Fez lebt weiter: Euphoria verabschiedet Angus Cloud im Staffel-3-Finale

·01.06.2026, 05:30 Uhr·3 Min
Fez lebt weiter: Euphoria verabschiedet Angus Cloud im Staffel-3-Finale
Bild: HBO · TMDB

Fez lebt im Serienuniversum weiter, obwohl sein Darsteller seit 2023 tot ist. Angus Cloud starb im Juli 2023 mit 25 Jahren, und Euphoria musste seine Figur ohne ihn zu Ende erzählen. Das Finale löst diesen Widerspruch mit einem Traum, der Abschied und Weiterleben zugleich bedeutet.

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Fezco lebt weiter im Serienuniversum

Angus Cloud spielte in den ersten beiden Staffeln von Euphoria den Drogendealer Fezco O'Neill, einen der engsten Vertrauten von Rue (Zendaya). Der Schauspieler starb im Juli 2023 im Alter von 25 Jahren in Oakland, Kalifornien, an akuter Intoxikation. Schon zum Staffelauftakt hatte Sam Levinson den Verlust mit einem expliziten Tribut anerkannt.

In Staffel 3 wird Fez zu Beginn als inhaftiert eingeführt. Rue telefoniert mit ihm und verspricht, ihn abzuholen, sobald er freikommt. Dieses Versprechen zieht sich als emotionaler Faden durch die gesamte Staffel und findet im Finale seinen Abschluss.

Rues letzter Traum von Fez

Im Staffelfinale schläft Rue bei Ali (Colman Domingo) ein, nachdem sie sich von Verletzungen erholt. Was wie eine Ruhepause wirkt, ist in Wahrheit ihr letzter Atemzug: Alamo hatte ihr Fentanyl als Schmerzmittel verkauft, und Rue stirbt an einer Überdosis.

In ihrem Traum sieht Rue eine Nachrichtenmeldung über einen flüchtigen Häftling, der mithilfe von Parkour aus einem Gefängnis entkommen ist. Es ist Fez. 'Ich muss ihn holen', sagt Rue zu Ali. 'Ich habe ihm versprochen, ihn abzuholen, wenn er rauskommt. Ich muss fahren.'

Rue steigt ins Auto, fährt zu Fez' Kiosk aus der ersten Staffel, der nun verbarrikadiert und verlassen ist, und trifft dort auf ihn. Die beiden sind glücklich. Es ist ein Abschied, der nur im Traum möglich ist.

Levinson wollte Fez schützen

Sam Levinson sprach gegenüber Entertainment Weekly offen über seine Entscheidung, Fezco nicht aus der Serie zu streichen. 'Ich habe sehr hart darum gekämpft, ihn sauber zu halten, solange er lebte, und sein Tod hat mich wirklich hart getroffen', sagte er.

Levinson ergänzte: 'Wenn ich ihn im Leben nicht am Leben erhalten konnte, dann wenigstens in der Serie.' Dieser Satz erklärt, warum Fez weder im Tod noch im Abspann aus der Geschichte entfernt wurde, sondern als lebendige Figur in Rues Finale auftaucht.

Die Entscheidung, Fez in Rues Sterbemoment zu platzieren, ist damit mehr als ein dramaturgischer Kniff. Sie ist ein persönliches Statement des Showrunners über Verlust, Freundschaft und die Möglichkeit, Menschen durch Fiktion zu bewahren.

Ein Finale mit mehrfachem Abschied

Das Staffelfinale von Euphoria trägt mehrere Verluste gleichzeitig. Neben Angus Cloud hatte die Produktion auch den Tod von Schauspieler Eric Dane sowie Produzent Kevin Turen zu verkraften, die ebenfalls im Laufe der Entstehung von Staffel 3 verstorben waren.

Bereits zum Staffelauftakt hatte Levinson alle drei mit einem Widmungstext geehrt. Das Finale setzt diesen Gedanken fort, indem es Fezcos Geschichte nicht einfach abschließt, sondern in Rues letzten Bewusstseinsmomenten verankert.

Rues Überdosis durch das von Alamo als Schmerzmittel getarnte Fentanyl gibt der Traumsequenz eine zusätzliche Tragik: Sie stirbt in dem Glauben, auf dem Weg zu ihrem Freund zu sein.

Angus Clouds Erbe in der Serie

Fezco war von Beginn an eine der ungewöhnlichsten Figuren in Euphoria: ruhig, loyal, moralisch vielschichtig. Angus Cloud, der vor seiner Rolle keinerlei Schauspielerfahrung hatte, gab dem Charakter eine Schwere und Wärme, die in der Serie einzigartig blieb.

Die Traumsequenz im Finale funktioniert als Anerkennung dieser Wirkung. Sie sagt ohne Worte, dass Fez für Rue nie nur ein Dealer war, sondern jemand, den sie bis zuletzt nicht loslassen konnte.

Euphoria ist in Deutschland bei WOW verfügbar. Staffel 3 ist dort vollständig abrufbar.

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Quelle: HBOZuletzt aktualisiert: 01.06.2026, 05:30 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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