Hargitay nennt es Heimkommen: Law & Order: Special Victims Unit dreht Staffel 27 neu auf

Nach 26 Staffeln unter Männern übernimmt erstmals eine Frau das Ruder. Michele Fazekas leitet Law & Order: SVU ab Staffel 27 als erste Showrunnerin der Seriengeschichte. Für Mariska Hargitay ist das nicht weniger als eine Rückkehr zu den Wurzeln der Serie.
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Fazekas kehrt nach 20 Jahren zurück
Michele Fazekas kennt Mariska Hargitay und das SVU-Team seit 25 Jahren. Zwischen Staffel 3 und Staffel 7 saß sie bereits im Autoren-Raum der Serie, bevor sie andere Projekte verfolgte. Als das Team von Dick Wolf am Ende von Staffel 26 einen neuen Showrunner suchte, passte das Timing perfekt: Fazekas hatte gerade die Arbeit an der Amazon-Serie Gen V abgeschlossen und war offen für eine neue Herausforderung.
Mit ihrer Rückkehr schrieb sie Geschichte. Fazekas wurde zur ersten Frau, die Law & Order: SVU als Showrunnerin leitet, und das nach 26 Staffeln unter männlicher Führung. Hargitay beschreibt es schlicht als das, was die Serie am dringendsten brauchte.
Hargitay hatte diesen Wunsch seit Jahren
Mariska Hargitay, die die Hauptrolle der Olivia Benson (Mariska Hargitay) verkörpert und gleichzeitig als ausführende Produzentin tätig ist, macht keinen Hehl daraus, wie sehr sie auf diesen Moment gewartet hat. 'Ich hatte seit einigen Jahren eine geheime Fantasie, eine Showrunnerin zu haben', erklärte sie. 'Michele und ich haben uns immer gut verstanden. Sie war so klug, und die Jahre, in denen sie bei SVU war, gehörten zu meinen Favoriten. Ihre Episoden damals waren die besten.'
Für Hargitay fühlt sich die Zusammenarbeit an wie 'gleichzeitig neu und nach Hause kommen'. Sie betont, dass Fazekas emotionale Nuancen und komödiantische Momente trifft, die tief in der DNA der Figur Olivia Benson verwurzelt sind, und dass diese Verbindung dem Publikum nicht verborgen bleibt.
Kein Raum für Toxizität am Set
Fazekas beschreibt die Arbeitsatmosphäre in Staffel 27 mit ungewöhnlicher Offenheit. Sie habe in der Vergangenheit in sehr toxischen Umgebungen gearbeitet, weshalb sie das aktuelle Klima besonders schätze: 'Wir rudern alle in dieselbe Richtung. Es gibt keine Toxizität. Wir alle wollen einfach eine gute Serie machen und es nicht schwieriger gestalten als nötig.'
Ein konkretes Beispiel: Fazekas fiel früh auf, dass Wände und Beleuchtung am Set zu düster wirkten. Sie sprach Regisseurin Brenna Malloy direkt darauf an, der Hinweis wurde aufgenommen und umgesetzt. Diese Art von reibungsloser Kommunikation zieht sich nach Aussage aller Beteiligten durch die gesamte Staffel.
Ein starkes Team hinter der Kamera
Staffel 27 brachte mehrere personelle Verstärkungen. Kelli Giddish, die in Staffel 24 aus der Serie ausgeschrieben worden war, kehrte zurück. Regisseurin Brenna Malloy, die zuvor an sechs Wolf-Produktionen mitgewirkt und in Staffel 26 eine SVU-Episode inszeniert hatte, wurde in dieser Staffel zur Co-Executive-Producerin befördert und führte bei vier Episoden Regie. 'Wir beflügeln uns gegenseitig mit unserer Energie und dem Antrieb, die beste Version einer Szene zu finden', sagt Malloy.
Anastasia Puglisi und Rebecca McGill, beide ausführende Produzentinnen bei SVU und leitende Vizepräsidentinnen bei Wolf Entertainment, vervollständigen das Kernteam. McGill hebt hervor, dass die Texte in dieser Staffel eine besondere Sorgfalt und Absicht tragen: 'Es kommt aus ihrer Perspektive und aus ihren Herzen. Diese Figuren sind für mich und das Publikum keine bloßen Charaktere, sie sind Menschen.' Puglisi ergänzt, dass das Umfeld derzeit 'das inspirierendste' sei, das sie je erlebt habe.
Finales Staffelfinale: Regen und Emotionen
Fazekas schrieb das Finale der Staffel selbst und fügte dem Höhepunkt der Geschichte ein entscheidendes Element hinzu: Regen. Die Szene, in der Hargitay als Olivia Benson mitten in der Nacht im Wald steht, durchnässt und das Opfer haltend, wurde zum emotionalen Mittelpunkt der Episode. Malloy erinnert sich: 'Ich habe Olivia Benson im Regen im Piloten kennengelernt. Hier ist sie, 27 Jahre später, noch immer in den Elementen für Gerechtigkeit kämpfend.'
Nach der letzten Einstellung verlangte Hargitay einen weiteren Take, der laut Malloy etwas 'so Zartes und Mütterliches' hatte, dass er den Unterschied ausmachte. Fazekas bringt es auf den Punkt: 'Sie macht es nicht auf Autopilot. Sie kassiert nicht einfach ihr Gehalt. Sie macht alle besser.' Hargitay selbst zieht nach 27 Jahren ein persönliches Fazit: 'Das war eine meiner Lieblingsfolgen.'
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Warum Rollins in Law & Order: Special Victims Unit gerade so anders wirkt
Rollins ist in Staffel 27 angekommen, wo sie nie war: zuhause. Kelli Giddish beschreibt ihre Figur als erstmals geerdet, durch die Ehe mit ADA Carisi und eine echte Familienbasis. Für Fans bedeutet das eine Rollins, die sie in 27 Staffeln so nicht gesehen haben.

Vom Zuschauerrang auf die Bühne: Hoda Kotbs bewegender Abend mit Hargitay
Hoda Kotb betrat die Broadway-Bühne, ohne es geplant zu haben. Das Stück Every Brilliant Thing lebt von Publikumsbeteiligung, und Hargitay zog Kotb persönlich nach vorne. Dass ausgerechnet eine der bekanntesten TV-Moderatorinnen des Landes spontan mitspielte, macht den Abend zum viralen Moment.

Staffel 30 von Law & Order: Special Victims Unit rückt näher als viele denken
Die meisten Serien sterben vor Staffel 10, SVU plant Staffel 30. Staffel 28 startet im Herbst 2026 auf NBC, mit Hargitay als einzigem verbliebenen Original-Cast-Mitglied. Dass ausgerechnet eine 1999 gestartete Krimiserie diesen Weg geht, stellt alle TV-Gesetze auf den Kopf.
Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
Alle Artikel von NinaNina hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.