Warum William Shatner trotz Hauptrolle kaum Geld verdiente

Captain Kirk, der Held einer Generation, hatte nach der Serie nichts mehr. William Shatner verlor nach dem Ende der Original-Serie 1969 Geld, Ehe und Zuhause gleichzeitig. Für Fans, die Kirk als unbesiegbaren Kapitän verehrten, ist das eine bittere Wahrheit.
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Leben im Truck nach der Serie
William Shatner, für Generationen von Fans untrennbar mit Captain James T. Kirk verbunden, erlebte nach dem Serienende 1969 einen harten Absturz. Die NBC-Produktion zahlte ihre Darsteller schlecht, und als die letzte Folge ausgestrahlt wurde, war Star Trek noch weit davon entfernt, ein Kulturphänomen zu sein.
Shatner bestätigte in einem Interview mit dem Magazin Parade aus dem Jahr 2015, dass er tatsächlich eine Zeit lang in seinem Truck geschlafen habe. Seine Worte: 'Die Bezahlung war nicht gut, und ich ließ mich zur gleichen Zeit scheiden. Ich hatte drei Kinder, also war es ein bisschen holprig.'
Diese Aussage macht deutlich, wie wenig die damaligen Produktionsbedingungen mit dem späteren Ruhm der Serie zu tun hatten. Wer heute an Star Trek denkt, denkt an ein globales Franchise mit Dutzenden Ableger-Serien und Kinofilmen. Damals war davon nichts zu ahnen.
Scheidung und drei Kinder
Die finanzielle Not traf Shatner in einer ohnehin belastenden Lebensphase. Gleichzeitig mit dem Serienende vollzog sich seine Scheidung, und er war für drei Kinder unterhaltspflichtig. Das Zusammentreffen dieser Umstände ließ kaum Spielraum.
Dass ein Hauptdarsteller einer Fernsehserie unter solchen Bedingungen lebte, zeigt, wie anders die Branche damals funktionierte. Langfristige Einnahmen durch Wiederholungsrechte oder Merchandising existierten für die Schauspieler praktisch nicht.
Shatner sprach offen über diese Phase, ohne dabei in Selbstmitleid zu verfallen. Sein knapper Kommentar 'ein bisschen holprig' wirkt fast wie Understatement angesichts dessen, was er tatsächlich durchmachte.
Star Trek: Flop und Kult
Als Star Trek 1969 nach drei Staffeln abgesetzt wurde, galt die Serie nicht als Erfolg. Die Einschaltquoten überzeugten nicht, und NBC sah keine Zukunft für das Raumschiff-Abenteuer. Dass die Serie wenige Jahre später zum größten Science-Fiction-Franchise der Fernsehgeschichte werden würde, war schlicht nicht absehbar.
Die Wiederholungen in den 1970er-Jahren entfachten eine Fangemeinde, die bis heute trägt. Conventions, Kinofilme, Spin-off-Serien wie 'Star Trek: The Next Generation', 'Deep Space Nine' oder 'Voyager': All das wäre ohne den langsam wachsenden Kult um die Originalserie nicht entstanden.
Shatner selbst spielte Kirk noch in sieben Kinofilmen und ist bis heute die bekannteste Verkörperung der Figur. Der finanzielle Tiefpunkt nach 1969 steht in scharfem Kontrast zu dem Status, den er als Kirk-Darsteller heute genießt.
Shatner heute: Ikone mit Geschichte
William Shatner ist heute weit mehr als ein Schauspieler. Er ist eine popkulturelle Institution, deren Karriere Jahrzehnte überspannt und die trotz früher Armut zu einem der bekanntesten Gesichter des amerikanischen Fernsehens wurde.
Dass er bereit war, öffentlich über die schwierigste Phase seines Lebens zu sprechen, macht seine Geschichte greifbar. Es ist kein Märchen vom sofortigen Ruhm, sondern ein Bericht über Scheitern, Durchhalten und den langen Weg zu einer Ikone.
Für Fans, die die Ursprünge der Star-Trek-Welt erkunden wollen, ist die Originalserie mit Shatner als Kirk bei Paramount+ und WOW abrufbar.
Was das Franchise heute bedeutet
Star Trek hat sich von einer abgesetzten NBC-Produktion zu einem der langlebigsten Franchise-Universen des Fernsehens entwickelt. Serien wie 'Star Trek: Strange New Worlds' oder 'Star Trek: Picard' zeigen, dass das Universum auch Jahrzehnte nach Kirks erstem Auftritt neue Geschichten erzählt.
Die Ironie liegt darin, dass genau jene Serie, die Shatner 1969 in finanzielle Not trieb, ihm am Ende den dauerhaften Platz in der Kulturgeschichte sicherte. Ohne den Misserfolg von damals gäbe es den Kult von heute nicht.
Paramount+ hält in Deutschland das Streaming-Erbe von Star Trek. Wer die Reise von Kirk bis Picard nachvollziehen will, findet dort das gesamte Franchise an einem Ort.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
Alle Artikel von SarahSarah hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.