2005 kämpfte Kylie Minogue öffentlich. 2021 tat sie es allein.

Millionen Menschen fühlen sich ihr nah, und sie kämpfte allein. Kylie Minogue verschwieg ihre zweite Krebsdiagnose aus dem Jahr 2021 bis heute. Der Netflix-Dokumentarfilm 'Kylie' gibt Fans nun Einblicke in das, was sie nie mit der Öffentlichkeit teilte.
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Zweite Krebsdiagnose blieb lange geheim
Kylie Minogue wurde Anfang 2021 zum zweiten Mal mit Krebs diagnostiziert. Anders als bei ihrer ersten Brustkrebserkrankung im Jahr 2005, die damals weltweit für Schlagzeilen sorgte, gelang es ihr diesmal, die Diagnose zunächst für sich zu behalten.
In eigenen Worten beschreibt Minogue die Situation so: 'Meine zweite Krebsdiagnose war Anfang 2021. Ich konnte das für mich behalten. Nicht wie beim ersten Mal. Zum Glück habe ich es wieder überstanden, und alles ist gut.' Diese Offenheit macht den Dokumentarfilm zu einem besonders persönlichen Zeitdokument.
Die erste Brustkrebserkrankung 2005 hatte Minogue damals sehr öffentlich durchgestanden und war dabei, nach Aussage von Battsek, von Teilen der Medienlandschaft, besonders von älteren männlichen Journalisten, erschreckend schlecht behandelt worden.
Battsek über redaktionelle Unabhängigkeit
Produzent John Battsek machte deutlich, dass Kylie Minogue hinter den Kulissen keinerlei Einfluss auf den Dokumentarfilm hatte. Sie habe nicht darum gebeten, vorab auch nur eine einzige Szene zu sehen, und schaute sich den fertigen Schnitt erst wenige Wochen vor Veröffentlichung an.
Battsek erklärte, dass es zwar Fälle gebe, in denen die porträtierte Person die redaktionelle Kontrolle übernehme, sein Team das aber grundsätzlich ablehne. Diese Haltung gilt auch für andere Projekte von Ventureland: Beim Dokumentarfilm über Boris Becker für Apple TV+ habe es laut Battsek 'reichlich' Dinge gegeben, die dem Tennisstar nicht gefallen hätten.
Für den Kylie-Dokumentarfilm standen tausende Stunden an Material zur Verfügung. Von all diesem Material sehen die Zuschauer letztlich nur rund drei Stunden, wie Battsek betonte. Die Auswahl sei damit eine der größten Herausforderungen des Projekts gewesen.
Kylie als universell verständliche Figur
Battsek beschreibt Kylie Minogue als eine Persönlichkeit, mit der sich buchstäblich jeder identifizieren kann. Millionen Menschen weltweit fühlten sich ihr freundschaftlich verbunden, obwohl sie sie nie persönlich getroffen haben. Dieses Phänomen mache sie zu einer idealen Dokumentarfilm-Figur.
Die 'Prinzessin des Pop' habe ihr Leben lang Höhen und Tiefen erlebt, genauso wie gewöhnliche Menschen. Sie sei unglaublich menschlich und nahbar, so Battsek, und genau das mache ihre Geschichte für ein breites Publikum so zugänglich.
Minogue steht seit ihrem sechsten Lebensjahr im Rampenlicht. Als Kinderdarstellerin gestartet, erlangte sie internationale Bekanntheit durch ihre Rolle in der australischen Seifenoper 'Neighbours', bevor sie zur Weltkarriere als Popstar aufstieg.
Das Kreativteam hinter dem Projekt
Neben John Battsek sind auch Michael Harte und Fisher Stevens an dem Dokumentarfilm beteiligt. Battsek ist in der Dokumentarfilm-Branche eine feste Größe: Für 'Searching for Sugar Man' und 'One Day in September' gewann er jeweils einen Oscar.
Das Produktionsteam von Ventureland hat mit dem Kylie-Dokumentarfilm ein Werk geschaffen, das ohne die Mitsprache der Protagonistin auskommt. Diese Herangehensweise setzt Battsek konsequent in allen seinen Projekten um, wie auch die Zusammenarbeit mit David Beckham und Boris Becker zeigt.
Beim Beckham-Dokumentarfilm arbeitete Battsek ebenfalls mit dem Anspruch auf redaktionelle Unabhängigkeit. Beim Becker-Film für Apple TV+ habe es nach eigener Aussage Battseks durchaus Reibungspunkte mit dem Tennisstar gegeben, was er als Zeichen echter journalistischer Arbeit wertet.
Start in Deutschland noch offen
Der Dokumentarfilm 'Kylie' erscheint auf Netflix. Ein konkretes Startdatum für Deutschland steht derzeit noch aus. Fans in der DACH-Region müssen sich also noch etwas gedulden.
Angesichts der persönlichen Enthüllungen, darunter die bislang kaum bekannte zweite Krebsdiagnose, dürfte das Interesse an dem Projekt groß sein. Minogue zählt zu den bekanntesten Popstars weltweit und hat eine treue Fangemeinde auch im deutschsprachigen Raum.
Wie Battsek betont, steckt hinter dem fertigen Dreistünder eine enorme Menge an unveröffentlichtem Material. Was die Zuschauer letztlich zu sehen bekommen, ist das Ergebnis eines intensiven Auswahlprozesses, der Minogues Leben und Karriere aus einem ungewöhnlich ehrlichen Blickwinkel zeigt.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
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