Erst Konter, dann Entschuldigung: Hugh Laurie über seinen Dr. House-Tweet

House-Fans feierten Laurie, doch der Schauspieler bereut seinen Angriff. Er hatte die Kritikerin öffentlich mit Kahlo, Moore und Bach verglichen, um die Serienautoren zu verteidigen. Jetzt zeigt er eine Seite, die selbst Dr. House nie gezeigt hätte: echte Reue.
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Viraler Post löst Streit aus
Janet Murray, eine britische Journalistin, hatte die Serie Dr. House zum ersten Mal gesehen und anschließend auf X geschrieben, das Arztdrama habe 'jede Folge die gleiche Handlung'. Dieser Post verbreitete sich rasend schnell und zog Tausende Reaktionen nach sich.
Hugh Laurie, der in der Serie die Hauptrolle des zynischen Arztes Gregory House (Hugh Laurie) spielte, mischte sich direkt ein. Er verwies auf große Kunstformen, die ebenfalls Variationen eines Themas seien, darunter Skulpturen von Henry Moore und Selbstporträts von Frida Kahlo, und schloss seinen Kommentar mit dem Satz: 'Ich freue mich auf Ihren ersten Roman!'
Die Reaktion des Schauspielers wurde ihrerseits millionenfach geteilt. Was zunächst wie eine schlagfertige Verteidigung wirkte, bekam später einen anderen Beigeschmack.
Laurie räumt Fehler ein
Kurz nach dem Wirbel meldete sich Laurie erneut zu Wort und entschuldigte sich bei Murray. Er schrieb: 'Es tut mir leid, wenn Menschen dich wegen meines Tweets angegangen sind. Das war überhaupt nicht geplant. Ich war leicht angetrunken und bereits wegen etwas verärgert, das nichts mit dir zu tun hatte.'
Laurie ergänzte, auch er selbst habe Kritik einstecken müssen, und beschrieb sich selbst als 'dünnhäutig'. Gleichzeitig betonte er, eigentlich die Autorinnen und Autoren der Serie verteidigen zu wollen, die er sehr schätze: 'Ich habe für die Autoren Partei ergriffen, die ich verehrt habe.'
Sein Geständnis, angetrunken gepostet zu haben, erklärt möglicherweise auch einen sachlichen Fehler in seinem ursprünglichen Tweet: Laurie bezeichnete Dr. House dort als NBC-Produktion, obwohl die Serie für Fox lief. Produziert wurde sie von Universal Television, einer Tochterfirma von NBCUniversal.
Selbstkritik und Kunstvergleiche
Im Nachgang räumte Laurie auch inhaltlich ein, dass seine Kunstvergleiche unglücklich gewählt waren. 'Ich hätte Bach, Kahlo und Moore nicht zitieren sollen, das war eine Einladung zum Streit', schrieb er. Als besseres Beispiel nannte er die rund 10.000 Blueslieder, die alle auf der gleichen Zwölftakt-Akkordstruktur beruhen.
Mit diesem Vergleich wollte Laurie unterstreichen, dass Wiederholung in der Kunst kein Makel ist, sondern Teil einer Tradition. 'Ich habe die meisten davon gehört und werde es weiterhin tun. Weil wir lieben, was wir lieben', schrieb er.
Die Aussage zeigt, wie persönlich Laurie Dr. House nimmt. Die Serie lief von 2004 bis 2012 und machte ihn international bekannt. In Deutschland ist sie weiterhin bei Netflix abrufbar.
Journalistin berichtet von Trolling
Janet Murray schilderte, dass sie nach Lauries ursprünglichem Tweet massivem Hass im Netz ausgesetzt war. Sie sprach von 'ziemlich horrendem Trolling', das auf sie einprasselte.
Murray zeigte sich professionell gefasst: 'Ich habe genug Erfahrung mit den Medien, um das wegzustecken. Aber jemand ohne meinen Hintergrund hätte das als weit schlimmer empfunden.' Ihre Worte machen deutlich, wie schnell solche viralen Momente für Betroffene gefährlich werden können.
Lauries Entschuldigung nahm Murray entgegen. Der Schauspieler betonte, dass er nie beabsichtigt hatte, ihr gegenüber eine Welle der Feindseligkeit auszulösen.
House bleibt ein Kulturphänomen
Dass eine spontane Kritik an Dr. House im Jahr 2026 solche Wellen schlagen kann, zeigt, welchen Platz die Serie im kollektiven Gedächtnis einnimmt. Das Arztdrama endete vor über einem Jahrzehnt, doch neue Zuschauer entdecken es ständig neu, unter anderem über Netflix.
Hugh Lauries Reaktion, so unbeabsichtigt eskalierend sie auch war, belegt die emotionale Bindung vieler Beteiligter an die Serie. Sein Einsatz für das Autorenteam, das er nach eigener Aussage 'verehrt' hat, wirft ein Licht auf die Loyalität, die hinter den Kulissen entstehen kann.
Die Affäre dürfte glimpflich enden: Laurie hat sich entschuldigt, Murray hat die Situation eingeordnet, und Dr. House steht wieder im Gespräch.
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Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
Alle Artikel von MiaMia hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.