Warum Only Murders in the Building so sehr von Martin Short lebt
Eine Dinnerparty ohne Martin Short wird einfach abgesagt. Dieses Zitat aus 'Marty, Life is Short' erklärt besser als jede Kritik, warum der Kanadier für viele weit mehr als ein TV-Darsteller ist. Dass ausgerechnet Lawrence Kasdan, viermal Oscar-nominiert, diese Dokumentation inszenierte, zeigt das Gewicht hinter diesem Projekt.
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Ein Schatz weit über Hollywood hinaus
Martin Short ist kein gewöhnlicher Fernsehstar. Der 76-jährige kanadisch-amerikanische Komiker und Filmschauspieler gilt vielen als eine der einflussreichsten komödiantischen Persönlichkeiten seiner Generation, und die Dokumentation macht deutlich, warum dieser Ruf mehr als berechtigt ist.
Regisseur Lawrence Kasdan, viermal für den Oscar nominiert, und sein Sohn Jake Kasdan haben sich für dieses Porträt zusammengetan. Gemeinsam zeichnen sie ein Bild von Short, das weit über die Bühnenrolle hinausgeht und den Menschen dahinter sichtbar macht.
Produziert wurde die Dokumentation von Brian Grazer, Ron Howard, Sara Bernstein, Meredith Kaulfers, Christopher St. John, Justin Wilkes und Blair Foster. Das Ergebnis ist ein Film, der sowohl Fans als auch Neulinge in Shorts Werk ansprechen dürfte.
Unveröffentlichte Aufnahmen und große Namen
Das Herzstück der Dokumentation sind bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen aus Shorts privatem Leben, die noch nie öffentlich zu sehen waren. Diese intimen Einblicke werden durch exklusive Interviews mit einigen der bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten Hollywoods ergänzt.
Wer genau in den Interviews zu Wort kommt, lässt der Trailer bereits erahnen: Die Auswahl der Gesprächspartner unterstreicht, wie tief verwurzelt Short in der Unterhaltungsbranche ist und wie sehr er von Kollegen geschätzt wird.
Einer der eindrucksvollsten Momente im Trailer ist ein simpler Satz über Short: Wenn man eine Dinnerparty plant und ihn einlädt, und er dann absagen muss, sagt man die Party ab. Diese Aussage fasst zusammen, was viele über ihn denken.
Tragödien, die ein Leben prägten
Die Dokumentation scheut sich nicht vor den schweren Kapiteln in Shorts Leben. Als er zwölf Jahre alt war, starb sein ältester Bruder. Wenig später verlor er beide Eltern innerhalb von nur zwei Jahren.
2010 starb seine Frau Nancy Dolman mit 58 Jahren. Short und Dolman hatten gemeinsam drei Kinder adoptiert und waren jahrzehntelang verheiratet. Der Verlust traf ihn tief, und die Dokumentation gibt diesem Schmerz Raum.
Vor wenigen Monaten kam ein weiterer Schicksalsschlag hinzu: Tochter Katherine starb mit 42 Jahren durch Suizid. Short hat in seinem Leben mehr persönliche Tragödien erlebt als die meisten Menschen, und die Dokumentation zeigt, wie er dennoch weitergemacht hat.
Marty ist gut im Leben
Trotz allem, was Short durchgemacht hat, ist die Dokumentation kein trauriger Film. Im Gegenteil: Ein zentrales Motiv ist die Lebensfreude und Wärme, die Short ausstrahlt. 'Marty ist gut im Leben', sagt jemand im Trailer, und dieser Satz bleibt hängen.
Short hat nicht nur als Komiker, sondern auch als Mensch eine Wirkung auf andere, die schwer zu erklären, aber leicht zu spüren ist. Die Dokumentation versucht genau das einzufangen: Was macht jemanden zu einer Person, um die sich das Leben anderer dreht?
Für Fans der Serie 'Only Murders in the Building', in der Short seit der ersten Staffel als Oliver Putnam zu sehen ist, bietet der Film eine einzigartige Möglichkeit, den Schauspieler hinter der Figur kennenzulernen.
Ab 12. Mai auf Netflix verfügbar
'Marty, Life is Short' erscheint am 12. Mai 2026 weltweit auf Netflix. Die Dokumentation umfasst eine Staffel und ist ab diesem Datum global abrufbar.
Hinter der Produktion stehen Imagine Documentaries und Imagine Entertainment, das Unternehmen von Brian Grazer und Ron Howard, die seit Jahrzehnten zu den prägenden Kräften Hollywoods zählen.
Für alle, die Short noch nicht als das sehen, was er ist, dürfte dieser Film ein Wendepunkt sein. Die Kombination aus persönlichen Archivmaterialien, prominenten Stimmen und einem einfühlsamen Regieteam verspricht ein außergewöhnliches Porträt.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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