Blumhouse verwandelt Sparks & Sparks in pure Angst
Ausgerechnet Blumhouse greift nach einem japanischen Literatur-Phänomen. Hi No Ko von Shusuke Shizukui verkaufte sich über 770.000 Mal und begeisterte 2016 als Fuji-TV-Miniserie mit Rekord-Zufriedenheitswerten. Dass ein reines Horror-Label diesen Stoff adaptiert, signalisiert eine deutlich dunklere Neuinterpretation.
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Blumhouse sichert sich Romanrechte
Blumhouse Television hat die Rechte an Hi No Ko erworben, dem japanischsprachigen Roman von Shusuke Shizukui, der beim Verlag Gentosha erschienen ist. Das Buch, im Deutschen unter dem Titel Sparks bekannt, zählt zu den meistverkauften japanischen Romanen der vergangenen Jahre mit über 770.000 verkauften Exemplaren.
Shizukui gab sein literarisches Debüt im Jahr 2000 mit Eiko Itto und hat sich seitdem als einer der gefragtesten Thriller-Autoren Japans etabliert. Mit Sparks lieferte er einen Stoff, der sowohl literarisch als auch dramaturgisch überzeugt und bereits einmal erfolgreich verfilmt wurde.
Die Entscheidung von Blumhouse, einen japanischen Roman als Vorlage für eine US-Psychothrillerserie zu nutzen, zeigt den wachsenden Einfluss asiatischer Erzähltraditionen auf das amerikanische Seriengeschäft.
Krystal Houghton Ziv schreibt den Piloten
Krystal Houghton Ziv übernimmt die Aufgabe, das Pilotskript für die amerikanische Adaption zu verfassen. Die Autorin ist im Serienbereich keine Unbekannte: Ihre bisherigen Arbeiten an Wolf Pack und The Purge belegen ihre Erfahrung mit düsteren, spannungsgeladenen Stoffen.
Neben dem Drehbuch fungiert Houghton Ziv auch als ausführende Produzentin des Projekts. Diese Doppelrolle gibt ihr erheblichen kreativen Einfluss auf die Ausrichtung der Serie und die Treue gegenüber der Romanvorlage.
Für die Figuren Takeuchi Shingo, Kajima Isao, Toshir und Yukimi, die im Original zentrale Rollen spielen, muss Houghton Ziv eine Übertragung in ein amerikanisches Serienformat finden, die dem psychologischen Kern der Geschichte gerecht wird.
Das Produktionsteam hinter Sparks
Neben Houghton Ziv gehören Mark Amin, Cami Winikoff und Dave Devries für die Produktionsfirma Sobini zu den ausführenden Produzenten. Sobini ist unter anderem für Produktionen wie The Apprentice und Dead Man's Wire bekannt.
Aus Japan bringt Motoko Kimura ihre Expertise ein. Die Produzentin, bekannt durch A Moment to Remember und LDK, stellt die Verbindung zur japanischen Originalproduktion sicher und dürfte entscheidend dazu beitragen, den kulturellen Kern des Stoffes zu bewahren.
Die Kombination aus amerikanischem Horror-Know-how und japanischer Produktionserfahrung macht das Team zu einem ungewöhnlichen, aber vielversprechenden Gespann für dieses interkulturelle Serienprojekt.
Das japanische Original von 2016
Sparks wurde bereits 2016 in Japan als Fernsehminiserie adaptiert und lief auf dem Fuji TV Network. Die Serie war der erste Titel in einem neuen Dramaslot des Senders und erzielte damit einen bemerkenswerten Einstand.
Laut einer Erhebung von Data News Inc. erreichte die Erstfolge die höchste Zufriedenheitswertung unter allen Staffelpremieren der Saison. Dieses Ergebnis unterstreicht, wie stark der Stoff beim Publikum ankam und warum er als Vorlage für eine internationale Produktion attraktiv ist.
Abbey Morris und Clémence Michallon gehören zu den Personen, die das Projekt begleiten. Die Originalminiserie gilt als Maßstab, an dem sich die amerikanische Adaption messen lassen muss.
Starttermin und Ausblick
Ein konkreter Ausstrahlungstermin für die amerikanische Sparks-Serie steht noch aus. Zunächst wird ein Pilotskript entwickelt, bevor weitere Produktionsschritte folgen.
Blumhouse Television hat sich in den vergangenen Jahren als verlässliche Adresse für spannungsgeladene Serienstoffe etabliert. Mit Sparks setzt das Label auf einen international erprobten Stoff, der bereits bewiesen hat, dass er Zuschauer begeistert.
Ob und wann die Serie bei einem Streaming-Anbieter oder einem Netzwerk zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der Beteiligten und der Stärke der Vorlage dürfte das Interesse der Branche jedoch groß sein.
Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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