Zendayas Gesicht fast in Spider-Man-Serie gelandet

Zendayas Gesichtszüge hätten MJ in einer Disney+-Serie geprägt. Frühe Konzeptzeichnungen belegen, dass die animierte Version von Michelle Jones fast an die Filmdarstellerin angelehnt worden wäre. Ein kreativer Kurswechsel gab der Serie stattdessen eine völlig eigenständige Identität.
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Concept Art enthüllt fast verworfene MJ-Version
Kal Athannassov, ehemaliger Konzeptkünstler der Serie, veröffentlichte auf Instagram frühe Entwürfe, die zeigen, wie MJ im Animationsstil der Serie ausgesehen hätte. Die Figur wäre dabei deutlich an Zendayas Darstellung aus den Kinofilmen angelehnt gewesen, also eine direkte visuelle Übertragung des Filmcharakters in die Zeichentrickwelt.
Ursprünglich trug die Serie den Arbeitstitel 'Spider-Man: Freshman Year' und war als Prequel-Serie geplant, die Peter Parkers Anfänge im Marvel-Filmuniversum vor den Ereignissen von 'Captain America: Civil War' beleuchten sollte. In diesem Rahmen hätte eine MJ nach Zendayas Vorbild durchaus Sinn ergeben.
Neben MJ zeigen die frühen Entwürfe auch Hinweise darauf, dass Ned Leeds, Peters bester Freund aus den Filmen, in die Serie hätte integriert werden sollen. Jacob Batalon verkörpert Ned in den Kinofilmen, eine Sprecherrolle für die Animationsserie war offenbar ebenfalls angedacht.
Warum Zendaya wohl nie mitgemacht hätte
Zendaya hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten und meistgefeierten Stars Hollywoods entwickelt. Neben ihrer Emmy-prämierten Hauptrolle in 'Euphoria' hat sie sich durch große Kinoproduktionen einen Namen gemacht, der weit über die Superhelden-Welt hinausreicht.
Angesichts ihres Karrierestatus gilt es als unwahrscheinlich, dass Zendaya ihre Stimme für die Animationsserie zur Verfügung gestellt hätte. Die Nutzung ihrer Gesichtszüge ohne persönliche Beteiligung wäre ebenfalls eine heikle kreative Entscheidung gewesen.
Der kreative Schwenk der Serie löste dieses Problem elegant: Statt auf bestehende Filmfiguren zu setzen, entwickelte das Team eine eigenständige Interpretation in einer alternativen Zeitlinie, die weder auf Zendaya noch auf Tom Holland als Referenz angewiesen ist.
Neue Figuren statt MCU-Verknüpfungen
Anstelle von MJ Jones und Ned Leeds setzt die Serie auf bislang wenig erkundete Charaktere aus dem Spider-Man-Universum. Besonders die Osborns erhalten in 'Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft' einen prominenten Auftritt und bringen frischen Wind in die Handlung.
Auch Liz Allan taucht in der Serie auf, eine Figur, die im Kinofilm 'Spider-Man: Homecoming' von Laura Harrier gespielt wurde. In der Animationsserie wird sie jedoch neu interpretiert und ist Teil der eigenständigen Erzählwelt, die das Kreativteam aufgebaut hat.
Für MCU-Fans gibt es dennoch einen vertrauten Klang: Charlie Cox leiht Daredevil in der Serie seine Stimme, genau wie in den Realfilm-Produktionen des Marvel-Filmuniversums. Diese Besetzung schlägt eine Brücke zur etablierten Welt, ohne die kreative Freiheit der Serie einzuschränken.
Peter Parker im ersten Schuljahr
Die Serie begleitet Peter Parker, gesprochen von Hudson Thames, durch sein erstes Jahr an der High School und zeigt die frühen Schritte seiner Karriere als Superheld. Dieser Fokus auf die Anfänge unterscheidet die Animationsserie klar von Tom Hollands Filmversion, die Peter bereits als erfahreneren Helden zeigt.
Die Abkehr von der MCU-Kontinuität ermöglicht es den Machern, Geschichten zu erzählen, die im Kinofranchise keinen Platz gefunden hätten. Figuren, Beziehungen und Konflikte können ohne Rücksicht auf bestehende Filmhandlungen entwickelt werden.
Kritiker und Fans zählen die Serie bereits zu den besten Spider-Man-Animationsproduktionen überhaupt. Mit einer zweiten Staffel hat die Produktion die Chance, die aufgebaute Welt weiter auszubauen und die eigenständige Identität der Serie zu festigen.
Staffel 2 und die Zukunft der Serie
Die Serie wurde für eine zweite Staffel verlängert, was den Machern die Möglichkeit gibt, die neu eingeführten Charaktere und Handlungsstränge weiterzuentwickeln. Besonders die Osborn-Familie bietet reichlich Potenzial für kommende Konflikte.
Der kreative Neustart, der ursprünglich als Einschränkung hätte wahrgenommen werden können, erweist sich im Rückblick als Stärke. Die Serie hat eine eigene Stimme gefunden und muss sich nicht an Ereignisse oder Charakterentscheidungen aus den Kinofilmen halten.
Für deutsche Zuschauer ist 'Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft' auf Disney+ abrufbar. Wann die zweite Staffel erscheint, steht bislang noch nicht fest.
Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
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