Wonder Man endet bei Disney+, was Yahya Abdul-Mateen II daran schockt

Verlängert im März, kassiert im Juli: krasser geht der Bruch kaum. Disney+ zog die zweite Staffel von Wonder Man trotz vorheriger Zusage zurück, Yahya Abdul-Mateen II erfuhr nur vage etwas über Abrufzahlen. Für die Zukunft der Serie bedeutet das: Selbst eine Verlängerung ist im Streaming nicht mehr sicher.
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Kehrtwende bei Disney+
Wonder Man sollte nach dem Beschluss im März mit einer zweiten Staffel weiterlaufen, doch Ende Juli kippte Disney+ diese Entscheidung wieder. Damit endet der Lauf der Marvel-Serie vorerst nach einer ungewöhnlichen Kursänderung, die selbst im schnelllebigen Streaming-Geschäft auffällt.
Yahya Abdul-Mateen II machte im Gespräch mit Vanity Fair deutlich, wie knapp die Begründung ausfiel. Er sagte: 'Mir wurde gesagt, dass es etwas mit den Einschaltquoten zu tun hatte.' Welche Werte genau gemeint waren, erfuhr der Darsteller nach eigener Aussage nicht.
Abdul-Mateen ergänzte, die Verantwortlichen hätten am Ende entschieden, dass es wirtschaftlich keinen Sinn ergebe. Für das Publikum ist das vor allem deshalb bitter, weil die Serie ihren zentralen Aufstieg gerade erst in Gang gesetzt hatte.
Simon spiegelt den Bruch
Die Absetzung trifft eine Figur, deren Geschichte den Rückschlag fast vorwegnimmt. Abdul-Mateen spielte Simon, einen ehrgeizigen Schauspieler, der unbedingt in einem Remake des Films Wonder Man landen will und zugleich Superkräfte verbergen muss.
Genau darin sah der Star die eigentliche Pointe der Entscheidung. 'Es ist eine Lektion fürs Leben', sagte Abdul-Mateen und verwies darauf, dass Simon seinem Traum immer wieder nahekommt, nur um kurz vor dem Ziel doch nicht abzuschließen.
Viele Zuschauer dürften diesen Gedanken sofort verstehen, weil Wonder Man den Traum vom Ruhm nie als glatten Triumph erzählt. Die gestoppte zweite Staffel wirkt deshalb fast wie eine Fortsetzung des Serienmotivs, nur diesmal außerhalb der Handlung.
Verbunden trotz Aus
Trotz des abrupten Endes spricht Abdul-Mateen ohne Bitterkeit über die Arbeit an der Serie. Für seine Leistung erhielt er sogar eine Emmy-Nominierung als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie, was dem Projekt nachträglich zusätzliches Gewicht gibt.
Sein persönlicher Blick bleibt positiv. 'Ich habe diesen Job aus all den richtigen Gründen gemacht, aus den Gründen meines Herzens, und ich hatte eine großartige Zeit dabei', sagte er. Ebenso wichtig sei ihm, die Serie weiter vertreten zu können und überhaupt noch über sie zu sprechen.
Einen Tag nach Bekanntwerden der Entscheidung meldete sich Abdul-Mateen auch bei Instagram zu Wort und bedankte sich beim Publikum. Dort betonte er, die Serie habe funktioniert, weil sie bei Reaktionen, Nachrichten und direkten Begegnungen spürbar etwas ausgelöst habe.
Offene Fragen zu Staffel zwei
Wie eine zweite Staffel konkret ausgesehen hätte, konnte Abdul-Mateen nicht ausführen. Nach eigenen Worten war er an dieser Ausarbeitung nicht beteiligt und verwies stattdessen auf die 'fantastischen Autoren', die den Ton der ersten Staffel gesetzt hätten.
Ganz ohne eigene Ideen blieb er aber nicht. Besonders gereizt habe ihn die Frage, was mit Simon passiert, wenn er endlich alles bekommt, worauf er hingearbeitet hat: Ruhm, Aufmerksamkeit und ein Stück Macht.
Gerade dieser innere Konflikt hätte die Figur weiter geschärft. Simon hat ein großes Herz, aber auch ein Ego und den klaren Wunsch, ein Star zu sein. Aus dieser Mischung hätte Wonder Man seinen nächsten Reibungspunkt ziehen können.
Cast und nächste Projekte
Zum Ensemble gehörte auch Ben Kingsley, der seine Rolle als Trevor Slattery erneut aufgriff, die erstmals 2013 in Iron Man 3 eingeführt wurde. Damit band Wonder Man eine bekannte Marvel-Figur direkt in seine satirische Schauspielwelt ein.
Im Umfeld der Disney-Marke tauchten zuletzt zudem Namen wie Darren Criss und Sherry Cola in anderen Projekten auf, doch bei Wonder Man richtet sich der Blick nun vor allem auf Abdul-Mateen selbst. Für ihn geht es nach dem Serienende im Kino weiter.
Als nächstes steht ein Projekt mit Brad Pitt an. Abdul-Mateen wird in David Finchers The Adventures of Cliff Booth zu sehen sein, der Fortsetzung von Once Upon a Time in Hollywood.
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Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.
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