House of the Dragon Staffel 3 startet mit der Schlacht, die zwei Jahre wartete

·22.06.2026, 14:46 Uhr·4 Min
House of the Dragon Staffel 3 startet mit der Schlacht, die zwei Jahre wartete
Bild: HBO · TMDB

Rhaenyra verliert schon in Folge 1 ihren zweiten Sohn. Jace Velaryon stirbt in der Gullet-Seeschlacht, dem teuersten Auftakt, den House of the Dragon je gedreht hat. Fans, die zwei Jahre auf diesen Moment warteten, bekommen einen Helden-Tod statt ein stilles Ende.

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Die Seeschlacht, die zweimal warten musste

Die Staffel-3-Premiere von House of the Dragon beginnt dort, wo Staffel 2 eigentlich hätte enden sollen: mitten in der Schlacht im Meerengen, bekannt als die Gullet-Seeschlacht, eine der folgenreichsten Auseinandersetzungen im Tanz der Drachen. Showrunner Ryan Condal hatte die Sequenz ursprünglich für das Finale der zweiten Staffel geplant, doch der Autorenstreik von 2023 zwang die Produktion, die aufwendige Seeschlacht zu streichen.

Mehr als zwei Jahre nach der Staffel-2-Premiere kehrt die Serie nun mit diesem Spektakel zurück, diesmal als Auftakt statt als Abschluss. Das Team Schwarz, treu ergeben Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy), gewinnt die Konfrontation gegen die Streitkräfte von Aegon (Tom Glynn-Carney). Doch der Sieg hat einen hohen Preis.

Abigail Thorn spielt Shark Lohar, die Kommandeursrolle auf der gegnerischen Seite gegen Corlys Velaryon, und auch sie überlebt die Schlacht nicht. Das Chaos eskaliert weiter, als Baela (Bethany Antonia) die Kontrolle über ihren Drachen verliert, ausgelöst durch den überraschenden Auftritt ihrer Schwester Rhaena (Phoebe Campbell) auf einem unkontrollierbaren neuen Drachen.

Jaces Tod: Heldenmut und Tragik

Jace Velaryon, Rhaenyras ältester Sohn und von Harry Collett verkörpert, stirbt, als er seiner Geliebten Baela zu Hilfe eilt. Nachdem er seinen eigenen Drachen Vermax beruhigt hat, treffen ihn mehrere massive Bolzen, die ihn augenblicklich töten. Es ist das zweite Kind, das Rhaenyra in diesem Krieg verliert.

Collett selbst zeigt sich im Gespräch mit dem Hollywood Reporter alles andere als niedergeschlagen. 'Ich bin so glücklich, wie es geworden ist', sagt er. 'Es ist so cool abzugehen. Es wird nicht einfach unter den Tisch gekehrt. Es ist sehr wirkungsvoll, in einer so großartigen und epischen Episode. Was für ein heldenhafter Tod.' Der Schauspieler betont, dass Jace nicht hätte an der Schlacht teilnehmen sollen, Rhaenyra hatte ihm das ausdrücklich verboten.

Collett reflektiert die Tragik der Figur mit Nachdruck: 'Er hat bewiesen, dass er ein echter Anführer ist, der sein Leben für seine Mutter opfert. Aber so sehr es auch seine Entscheidung war: Er ist einfach ein Kind. Kinder machen dumme Dinge. Ich glaube nicht, dass er je dachte, er würde sterben.' Und dann fügt er hinzu: 'Er könnte geehrt sein, im Kampf zu sterben. Es war ziemlich legendär. Und ohne seinen Tod? Die Schlacht wäre verloren.'

Collett wusste es seit Staffel eins

Für Harry Collett kam Jaces Tod nicht als Schock. Die Produktion informiert Schauspieler frühzeitig über das Schicksal ihrer Figuren, was bei House of the Dragon durch die literarische Vorlage von George R.R. Martin ohnehin möglich ist. 'Ich habe erfahren, was mit Jace passiert, ungefähr in Staffel eins', sagt Collett. 'Es war also kein Schock, und ich bin froh darüber.'

Collett erklärt das Prinzip hinter dieser Transparenz: 'Man erfährt das Schicksal der Figuren, wenn man gecastet wird. Manche Dinge können sich ändern, aber nichts so Drastisches.' Das gibt den Darstellern Zeit, sich emotional und schauspielerisch auf den Abschied vorzubereiten, anstatt ihn erst beim Skript-Lesen zu entdecken.

Für die finalen Drehtage kamen Kollegen aus anderen Studios vorbei, um sich zu verabschieden. 'Emma kam, Matt Smith kam. Viele Leute, die in anderen Studios gedreht haben, kamen auch. Es war wirklich schön', so Collett. Neben den Erinnerungen nahm er auch zwei handfeste Andenken mit: Jaces Schwert und den Stunt-Kopf seines Drachen Vermax. 'Er ist riesig', sagt Collett mit einem Lachen. 'Ich bin sehr stolz darauf.'

Was bedeutet Jaces Tod für Rhaenyra?

Bethany Antonia, die Baela spielt, beschreibt Jaces Tod als dramatischen Wendepunkt für die gesamte Staffel. 'Man muss sich daran erinnern, warum Rhaenyra das alles überhaupt tut, wenn alle um sie herum tot sind', sagt sie. 'Der ganze Grund, warum sie diesen Krieg begann, war, dass ihre Kinder legitimiert werden. Was ist der Preis? Was ist das Ziel des Krieges jetzt, wenn die Menschen nicht mehr da sind, für die man gekämpft hat?'

Diese Frage trifft den Kern der kommenden Staffel. Rhaenyra hat bereits ein Kind im Konflikt verloren, nun ist Jace der zweite Verlust. Dass er gegen ihren ausdrücklichen Willen in die Schlacht zog, macht den Schmerz noch schwerer zu tragen.

Harry Collett hat noch einen letzten Auftritt in der Staffel, eine abschließende Szene, die Rhaenyras Trauer unterstreicht. Der emotionale Bogen der Figur endet damit nicht abrupt, sondern mit einem Nachhall, der die Serie in eine neue, dunklere Phase führt.

Staffel 3 startet mit vollem Tempo

House of the Dragon Staffel 3 setzt dort an, wo die zweite Staffel aufgehört hat, und verliert keine Zeit. Die Entscheidung, die Gullet-Seeschlacht an den Anfang zu stellen statt ans Ende, verändert den Rhythmus der neuen Staffel grundlegend: Der Ton ist von der ersten Minute an tödlich ernst.

In Deutschland ist die Serie bei WOW und Sky Go abrufbar. Die Produktion stammt von Showrunner Ryan Condal, der die Vorlage aus George R.R. Martins 'Feuer und Blut' adaptiert. Mit dem Verlust von Jace Velaryon verliert die Serie eine ihrer zentralen Figuren der ersten beiden Staffeln.

Für Harry Collett endet damit ein Kapitel, das er seit der ersten Staffel kannte. Sein Abschied ist gleichzeitig ein Startschuss: für Rhaenyras Trauer, für neue Machtverschiebungen im Tanz der Drachen und für eine Staffel, die von Anfang an klarstellt, dass niemand sicher ist.

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Quelle: HBOZuletzt aktualisiert: 22.06.2026, 14:46 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann
Autor
Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.

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