Heated Rivalry dominiert die TV Academy, ohne einen Emmy gewinnen zu dürfen

10,6 Millionen Zuschauer pro Folge, aber kein Emmy möglich. Heated Rivalry, die Hockey-Romanze von Jacob Tierney für den kanadischen Streamingdienst Crave, bleibt trotz massiver US-Reichweite von der Emmy-Wertung ausgeschlossen. Für die TV Academy ist das eine offene Wunde: Sie will die Serie ehren, darf es aber nicht.
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Warum keine Emmy-Berechtigung besteht
Heated Rivalry wurde ausschließlich von kanadischen Produzenten realisiert und hat keinen amerikanischen Produktionspartner. Das macht die Serie nach den geltenden Emmy-Regeln nicht teilnahmeberechtigt, obwohl die TV Academy die Show nach eigenen Angaben sehr gerne auszeichnen würde.
Jacob Tierney schuf die Serie als Produktion von Accent Aigu Entertainment für den kanadischen Streamingdienst Crave, der zu Bell Media gehört. Während der Entwicklung gab es durchaus Gespräche mit potenziellen US-Finanziers, doch als diese Einfluss auf das kreative Konzept nehmen wollten, entschied sich Bell Media, den Weg ohne amerikanischen Partner zu gehen.
Zum Vergleich: Serien wie 'Downton Abbey', 'Squid Game' oder 'Baby Reindeer' stammten ebenfalls aus dem Ausland, waren aber durch amerikanische Studio- oder Senderbeteiligungen Emmy-fähig. Heated Rivalry blieb konsequent kanadisch, was die Auszeichnungslage kompliziert, dem kreativen Kern der Serie aber offenbar zugutekam.
HBO Max und die Zurückhaltung von Casey Bloys
HBO sicherte sich die US-Ausstrahlungsrechte erst wenige Wochen vor dem Serienstart, war also nicht an der Produktion der ersten Staffel beteiligt. Rechtlich hätte HBO theoretisch auf eine Produktionsbeteiligung an Staffel 2 bestehen können, um die Serie Emmy-fähig zu machen.
HBO-Chef Casey Bloys entschied sich bewusst dagegen. Im Dezember 2025, auf dem Höhepunkt des Heated-Rivalry-Hypes, erklärte er: 'Das Letzte, was die Serie braucht, sind Leute, die in das eingreifen, was funktioniert. Sie haben offensichtlich ein gutes Gespür für die Show. Also freue ich mich darauf, meine Episoden zu empfangen und sie auf HBO Max hervorzuheben.'
Diese Zurückhaltung kostet HBO Max zwar mögliche Emmy-Nominierungen, doch der Streamingdienst profitiert trotzdem enorm vom Erfolg der Serie. Laut Warner Bros. Discovery erreichte Heated Rivalry im Schnitt 10,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer pro Folge in den USA.
Television Academy Honor als Ausweg
Am 20. Mai 2026 vergab die Television Academy sechs Television Academy Honors. Diese Auszeichnung würdigt außergewöhnliche Fernsehproduktionen, die gesellschaftlichen Wandel anstoßen, und ist nicht an die Emmy-Zulassungsregeln gebunden.
Heated Rivalry stand dabei ganz oben auf der Liste. Damit hat die TV Academy einen formellen Weg gefunden, die Serie trotz fehlender Emmy-Berechtigung offiziell anzuerkennen. Neben dem Television Academy Honor sammelte die Show zuletzt auch einen Peabody Award, einen GLAAD Media Award sowie zahlreiche Nominierungen für die Canadian Screen Awards.
Die Auszeichnungen zeichnen ein klares Bild: Heated Rivalry ist weit mehr als ein Streaming-Phänomen. Die Serie hat eine kulturelle Wirkung entfaltet, die Branchengrenzen und nationale Kategorien übersteigt.
Storrie und Williams: Überall präsent
Die Hauptdarsteller Connor Storrie und Hudson Williams sind seit dem Finale der ersten Staffel am 26. Dezember 2025 kaum noch aus der Öffentlichkeit wegzudenken. Storrie moderierte im Februar 2026 eine Ausgabe von 'Saturday Night Live' und wurde Markenbotschafter für Tiffany & Co. sowie Yves Saint Laurent. Außerdem ist er für mehrere Kinofilme gebucht.
Hudson Williams erschien in einem Musikvideo der Sängerin Laufey, wirbt für Peloton und hat eine Reihe neuer Film- und Serienprojekte angekündigt. Gemeinsam trugen Storrie und Williams die Olympische Fackel bei den Winterspielen 2026 und zeigten sich auf dem roten Teppich der Met Gala.
Auf der diesjährigen Emmy-Verleihung werden beide voraussichtlich als Moderatoren auftreten, auch wenn sie selbst keine Trophäe entgegennehmen dürfen. Der Witz schreibt sich fast von selbst, und die TV Academy dürfte das genau so einkalkuliert haben.
Half Man als Emmy-Favorit im Blick
Während Heated Rivalry außen vor bleibt, positioniert sich HBO Max mit einer anderen internationalen Produktion für die Emmy-Saison. 'Half Man' von Richard Gadd, dem Schöpfer von 'Baby Reindeer', gilt als starker Anwärter auf mehrere Auszeichnungen.
Gadd könnte damit an seine Erfolge mit 'Baby Reindeer' anknüpfen und weitere Trophäen gewinnen. HBO Max war bei 'Half Man' früh genug eingebunden, um die Voraussetzungen für eine Emmy-Berechtigung zu erfüllen, was den entscheidenden Unterschied zur Situation bei Heated Rivalry ausmacht.
Für Heated Rivalry bleibt die Emmy-Sperre vorerst bestehen. Ob Staffel 2 mit einer US-Beteiligung produziert wird und damit zukünftige Nominierungen möglich macht, ist bislang nicht bekannt.
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Heated Rivalry bestätigt 2 Hauptrollen, was die Wende auslöst
Zwei neue Hauptrollen verschieben sofort das Zentrum von Staffel 2. Daniel Diemer spielt Ryan Price, Shaheen Jafargholi Fabian Salah, der Start bei HBO Max ist für Frühjahr 2027 geplant. Für Zuschauer heißt das: Heated Rivalry baut seine Konflikte nicht nur aus, sondern verteilt das Gewicht der Geschichte neu.

Was Heated Rivalry Staffel 2 aus Band 6 übernimmt und wie sich die Beziehung verändert
Wie viel bleibt von Staffel 2 noch wirklich ein Geheimnis? Showrunner Jacob Tierney hat bestätigt, dass die neue Staffel auf Band 6, The Long Game, aufbaut und Elemente aus Band 5 einwebt. Wer die Bücher noch nicht kennt, hat also noch die Wahl: Spoiler in Kauf nehmen oder überrascht werden.

Heated Rivalry Staffel 2 startet Dreharbeiten 2026 mit Krisenstory
Jacob Tierney dreht Heated Rivalry Staffel 2 ab August 2026. Die Staffel adaptiert The Long Game, das sechste Buch von Rachel Reid, mit Ziel Frühjahr 2027 auf HBO Max. Tierney prüft zudem, ob er den Stoff auf zwei Staffeln verteilt.
Artikel geschrieben von:
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