konnte. Beide wissen, dass eine Romanze Carly dauerhaft in Gefahr brächte.

Beast hat sein Leben dem Helfen anderer gewidmet. Dass er dafür nicht Liebe, sondern Einsamkeit erntet, macht diesen Abschied doppelt schwer zu ertragen.

Jean Grey verabschiedet sich in der Sonne

Die 'Phönix-Saga' gilt als eine der berühmtesten Geschichten im X-Men-Universum, und die Animationsserie widmete ihr in Staffel 3 den Raum, den sie verdient. In der Episode 'Child of Light' erkennen Jean (Catherine Disher) Grey (Catherine Disher) und die Phönix-Kraft, dass sie sich gemeinsam in die Sonne stürzen müssen, um das mächtige Artefakt des M'Kraan-Kristalls zu stoppen.

Der erschütterndste Moment: Jean verabschiedet sich per psychischer Projektion von ihren Teamkollegen an Bord eines Raumschiffs. Cyclops (Norm Spencer) (Norm Spencer) kann seiner großen Liebe nicht einmal richtig die Hand halten. In ihren letzten Sekunden wünscht Jean, er könnte die Schönheit des Sonnenlichts sehen.

Jean kehrt später in der Staffel zurück, doch das mildert den Schmerz dieser Szene nicht. Das Team glaubte in diesem Moment wirklich, sie verloren zu haben, und Cyclops' Hilflosigkeit ist kaum auszuhalten.

Professor X verlässt die Erde für immer

Das Serienfinale 'Graduation Day' endet mit einem Schock: Henry Gyrich (Barry Flatman) schießt auf Professor (Cedric Smith) X (Cedric Smith) bei einer Pressekonferenz. Der Angriff schädigt Xaviers Kräfte und versetzt ihn in ein Koma. Die einzige Rettung ist die Reise zum Planeten Shi'ar mit Königin Lilandra, was bedeutet, dass er wohl nie zurückkehren wird.

Xavier nimmt sich die Zeit, jeden einzelnen seiner Schüler zu verabschieden und ihnen zu sagen, wie stolz er auf sie ist. Dann tritt Magneto (David Hemblen) an seine Seite und erklärt seinem alten Freund und Feind, es gebe 'nichts Wichtigeres', als ihm zu helfen. Diese Szene fasst Jahrzehnte einer komplizierten Freundschaft in einem einzigen Satz zusammen.

Der Cliffhanger blieb über 20 Jahre unaufgelöst, bis 'X-Men '97' auf Disney+ die Geschichte weitererzählte. Dass Gambits Opfertod gegen den mutantenjagenden Roboter Master Mold (Eric Bauza) in der Fortsetzung ähnlich brutal wirkt, zeigt, wie tief die emotionale DNA beider Serien verankert ist.

Nightcrawlers Mutter ließ ihn zurück

Die bewegendste Szene der gesamten Serie findet sich in 'Bloodlines', einer Episode, die Nightcrawlers Vergangenheit aufrollt. Auf der Suche nach seiner verschollenen Mutter stößt Kurt Wagner auf Mystique (Jennifer Dale), die gesteht, genau die Frau zu sein, nach der er sein Leben lang gesucht hat. Ein Rückblick zeigt, wie Mystique gezwungen war, ihren neugeborenen Sohn zurückzulassen, nachdem sein bayerischer Vater entsetzt auf die Geburt des blaublauen Mutantenkindes reagiert hatte. Sie floh in den Wald und ließ ihn an einem Wasserfall zurück.

Eine Mutter, die ihr Baby verlässt, ist für sich genommen schon ein erschütterndes Bild. Dass dieser Sohn als Nightcrawler aufwuchs und trotz allem Hass und aller Ablehnung ein Leuchtturm der Hoffnung blieb, macht die Szene noch schwerer zu tragen. Dazu kommt die tragische Ironie, dass Mutter und Sohn als X-Men und Mitglied der Bruderschaft der Mutanten auf verfeindeten Seiten stehen.

Nightcrawler bleibt trotz allem einer der resilientesten Helden der Serie. Dass er Mystique nach dieser Enthüllung nicht mit Bitterkeit begegnet, sagt alles über seinen Charakter.

Quelle: YTVZuletzt aktualisiert: 10.06.2026, 23:16 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann
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Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.

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