Spartacus: Das Haus Ashur gestrichen, Lionsgate hält dennoch an dem Format fest

Abgesetzt trotz aktivem Weiterverkauf durch den Produzenten. Lionsgate Television bietet die Serie anderen Plattformen an, obwohl Starz das Projekt bereits begraben hat. Das zeigt, wie groß das Vertrauen in den Spartacus-Namen noch immer ist.
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Absetzung nach nur einer Staffel
Spartacus: Das Haus Ashur wird nicht fortgesetzt. Die erste Staffel der Gladiatoren-Serie bleibt die einzige, nachdem der Sender die Produktion offiziell abgesetzt hat. Damit endet das Comeback eines der bekanntesten Kostüm-Dramen der frühen 2010er-Jahre früher als erhofft.
Die Serie konnte weder an den Buzz noch an die Zuschauerzahlen des Originals von 2010 anknüpfen. Erschwerend kam hinzu, dass das typische Publikum des Schwert-und-Sandalen-Genres, das mehrheitlich männlich und weniger divers ist, nicht zur Zielgruppe des Senders passte, der sich auf Frauen und unterrepräsentierte Zuschauergruppen fokussiert.
Lionsgate Television, die Produktionsfirma hinter der Serie, sucht derzeit aktiv nach alternativen Plattformen für das Format. Ein Weiterleben der Geschichte ist also nicht vollständig ausgeschlossen.
Was steckt hinter der Geschichte?
Spartacus: Das Haus Ashur stellt eine provokante Frage: Was wäre gewesen, wenn Ashur, der in Spartacus: Vengeance starb, überlebt hätte und die Römer seinen Verrat mit der Gladiatorenschule belohnten, in der er einst selbst blutete? Diese Alternativ-Zeitlinie bildet das dramatische Fundament der Serie.
Nick E. Tarabay übernahm die Titelrolle des Ashur und trug die Serie als Hauptdarsteller. Lucy Lawless kehrte in der Auftaktepisode ins Franchise zurück, um die neue Zeitlinie zu etablieren und damit eine Brücke zur Originalserie zu schlagen.
Weitere prominente Gesichter im Ensemble waren Claudia Black als Cossutia, Graham McTavish, Jordi Webbe, Jamaica Vaughan, Ivana Baquero, India Shaw-Smith sowie Tenika Davis. Steven D. Knight verantwortete das Projekt als Schöpfer und kehrte damit ins Spartacus-Universum zurück.
Trennung von Lionsgate als Hintergrund
Die Absetzung ist auch vor dem Hintergrund einer strukturellen Veränderung zu verstehen: Nach der Trennung des Senders von Lionsgate gehört Spartacus: Das Haus Ashur nicht mehr zum eigenen Portfolio. Die Serie war noch vor dieser Trennung, im Jahr 2023, in Auftrag gegeben worden.
Diese fehlende Eigentümerschaft macht es für den Sender schwieriger, langfristig in die Serie zu investieren. Der Fokus liegt nun klar auf Eigenproduktionen, bei denen der Sender die vollständigen Rechte hält.
Als Beispiel für diese neue Strategie gilt Fightland, eine Eigenproduktion, die von Curtis '50 Cent' Jackson als ausführendem Produzenten begleitet wird und die inhaltliche Richtung des Senders für die kommenden Jahre widerspiegelt.
Lionsgate sucht neue Plattform
Lionsgate Television gibt die Serie nicht kampflos auf. Die Produktionsfirma befindet sich aktiv im Gespräch mit anderen Plattformen, um Spartacus: Das Haus Ashur ein neues Zuhause zu verschaffen. Welche Anbieter konkret infrage kommen, ist derzeit noch nicht bekannt.
Für Fans der Serie bedeutet das eine Phase der Ungewissheit. Eine zweite Staffel ist zwar nicht bestellt, aber solange die Verhandlungen laufen, bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung bestehen.
Die Geschichte des Spartacus-Universums hat bewiesen, dass es ein treues Publikum gibt. Ob dieses Publikum groß genug ist, um einen neuen Sender zu überzeugen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Spartacus-Erbe und offene Zukunft
Das Original Spartacus startete 2010 und entwickelte sich schnell zu einem der markantesten Action-Dramen seiner Zeit. Die Neuauflage sollte an diesen Erfolg anknüpfen, scheiterte jedoch daran, eine vergleichbar breite Resonanz zu erzeugen.
Steven D. Knights Rückkehr ins Spartacus-Universum bleibt damit vorerst eine unvollendete Geschichte. Ob er das Projekt zu einem neuen Sender begleitet oder das Kapitel damit geschlossen ist, ist noch offen.
Für deutsche Zuschauer, die die Serie bei Amazon Prime Video verfolgt haben, bleibt abzuwarten, ob und wo eine mögliche zweite Staffel jemals erscheinen wird. Bis dahin steht die erste und bislang einzige Staffel weiterhin zum Abruf bereit.
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Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
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