Grey's Anatomy Staffel 23 kommt, aber ohne zwei seiner größten Figuren
Schönes Ende, bitterer Abgang: Finanzielle Zwänge beendeten zwei Karrieren bei Grey's. Kevin McKidd und Kim Raver wurden nach Staffel 22 nicht mehr verlängert, obwohl Showrunnerin Meg Marinis die Tür für eine Rückkehr offenhalten wollte. Grey's Anatomy geht in Staffel 23 weiter, aber ohne sein langjähriges Herzstück.
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Eine finanzielle Entscheidung mit emotionalen Folgen
Der Abgang von Owen Hunt und Teddy Altman war keine kreative Wunschentscheidung, sondern wurde durch finanzielle Überlegungen ausgelöst. Showrunnerin Meg Marinis beschreibt den Prozess als außerordentlich schwierig und schmerzhaft, sowohl für sie persönlich als auch für die betroffenen Schauspieler.
Marinis und Serienschöpferin Shonda Rhimes führten ein offenes Gespräch mit McKidd und Raver, in dem sie den beiden mitteilten, dass ihre Figuren vorerst ein Ende finden würden. Gleichzeitig wurde betont, dass eine Rückkehr in späteren Staffeln nicht ausgeschlossen sei.
Marinis erinnert sich: 'Das sind immer sehr schwierige und sehr schmerzhafte Gespräche. Es gab viele Umarmungen und viele Tränen zwischen uns dreien.'
Paris als letztes Kapitel für Owen und Teddy
Innerhalb der Serienhandlung finden Owen und Teddy zueinander zurück: Die beiden geschiedenen Figuren versöhnen sich und beschließen, gemeinsam mit ihren Kindern ein neues Leben in Paris zu beginnen. Marinis betont, dass sie den Charakteren einen würdigen Abschluss geben wollte.
'Ich habe das Gefühl, wir haben ihnen ein wunderschönes Ende gegeben', sagt Marinis. Dabei übernimmt Teddy die Führung, während Owen ihr folgt, was den Entwicklungsbogen beider Figuren konsequent abschließt.
Owen kam einst als Soldat mit einem Trauma auf der Suche nach Verbindung nach Seattle. Teddy wiederum kam ursprünglich seinetwegen. Dass nun sie den nächsten Schritt vorgibt, empfindet Marinis als stimmige Vollendung ihrer Geschichte.
Kein Serientod für Owen Hunt
Intern wurde offenbar auch ein dramatischeres Ende diskutiert. Marinis bestätigt, dass ein ikonischer Serientod für Owen Hunt im Gespräch war. Doch sie lehnte diese Option ab: 'Es wurde definitiv als ikonischer Grey's-Anatomy-Tod vorgeschlagen. Aber ich kann Owen Hunt nicht töten.'
Diese Entscheidung hält die Tür für eine mögliche Rückkehr offen. Marinis machte deutlich, dass 'vorerst' das entscheidende Wort sei, wenn es um das Ende der beiden Figuren geht.
Die letzte gemeinsame Szene von McKidd und Raver vor der Kamera war entsprechend emotional aufgeladen. Marinis bestätigte, dass es sich dabei tatsächlich um die finale Aufnahme der beiden zusammen handelte.
Zwei Ikonen nach über 15 Jahren
Kevin McKidd stieß in Staffel fünf zur Besetzung von Grey's Anatomy, Kim Raver folgte in Staffel sechs. Beide gehörten damit zu den am längsten dienenden Mitgliedern des Ensembles und prägten die Serie über mehr als 15 Jahre.
Neben den Hauptdarstellern wie Ellen Pompeo und Scott Speedman zählten McKidd und Raver zu jenen Gesichtern, die dem Krankenhaus-Drama seine emotionale Tiefe verliehen. Ihr Abgang markiert das Ende einer Ära.
Die Serie bleibt dennoch stark aufgestellt: Neben Speedman gehören auch Will Sharpe, Paul Bettany, RuPaul und Stephen Colbert zu den Darstellern, die in der aktuellen oder kommenden Staffel Teil des Projekts sind.
Grey's Anatomy geht in Staffel 23
Trotz des Abschieds zweier langjähriger Hauptfiguren läuft Grey's Anatomy weiter: Die Serie wurde offiziell für eine 23. Staffel verlängert. Das Langlebigkeits-Drama zeigt damit erneut, dass es auch nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht an Schwung verliert.
Für deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer ist die Serie bei Disney+ und Joyn verfügbar. Wer die Abschiedsstaffel von Owen und Teddy noch nicht gesehen hat, kann alle Folgen dort streamen.
Showrunnerin Marinis hat signalisiert, dass sie trotz des schmerzhaften Prozesses stolz auf das Ergebnis ist. Owen und Teddy bekommen kein Ende durch Tod oder Scheitern, sondern durch Aufbruch, was für Grey's Anatomy ungewöhnlich und zugleich hoffnungsvoll ist.
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Er verlässt die Serie, aber er verlässt sie nicht wirklich. Kevin McKidd verabschiedet sich als Owen Hunt, kehrt jedoch als Regisseur hinter die Kamera zurück. Was das für Owens Schicksal im Finale bedeutet, lässt McKidd bewusst offen.

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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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