Star Trek: Deep Space Nine spielt auf einer ehemaligen cardassianischen Raumstation im Orbit des Planeten Bajor – ein Außenposten am Rand des bekannten Universums, der zum Schnittpunkt politischer Spannungen, religiöser Konflikte und interstellarer Diplomatie wird. Im Mittelpunkt steht Commander Benjamin Sisko, gespielt von Avery Brooks, der eine gemischte Crew aus Föderationsmitgliedern und Bajoranern führt. Nana Visitor als die unnachgiebige Widerstandskämpferin Kira Nerys verkörpert dabei das Trauma und den Stolz eines Volkes, das gerade erst die Besatzung überwunden hat.
Was Deep Space Nine von anderen Trek-Serien abhebt, ist der Mut zur Dunkelheit. Statt eines optimistischen Raumschiffs auf Erkundungsmission liefert die Serie moralisch vielschichtige Charaktere, langgestreckte Serienbögen und unbequeme Fragen über Krieg, Glauben und Machtmissbrauch. Damit war sie ihrer Zeit weit voraus und gilt heute als Blaupause für das moderne Serien-Storytelling. Kritiker, die die Serie einst für zu düster hielten, sehen sie heute als mutigsten Eintrag im gesamten Trek-Kanon.
Star Trek: Deep Space Nine umfasst sieben Staffeln und 176 Episoden, die zwischen 1993 und 1999 ausgestrahlt wurden. Die Serie ist auf mehreren Streaming-Plattformen verfügbar. Aktuell sorgt ein Zitat von Leonard Nimoy für Aufsehen, der zur berühmten Tribble-Episode augenzwinkernd fragte, was so lange gedauert habe – ein Beweis dafür, dass DS9 auch Jahrzehnte später noch Gesprächsstoff liefert.