Spider-Noir kehrt zurück, diesmal als echter Noir-Krimi

·26.04.2026, 10:00 Uhr·4 Min
Bild: TMDB

Nicolas Cage spielt jetzt live-action einen Marvel-Charakter. Den Spider-Noir hatte er bereits in Into the Spider-Verse gesprochen, doch diese Serie gibt ihm Fleisch und Knochen. Dass ausgerechnet Cage der erste Darsteller dieser Figur in Echtfilm-Form wird, dürfte selbst eingefleischte Fans überraschen.

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Cage als Detektiv in einer eigenen Welt

Nicolas Cage hatte die Figur des Spider-Noir bereits in Spider-Man: Into the Spider-Verse gesprochen, doch die neue Serie spielt in einem vollständig eigenständigen Universum. Im Mittelpunkt steht nicht Peter Parker, sondern Ben Reilly, ein von Dämonen geplagter Überdetektiv im New York der 1930er Jahre.

Der neue Trailer zeigt Cage in einer Rolle, die Kritiker bereits mit dem Stil von Bosch vergleichen: schweigsam, verbissen, moralisch zerrissen. Die Figur bewegt sich durch eine Stadt, in der Korruption und Gewalt das Gesetz ersetzen, und sucht dabei nach einem Sinn, der sich ihr immer wieder entzieht.

Co-Showrunner Oren Uziel und Steve Lightfoot haben die Serie gemeinsam mit den Spider-Verse-Regisseuren Christopher Miller und Phil Lord sowie Produzentin Amy Pascal entwickelt. Die ersten beiden Folgen inszenierte der zweifache Emmy-Gewinner Harry Bradbeer, bekannt als Regisseur der Enola-Holmes-Filme, der zugleich als ausführender Produzent tätig ist.

Ein Bösewicht-Ensemble der Extraklasse

Brendan Gleeson, Oscar-nominiert für In Bruges, spielt den Verbrecherboss Silvermane, eine Figur, die inmitten des Chaos eine Art verdrehte Ordnung verkörpert. Gleeson verleiht der Rolle jene bedrohliche Würde, die Silvermane zu einem der faszinierendsten Antagonisten der Serie macht.

Daneben tauchen weitere bekannte Marvel-Schurken auf: Jack Huston gibt Flint Marko, alias Sandman, eine Gestalt aus Fleisch und Sand. Abraham Popoola verkörpert Lonnie Lincoln, alias Tombstone, als eiskalten Vollstrecker. Besonders überraschend ist die Besetzung von Andrew Caldwell als Dirk Leydon, alias Megawatt, einem weitgehend vergessenen Bösewicht, der hier sein allerersten Auftritt auf der Leinwand feiert.

Der Trailer gewährt außerdem einen kurzen, erschreckenden Blick auf das, was wie das Live-Action-Debüt von Man-Spider aussieht, der Ben Reilly in den Arm beißt. Diese Szene deutet an, dass die Serie auch körperliche und psychische Grenzen ihrer Hauptfigur auslotet.

Li Jun Li als klassische Noir-Femme-Fatale

Li Jun Li, bekannt aus Sinners, übernimmt die Rolle von Cat Hardy und bedient damit das klassische Bild der rätselhaften Frau im Noir-Genre. Ihre Figur bewegt sich geschickt zwischen den Fronten und dürfte Ben Reillys ohnehin fragile Kontrolle weiter ins Wanken bringen.

Neben Li Jun Li gehören Lamorne Morris und Karen Rodriguez zum Ensemble, deren genaue Rollen bislang nicht vollständig enthüllt wurden. Beide Figuren scheinen jedoch eng mit Reillys Ermittlungen verknüpft zu sein und dürften im Laufe der Staffel eine entscheidende Rolle spielen.

Spider-Man kehrt parallel auf mehreren Wegen zurück

Spider-Noir ist nicht das einzige Spinnen-Projekt, das Fans in naher Zukunft erwartet. Tom Holland kehrt als Peter Parker in Spider-Man: Brand New Day auf die große Leinwand zurück, dem bisher dunkelsten Abenteuer seiner Figur. Bis zum Kinostart sind es nur noch wenige Monate.

Auch im Animationsbereich geht es weiter: Auf Disney+ erscheint die zweite Staffel von Your Friendly Neighborhood Spider-Man, die Figuren wie Gwen Stacy und Venom einführt und erneut Charlie Cox als Daredevil zeigt. Cox ist damit gleich in zwei Spider-Man-Projekten präsent.

Die Gleichzeitigkeit dieser Veröffentlichungen zeigt, wie breit Sony und die beteiligten Studios das Spider-Man-Universum derzeit aufstellen. Jedes Projekt verfolgt dabei einen eigenständigen Ton und eine eigene Geschichte.

Start, Plattform und Farbwahl

Spider-Noir startet am 25. Mai 2026 auf MGM+ in den USA. Bereits zwei Tage später, am 27. Mai, erscheint die gesamte erste Staffel weltweit auf Prime Video. Zuschauer können dabei zwischen zwei Darstellungsformen wählen: dem klassischen Schwarz-Weiß-Look, der die Noir-Atmosphäre unterstreicht, oder einer vollständigen Farbversion.

Sony Pictures Television produziert die Serie, die auf zwei Staffeln angelegt ist. Die Entscheidung, sowohl eine monochromatische als auch eine farbige Fassung anzubieten, ist eine bewusste Hommage an die Ursprünge des Genres und gibt dem Publikum die Kontrolle über das eigene Seherlebnis.

Für deutsche Zuschauer ist Prime Video die zentrale Anlaufstelle. Die Serie steht dort ab dem 27. Mai in voller Länge zur Verfügung, ohne wöchentliche Wartezeiten zwischen den Folgen.

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Zuletzt aktualisiert: 26.04.2026, 10:00 Uhr

Artikel geschrieben von:

Mia Braun
Autor
Mia Braun
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Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.

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