6 Jahre Westeros: Ryan Condal bereitet seinen Abgang bei House of the Dragon vor

House of the Dragon verliert seinen Schöpfer nach Staffel 4. Ryan Condal schreibt derzeit die vierte und letzte Staffel des Game-of-Thrones-Ablegers bei HBO. Für Fans bedeutet das: Der Mann, der Westeros neu definiert hat, verabschiedet sich mit dem größten Kapitel der Serie.
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Staffel 4 wird die größte überhaupt
Ryan Condal arbeitet bereits an Staffel 4 von House of the Dragon, die er als das Ende seiner Zeit in Westeros bezeichnet. Die Staffel soll in ihrer Episodenanzahl ähnlich strukturiert sein wie die Vorgänger, inhaltlich aber deutlich größer ausfallen. Condal sagte gegenüber Deadline: 'Es wird die ambitionierteste Staffel sein, die wir je gemacht haben, ohne jeden Zweifel.'
Bemerkenswert ist, dass Condal die vierte Staffel schreibt, während Staffel 3 noch gar nicht ausgestrahlt wurde. 'Die Serie ist gerade wie eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt', erklärte er. 'Wir schreiben Staffel 4, bevor wir Staffel 3 überhaupt fertiggestellt und der Welt gezeigt haben.'
Condal sprach bei einer Keynote auf der Enders Leaders Conference in London über seine Pläne. Der Showrunner lebt seit sechs Jahren in Großbritannien und produziert die Serie von dort aus, was er als persönlich bereichernd beschreibt.
Westeros-Abschied: Condal sagt Lebewohl
Für Condal ist Staffel 4 das definitive Ende seiner Reise durch Westeros. 'Ich bin jemand, der glaubt, dass alle guten Dinge ein Ende haben müssen', sagte er. Ob er nach House of the Dragon weitere Game-of-Thrones-Ableger entwickeln wird, ließ er offen, deutete aber an, dass er seinen Frieden mit der Welt gemacht hat.
'Alles ist möglich, aber ich glaube, ich habe gesagt, was ich über Westeros zu sagen hatte', so Condal. Diese Aussage legt nahe, dass er sich mit seinem nächsten Projekt von der Fantasywelt verabschiedet, auch wenn er einen Türspalt offenlässt.
Die Reflexion über seine Zeit als Showrunner einer der meistgesehenen Serien der Welt steht für Condal noch aus. Derzeit sei dafür schlicht keine Zeit, räumte er ein. Der Moment der Rückschau werde kommen, aber erst wenn Staffel 4 abgeschlossen ist.
Neuer HBO-Vertrag bis 2029
Obwohl Condal Westeros hinter sich lässt, bleibt er HBO treu. Sein Vertrag mit dem Sender wurde bis 2029 verlängert, um, wie er es formulierte, 'den Beginn des nächsten Kapitels zu etablieren, was auch immer das sein mag'. Konkrete Projekte nannte er nicht.
Die Vertragsverlängerung signalisiert, dass HBO stark auf Condal als kreativen Kopf setzt. Welche neuen Serien oder Formate dabei entstehen, ist noch offen. Für deutsche Zuschauer sind HBO-Produktionen über WOW, Sky Go sowie den Wow Fiction Amazon Channel zugänglich.
Condal gilt nach dem Erfolg von House of the Dragon als einer der gefragtesten Serienmacher der Branche. Die Verlängerung seines Vertrags noch vor dem Ende seiner aktuellen Serie zeigt, wie sehr HBO auf seine Kreativität setzt.
Staffel 3: Bauch des Biests
Staffel 3 beschreibt Condal als den emotionalen Mittelpunkt der gesamten Serie. 'Es ist der Bauch des Biests, der Punkt, von dem es kein Zurück mehr gibt', sagte er. Der Ton bleibe zwar konsistent mit den Vorgängerstaffeln, aber die Schwere und Dunkelheit nähmen spürbar zu.
Condal formulierte es eindringlich: 'Es gibt kein Zurück mehr. Damit kommt eine Schwere, eine Spannung, eine Dunkelheit. Vielleicht sahen wir früher noch Zeichen der Hoffnung, dass es nicht schlimmer wird. Jetzt aber rollt der Schneeball den Hügel hinunter, eine Unausweichlichkeit macht sich breit.' Die Handlungsstränge rund um Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy), Alicent Hightower (Olivia Cooke) und Daemon Targaryen (Matt Smith) bleiben zentral.
Neu in den Vordergrund rücken in Staffel 3 die Figuren Aemond Targaryen, Helaena Targaryen und Alyn of Hull. Darsteller Steve Toussaint, der Alyn of Hull spielt, hat bereits angekündigt, dass die Staffel mit einer gewaltigen Seeschlacht beginnt. Die 19 Hauptfiguren der Serie stellen eine enorme erzählerische Herausforderung dar, die Condal und sein Team bewusst angenommen haben.
Auftaktepisode: Fernsehgeschichte geschrieben?
Die erste Episode der dritten Staffel, die am 21. Juni startet, dreht sich um die legendäre Schlacht am Schlund. Für diese einzelne Stunde Fernsehen ließ das Produktionsteam zwei Wassertanks und drei einzigartige Schiffssets bauen. Das Ergebnis ist ein 25-minütiges Schlachtspektakel.
Condal zeigte sich stolz auf das Erreichte, ohne zu übertreiben. 'Der Ehrgeiz, das für eine einzelne Fernsehstunde umzusetzen, bringt es meiner Meinung nach in die Kategorie des Verrücktesten, was je im Fernsehen versucht wurde. Ich bin sehr stolz auf das, was wir geschafft haben', sagte er gegenüber Deadline.
Ob die Episode tatsächlich Fernsehgeschichte schreibt, werden die Zuschauer ab dem 21. Juni selbst beurteilen können. Bei WOW steht die neue Staffel für deutsche Abonnenten bereit.
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Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
Alle Artikel von EmmaEmma hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.