Good Omens scheitert als Finale an seinen eigenen Versprechen
Good Omens endet mit dem schlechtesten Rotten-Tomatoes-Wert der Serie. Die finale Staffel auf Prime Video besteht aus einer einzigen 90-minütigen Episode statt sechs geplanten Folgen. Für Fans bedeutet das: ein überhasteter Abschluss, der jahrelange Investition in die Serie kaum würdigt.
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Ein Finale in 90 Minuten gepresst
Was als sechsteilige Staffel geplant war, ist am Ende eine einzige, 90-minütige Episode geworden. Staffel 3 von Good Omens schließt die Geschichte von Aziraphale (Michael Sheen (Doon Mackichan)-sheen)) und Crowley (David Tennant), gespielt von David Tennant und weiteren Hauptdarstellern, in einem Format ab, das Kritiker als überhastet und überladen beschreiben.
Viele Rezensenten bemängeln, dass sich die Episode anfühlt wie eine ganze Staffel Fernsehen, die in ein Filmformat gezwängt wurde. Charakterentwicklung, die sonst über mehrere Folgen hätte atmen können, bleibt auf der Strecke.
Das Ergebnis ist ein Finale, das zwar die Handlung formal zu Ende bringt, dem Publikum aber kaum Zeit lässt, emotional mit den Figuren mitzugehen, die es über zwei Staffeln begleitet hat.
Gaimans Abgang veränderte alles
Der eigentliche Auslöser für diese Verdichtung ist der Rückzug von Neil Gaiman. Der Schöpfer der Serie, der in den ersten beiden Staffeln jede einzelne Episode selbst geschrieben hatte, trat zurück, nachdem ihn fünf Frauen öffentlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hatten.
Gaiman hatte Good Omens von Grund auf geprägt: Gemeinsam mit Regisseur Douglass Mackinnon formte er den Ton der Serie, der die Vorlage von Terry Pratchett und Gaiman selbst auf den Bildschirm übertrug. Sein Weggang hinterließ eine kreative Lücke, die unter großem Zeitdruck geschlossen werden musste.
Die Geschichte der finalen Episode trägt zwar weiterhin Gaimans Namen als Urheber, das Drehbuch wurde jedoch von Michael Marshall Smith und Peter Atkins verfasst. Regie führte Rachel Talalay, die damit die Aufgabe übernahm, ein schwieriges Erbe zu einem Abschluss zu bringen.
Kritiker und Publikum einig unzufrieden
Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hält Staffel 3 derzeit 60 Prozent bei den Kritikern, basierend auf 15 Rezensionen, und 40 Prozent beim Publikum, basierend auf über 100 Bewertungen. Beide Werte sind mit Abstand die niedrigsten in der Geschichte der Serie.
Die ersten beiden Staffeln wurden sowohl von Kritikern als auch vom Publikum deutlich positiver aufgenommen. Der Absturz in den Bewertungen zeigt, wie sehr Gaimans Handschrift und die ursprünglich geplante Erzählstruktur gefehlt haben.
Besonders das Publikum reagiert enttäuscht: Viele Zuschauer hatten auf einen würdigen Abschluss gehofft und empfinden das tatsächliche Ergebnis als unbefriedigend, unvollständig oder schlicht zu knapp bemessen.
Das Team hinter der finalen Folge
Rachel Talalay übernahm die Regie der abschließenden Episode. Die erfahrene Regisseurin, bekannt aus zahlreichen britischen Produktionen, stand vor der Herausforderung, eine Geschichte zu verfilmen, die ursprünglich für ein viel größeres Format gedacht war.
Doon Mackichan, die bereits in früheren Staffeln zu sehen war, gehört ebenfalls zum Ensemble der finalen Episode. David Tennant, das Herzstück der Serie, ist natürlich ebenfalls mit dabei und trägt die emotionale Last des Finales.
Michael Marshall Smith und Peter Atkins haben das Drehbuch auf Basis von Gaimans Storykonzept entwickelt. Wie gut es ihnen gelungen ist, den Geist der Vorlage zu bewahren, darüber gehen die Meinungen unter Fans und Kritikern deutlich auseinander.
Was bleibt von Good Omens?
Trotz der enttäuschenden Bewertungen bleibt Good Omens eine Serie, die über zwei Staffeln eine treue und leidenschaftliche Fangemeinde aufgebaut hat. Die ersten beiden Staffeln gelten weiterhin als Highlights des Fantasy-Genres auf Prime Video.
Die Geschichte um den Engel Aziraphale und den Dämon Crowley hat Millionen Zuschauer weltweit bewegt. Dass das Finale unter so unglücklichen Umständen entstehen musste, macht den Abschluss für viele noch bitterer.
Alle drei Staffeln von Good Omens sind auf Prime Video abrufbar. Wer die Serie noch nicht kennt, findet dort eine der charmantesten Fantasy-Produktionen der vergangenen Jahre, auch wenn das Ende nicht ganz hält, was die Anfänge versprochen haben.
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Nach dem Finale reden wieder Millionen über Good Omens
Zwei neue Charaktere, dieselbe unsterbliche Liebe: Das hat kaum jemand erwartet. Im Finale von Good Omens auf Prime Video spielen Tennant und Sheen keine Engel oder Dämonen mehr, sondern einen Professor und einen Buchhändler in einer Welt ohne göttliche Mächte. Dass das Finale trotzdem emotional einschlägt wie kein anderes, überrascht selbst eingefleischte Fans.

Das Ende von Good Omens Staffel 3 erklärt: Warum Aziraphale und Crowley alles opfern
Das Finale löscht fast die gesamte Existenz aus, bevor es endet. Erzengel Michael nutzt das Buch des Lebens, um Himmel, Erde und alles dazwischen zu tilgen. Dass ausgerechnet dieser Akt Aziraphale und Crowley zur Freiheit führt, hatte kaum jemand erwartet.

Good Omens scheitert als Finale: Kritiker sind so gespalten wie nie
Für Fans von Aziraphale und Crowley endet die Serie mit einem Wermutstropfen. Statt einer vollen Staffel gibt es nur 90 Minuten Abschluss, und die Kritiker zeigen sich so gespalten wie nie zuvor. Was Prime Video jetzt liefert, ist ein Finale unter Zwang.
Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
Alle Artikel von EmmaEmma hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.