Bateman verlässt seine Komfortzone: Nemesis - Der Angriff zeigt warum
Das Power-Universum bekommt erstmals echte Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Showrunnerin Courtney A. Kemp bringt Nemesis am 14. Mai 2025 auf Netflix, mit einem Meisterdieb gegen eine Detektivin in Los Angeles. Wer Ozark oder Black Doves mochte, hat ab Mai einen neuen Pflichttermin.
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Courtney A. Kemp kehrt zurück
Courtney A. Kemp gilt als eine der prägenden Stimmen im amerikanischen Krimigenre. Bekannt wurde sie als langjährige Showrunnerin von Power, das 2014 startete und ein ganzes Franchise mit Ablegerserien wie Power Book II: Ghost, Power Book III: Raising Kanan und Power Book IV: Force nach sich zog.
Mit Nemesis wagt Kemp nun den ersten großen Schritt außerhalb dieses Universums seit über einem Jahrzehnt. Zuletzt war sie außerhalb des Power-Franchise an der Fernsehserie Beauty and the Beast beteiligt, bei der sie von 2012 bis 2013 mitwirkte.
Co-Schöpferin von Nemesis ist Tani Marole, die mit dieser Serie ihr Debüt als Fernsehschöpferin feiert. Kemp übernimmt zusätzlich zur Mitautorenschaft die Rolle der Showrunnerin.
Darum geht es in Nemesis
Nemesis spielt in Los Angeles und erzählt die Geschichte eines Katz-und-Maus-Duells: Ein Meisterdieb und eine erfahrene Detektivin liefern sich ein erbittertes Kräftemessen. Die Serie ist als Heist-Thriller angelegt und verspricht ein Wechselspiel aus Spannung, Taktik und Charaktertiefe.
Das Ensemble umfasst Eric C. Sun, Manuel Uriza, DeLaRosa Rivera, Sol Romo, Anthony D. Washington, Brielle Barbusca und Leialani Nicol. Die Besetzung vereint sowohl etablierte als auch aufstrebende Talente des amerikanischen Fernsehens.
Mit dem Setting Los Angeles und dem Fokus auf organisierte Kriminalität knüpft Nemesis thematisch an Kemps früheres Werk an, geht aber durch die Heist-Struktur neue erzählerische Wege.
Starttermin und Plattform im Überblick
Die erste Staffel von Nemesis erscheint am 14. Mai 2026 exklusiv auf Netflix. Damit ist der Starttermin fest gesetzt und liegt nur wenige Wochen entfernt.
Nemesis teilt seinen Premierentag mit der japanischen LGBTQ-Dramaserie Soul Mate, die ebenfalls am 14. Mai auf Netflix debütiert. Netflix setzt damit an diesem Tag gleich auf zwei unterschiedliche Genres und Zielgruppen.
Wie viele Folgen die erste Staffel umfasst, ist derzeit noch nicht offiziell bestätigt. Interessierte können die Serie ab dem Erscheinungsdatum direkt bei Netflix streamen.
Nemesis im Vergleich zu Ozark
Vergleiche mit Ozark liegen nahe: Die von Jason Bateman mitgeprägte Krimiserie lief von 2017 bis 2022 auf Netflix und gewann zahlreiche Preise. Wie Ozark setzt auch Nemesis auf ein dichtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Gesetz und Verbrechen.
Wo Ozark allerdings auf die moralische Zerrüttung einer Familie setzte, fokussiert sich Nemesis stärker auf das direkte Duell zweier Einzelpersonen. Dieser Unterschied könnte Nemesis einen eigenen, frischen Ton verleihen.
Netflix hat in den vergangenen Jahren mit Serien wie Black Doves, Bodkin, The Woods und Black Rabbit gezeigt, dass das Krimi- und Thrillergenre zu den tragenden Säulen des Plattformangebots gehört. Nemesis fügt sich in diese Strategie ein.
Was von Nemesis zu erwarten ist
Courtney A. Kemps Handschrift ist bekannt für komplexe Figuren, moralische Graubereiche und ein Gespür für urbane Milieus. Diese Qualitäten dürften auch Nemesis prägen, zumal Kemp erneut die vollständige kreative Kontrolle als Showrunnerin hält.
Für Tani Marole ist Nemesis ein bedeutsamer Einstand: Als Erstschöpferin bringt sie eine neue Perspektive in das Projekt, was die Serie von einem reinen Power-Nachfolger unterscheidet und ihr eigenes Profil verleiht.
Ob Nemesis über eine erste Staffel hinaus verlängert wird, hängt von den Zuschauerzahlen auf Netflix ab. Angesichts von Kemps Erfolgsbilanz und dem starken Ensemble stehen die Chancen für eine Fortsetzung nicht schlecht.
Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
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